Sowohl als auch
Oder: was gestrichen wurde.
Aus eins mach zwei, verlangte Anna.
Erst unterm Strich, erwiderte er, „Denn vielspaltig,
wird die Schuldspur gelegt, vorwärts
sowohl, als auch
rückwärts.“
Anna wusste um ihre Schwester, Anna Weißhand,
die, schuldlos geboren, dem Liebestrank entkam.
Das Ressentiment kannte sie nicht, und
Das Klagekapital
Das in Schuldbriefe geschrieben wurde, legte nur
Er, der Verwalter, der Vogt, in die Hände Dritter.
So entzweiten sie sich nicht, er hielt die Hand
Über den Schwestern.
Eure Depots gehören der Menschheit, sagte er.
Gestrichen wird, fügte er hinzu,
in allen Spalten. Vielspaltig,
In weiser Voraussicht, eine Vielspaltendatei,
eine dem absoluten Vergessen nahe
Tabelle, deren Plus und Minus
nicht mehr
aufgeht.
Der weise Buchhalter, der einst
die Formel, den Code, ausgegeben hatte,
sowohl an die Schwestern, die er schützte,
als auch an jene, die im Chor sangen:
"Steh auf, du verrotteter Christ."
jede und jeder, aufgelöst
im Sud der Zahlen.
Es heißt, nur die zweite Anna,
Anna Weißhand
habe überlebt.
Aus eins mach zwei ... und Zarathustra zieht vorbei.
Aus dem Gedächtnis zitieren, ohne die Korrekturdatei einzuschalten, heißt, die Grenzen der eigenen Wahrnehmung in die Debatte mit hineinnehmen, und das inzwischen tausendfach Verifizierbare durch mögliche Annäherungen zu ersetzen. Das heißt, sich dem Wissen nicht verschließen, dass Kenntnisse uns in den allermeisten Fällen nur anfliegen. Sie lassen uns nämlich sehr schnell im Stich, mit unserem unzivilisierten Kern, dessen wir uns allerdings annnehmen müssen. Sowohl seiner Existenz, als auch seiner langsamen, sorgfältigen Befriedung.
Was ich entzwei schlage, verdoppelt sich. Das heißt, es wird nicht genügen, das Unheilvolle aus Spalten, Dateien, aus dem Bergwerk der Seele zu entfernen. Sowohl die tiefe Verwurzelung, als auch die Samenstreuung machen radikale Schnitte zunichte. Woraus folgt, dass uns nur ein Weg bleibt: die Versöhnung mit der Gefahr. Hölderlin schreibt: Wo die Gefahr ist, wächst das Rettende auch:
Nur, was wir in unsere Spalten herein nehmen, wird uns in Ruhe lassen.
--------------------------
Ursprüngliche Fassung
Anna Weißhand
Unter dem Strich
oder : aus eins mach zwei
Gestrichen wird, sagte er,
in allen Spalten. Vielspaltig,
in weiser Voraussicht, sowohl
der kommenden, als auch der bereits
angemahnten Stammschulden.
In weiser Voraussicht, eine Vielspaltendatei,
eine ins Verschwinden hineinsteuernde
Tabelle, deren Plus und Minus
nicht mehr
aufgeht.
Der weise Buchhalter, der einst
die Formel, den Code ausgegeben hatte,
sowohl an die Liebenden, die er schützte,
als auch an jene, die im Chor sangen:
"Steh auf, du verrotteter Christ."
Als auch an Anna 1 und Anna 2,
jede aufgelöst im Sud der Zahlen.
Es heißt nur die zweite Anna,
Anna Weißhand
habe überlebt.
Aus eins mach zwei ... und Zarathustra zieht vorbei.
Aus dem Gedächtnis zitieren, ohne die Korrekturdatei einzuschalten, heißt, die Grenzen der eigenen Wahrnehmung in die Debatte mit hineinnehmen, und das inzwischen tausendfach Verifizierbare durch mögliche Annäherungen zu ersetzen. Das heißt, sich dem Wissen nicht verschließen, dass Kenntnisse uns in den allermeisten Fällen nur anfliegen. Sie lassen uns nämlich sehr schnell im Stich, mit unserem unzivilisierten Kern, dessen wir uns allerdings annnehmen müssen. Sowohl seiner Existenz, als auch seiner langsamen, sorgfältigen Befriedung.
