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weite in sich(t)

Verfasst: 12.08.2012, 21:20
von Niko



weite in sich(t)


so wäre das boot kein boot
wenn es ein ufer nicht gäbe
und der muschelgeruch wäre nicht
und das winden der aale an land

lege dich nicht
schlafe nicht
an den rändern der meere
finden sich zusammenhänge
und warten auf anbruch




.

Verfasst: 13.08.2012, 21:32
von ecb
... eines unendlichen Vorrats, eines neuen Morgens - so kann es sich anfühlen,
wenn die Bilder sich öffnen :hexe0013:

LG Eva

Verfasst: 15.08.2012, 07:22
von Gerda
Lieber Niko,

finde das Gedicht hinreißend, bis auf den letzten Vers, da stört mich das Wort "Anbruch".
Ich frage mich, ob du nicht die letzten zwei Worte entbehren könntest ...
Deine Intention kann ich nur vermuten und sie dürfte möglicherweise eine andere als meine sein, deshalb zögere ich, dir einen weiteren Vorschlag zu machen.

Liebe Grüße und habs gut im Urlaub
Gerda

Verfasst: 15.08.2012, 15:58
von Xanthippe
ich mag ja sehr diese doppeldeutigkeit, die schon im titel anklingt und dann umgesetzt wird im gedicht. die grenzen sind es und die gegenteile, die etwas aufmachen, einen horizont überhaupt erst erkennbar werden lassen.

zusammenhänge finden sich, das ist schön und sie tun es von ganz allein, aber warten sie dann, oder brechen sie einfach auf? Sind sie nicht sobald sie einander gefunden haben der aufbruch?

xanthi

Verfasst: 15.08.2012, 16:27
von Mucki
Hallo Niko, der du gerade in Spanien weilst :-)

auch mich spricht dein Gedicht an. Es sind die Bilder und das Verheißungsvolle, dieses Weite in den Zeilen, die mir gut gefallen.
Am Schluss würde ich das "auf anbruch" tatsächlich überdenken. Es wäre offener, ließest du es weg.
Gern gelesen!

Liebe Grüße
Gabi

Verfasst: 15.08.2012, 17:24
von scarlett
hi niko in spanien :smile: *vorneiderblass*

bis auf diese stelle finde ich das genial:

so wäre das boot kein boot
wenn es ein ufer nicht gäbe

das ist mir ... *räusper* - sprachlich unbeholfen ...

warum nicht:

so wäre das boot kein boot
wenn es kein ufer gäbe

den anbruch finde ich auch passend, lese ich ihn doch als "beginn" von etwas, was es zu entdecken gibt.

lg
scarlett