Was ich entzwei schlage, verdoppelt sich. Das heißt, dass das Unheilvolle aus Spalten, Dateien, aus dem Bergwerk der Seele nur dann entfernt werden kann, wenn sowohl die tiefe Verwurzelung, als auch die Samenstreuung begleitend nachverfolgt wird. Wobei es keineswegs um radikale Entfernung gehen sollte, sondern um ein hereinnehmen der fremden Stoffe.
Nur, was wir in unsere Spalten herein nehmen, wird uns in Ruhe lassen.
Die Gesetze 2. Sowohl ... als auch
Liebe Renée,
schwere Kost hast du da geschrieben, jedenfalls nach meinem Verständnis oder Nichtverständnis.
Ich hab es jetzt mehrfach gelesen, um zu verstehen, um in die Tiefe deiner Zeilen vorzudringen.
Ob mir das gelungen ist? Puh, ich weiß es nicht. Ich glaube, dass du mit deinem "Gesetze 2" ausdrücken möchtest, dass die Deutschen (die jetzige Generation und auch die nächsten) den Holocaust, diese Schuld, nicht aus dem Gedächtnis streichen dürfen, sondern zulassen, damit leben müssen und sie auch auf subtile Weise lebendig halten müssen, und diejenigen, die sich davon entfernt haben, sich dieser Vergangenheit wieder annähern müssen, weil aus der Haltung des Nicht-Wissen-Wollens oder Nicht-Mehr-Hören-Wollens sich alles verschlimmern, niemals Ruhe einkehren würde.
Liebe Grüße
Gabi
schwere Kost hast du da geschrieben, jedenfalls nach meinem Verständnis oder Nichtverständnis.
Ich hab es jetzt mehrfach gelesen, um zu verstehen, um in die Tiefe deiner Zeilen vorzudringen.
Ob mir das gelungen ist? Puh, ich weiß es nicht. Ich glaube, dass du mit deinem "Gesetze 2" ausdrücken möchtest, dass die Deutschen (die jetzige Generation und auch die nächsten) den Holocaust, diese Schuld, nicht aus dem Gedächtnis streichen dürfen, sondern zulassen, damit leben müssen und sie auch auf subtile Weise lebendig halten müssen, und diejenigen, die sich davon entfernt haben, sich dieser Vergangenheit wieder annähern müssen, weil aus der Haltung des Nicht-Wissen-Wollens oder Nicht-Mehr-Hören-Wollens sich alles verschlimmern, niemals Ruhe einkehren würde.
Liebe Grüße
Gabi
-
Renée Lomris
liebe Gabi,
du bist wirklich lieb. Ich weiß nicht genau, warum ich diese Texte schreibe und fühle mich meist unwohl hinterher. Trotzdem sind sie (anscheinend) notwendig. Was mich interessiert, ist die Auslotung von "wenn ... dann" oder hier "sowohl als auch" diese Kategorien, die uns sprachlich -- aber auch verhaltensmäßig beherrschen. Ich glaube, dass ich diese Texte als Notizen nehme. Trotzdem widerstrebt es mir, so ganz in eine Arbeitsecke zu stecken, mir scheint, dass dann weniger kommentiert wird ...
Entschuldigt als, wenn ihr das unkorrekt findet, unfertige Mediationen einzustellen.
ich werde jetzt versuchen, eine veränderte Version einzustellen ...
Themen sind:
der Standpunkt des "sowohl als auch" (hereinnehmen des Fremden)
das zerspalten, als Ursprung der Vervielfachung von Problemen
Anna 1 und Anna 2 - Verdoppelung der Frauengestalten
danke für deinen Kommentar
lG
Renée
du bist wirklich lieb. Ich weiß nicht genau, warum ich diese Texte schreibe und fühle mich meist unwohl hinterher. Trotzdem sind sie (anscheinend) notwendig. Was mich interessiert, ist die Auslotung von "wenn ... dann" oder hier "sowohl als auch" diese Kategorien, die uns sprachlich -- aber auch verhaltensmäßig beherrschen. Ich glaube, dass ich diese Texte als Notizen nehme. Trotzdem widerstrebt es mir, so ganz in eine Arbeitsecke zu stecken, mir scheint, dass dann weniger kommentiert wird ...
Entschuldigt als, wenn ihr das unkorrekt findet, unfertige Mediationen einzustellen.
ich werde jetzt versuchen, eine veränderte Version einzustellen ...
Themen sind:
der Standpunkt des "sowohl als auch" (hereinnehmen des Fremden)
das zerspalten, als Ursprung der Vervielfachung von Problemen
Anna 1 und Anna 2 - Verdoppelung der Frauengestalten
danke für deinen Kommentar
lG
Renée
Den Grundgedanken eines Textzyklus über Ethos und Moral finde ich spannend, für mich klar, dass beim spontanen Schreiben meist nicht alle Teiltexte "aus einem" stilistischen Guß zu sein scheinen.
Den 2. Teil davon finde ich nun sehr gelungen, auch wenn er aus zwei stark unterschiedlichen Bausteinen zusammengesetzt ist. Passt aber gut zum Titel.
Unbewußtes, es arbeitet mit uns, kollektiv, individuell und subjektiv. Und der Mut, sich an "schwierige Themen" heranzutrauen, zahlt sich doch meistens aus.
Den 2. Teil davon finde ich nun sehr gelungen, auch wenn er aus zwei stark unterschiedlichen Bausteinen zusammengesetzt ist. Passt aber gut zum Titel.
Unbewußtes, es arbeitet mit uns, kollektiv, individuell und subjektiv. Und der Mut, sich an "schwierige Themen" heranzutrauen, zahlt sich doch meistens aus.
Ein Klang zum Sprachspiel.
Hallo Renée,
auch das habe ich wieder sehr gern gelesen. Ich bin auf deine Überarbeitung gespannt. Ich würde wohl im zweiten Teil ansetzen und das für mich etwas zu sehr Belehrende, und zu sehr Ausgeführte und dadurch das Reibende, auch in Bezug zum ersten Teil, abschleifende, versuchen herauszunehmen. Mir scheint der zweite Teil diesmal direkter zu sein, mehr erklären zu wollen, als bei deinem letzten Gesetzestext.
Ich kann den Text in Gabriellas Richtung lesen, aber auch auf einer persönlicheren Ebene. Es hat mich darin an Estragons Text "Jakob" erinnert.
Hier, was mir zum zweiten Teil (ein wenig vielleicht im Sinne des ersten Absatzes .-)) "lose" in den Sinn kam, vielleicht zeigt dir das auch etwas, was sich schwer erklären lässt.
Liebe Grüße
Flora
auch das habe ich wieder sehr gern gelesen. Ich bin auf deine Überarbeitung gespannt. Ich würde wohl im zweiten Teil ansetzen und das für mich etwas zu sehr Belehrende, und zu sehr Ausgeführte und dadurch das Reibende, auch in Bezug zum ersten Teil, abschleifende, versuchen herauszunehmen. Mir scheint der zweite Teil diesmal direkter zu sein, mehr erklären zu wollen, als bei deinem letzten Gesetzestext.
Ich kann den Text in Gabriellas Richtung lesen, aber auch auf einer persönlicheren Ebene. Es hat mich darin an Estragons Text "Jakob" erinnert.
Hier, was mir zum zweiten Teil (ein wenig vielleicht im Sinne des ersten Absatzes .-)) "lose" in den Sinn kam, vielleicht zeigt dir das auch etwas, was sich schwer erklären lässt.
► Text zeigen
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
-
Gerda
Liebe Renée,
für mich ist es ein assoziativer Text, in welchem du deinen Lesern potentiell viel zutraust, zumutest, das ist positiv gemeint.
Möglicherweise durchdrangst du diese Gedanken beim Schreiben selbst nicht bis auf den Grund, denn es gibt natürlich einen, der im Unterbewussten liegt. Das wäre nicht schlimm, sondern eher normal bei einem solchen Text, der die gegenwärtigen Gedankenblitze beinhaltet, sofort in Worte gießt.
Für mich ist das gelungen.
Ich ahne mehr als ich weiß und fühle worum es dir geht, aber das macht mir nichts aus.
Natürlich könnte ich jetzt beginnen zu deuten und Zusammenhänge herzustellen. Das wären aber garantiert meine. Du hast sicher deine ureigene Intention bei diesem Text, die so glaube ich, aber auch erst im Nachhienein, gefestigt worden ist.
Es klingt an, das möchte ich dann doch sagen, dass die eine Anna, Jüdin, offenbar in der Nazizeit versteckt wurde und gerettet worden ist ... aber es geht um noch ganz anderes ...
Der letzte Satz könnte für mich auch lauten, Nur was wir uns bewusst machen ängstigt uns nicht mehr. (Was aber nicht bedeutet keine Furcht mehr zu haben).
Juden konnten sich das Grauen nicht bewusst machen, weil es über ihr Maß an Vorstellung hinausging.
So, dass soll genügen.
Mir hat der Text etwas gegeben.
Ich beziehe mich auf die überarbeitete Version und habe keine Kommentare oder Erläuteriungen gelesen, das werde ich jetzt tun.
Herzlich Grüße und einen sonnenreichen Tag
Gerda
für mich ist es ein assoziativer Text, in welchem du deinen Lesern potentiell viel zutraust, zumutest, das ist positiv gemeint.
Möglicherweise durchdrangst du diese Gedanken beim Schreiben selbst nicht bis auf den Grund, denn es gibt natürlich einen, der im Unterbewussten liegt. Das wäre nicht schlimm, sondern eher normal bei einem solchen Text, der die gegenwärtigen Gedankenblitze beinhaltet, sofort in Worte gießt.
Für mich ist das gelungen.
Ich ahne mehr als ich weiß und fühle worum es dir geht, aber das macht mir nichts aus.
Natürlich könnte ich jetzt beginnen zu deuten und Zusammenhänge herzustellen. Das wären aber garantiert meine. Du hast sicher deine ureigene Intention bei diesem Text, die so glaube ich, aber auch erst im Nachhienein, gefestigt worden ist.
Es klingt an, das möchte ich dann doch sagen, dass die eine Anna, Jüdin, offenbar in der Nazizeit versteckt wurde und gerettet worden ist ... aber es geht um noch ganz anderes ...
Der letzte Satz könnte für mich auch lauten, Nur was wir uns bewusst machen ängstigt uns nicht mehr. (Was aber nicht bedeutet keine Furcht mehr zu haben).
Juden konnten sich das Grauen nicht bewusst machen, weil es über ihr Maß an Vorstellung hinausging.
So, dass soll genügen.
Mir hat der Text etwas gegeben.
Ich beziehe mich auf die überarbeitete Version und habe keine Kommentare oder Erläuteriungen gelesen, das werde ich jetzt tun.
Herzlich Grüße und einen sonnenreichen Tag
Gerda
Hallo Renée,
für mich verliert vor allem der erste Teil und damit auch das Gesamte durch deine Überarbeitung und Ausbreitung. Die Teile rücken so nahe aneinander, dass zwischen ihnen kaum noch ein Raum entsteht, in dem sich etwas "Unbenanntes" zeigen kann, was für mich gerade die Stärke dieser Form war.
Liebe Grüße
Flora
für mich verliert vor allem der erste Teil und damit auch das Gesamte durch deine Überarbeitung und Ausbreitung. Die Teile rücken so nahe aneinander, dass zwischen ihnen kaum noch ein Raum entsteht, in dem sich etwas "Unbenanntes" zeigen kann, was für mich gerade die Stärke dieser Form war.
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
Liebe Renée,
deine Neufassung ist für mich verwirrend. Ich verstehe vor allem dies nicht:
Welchen Liebestrank meinst du hier?
Irgendwie passt für mich diese persönliche Präsenz von Anna in deiner 2. Version nicht hinein.
Liebe Grüße
Gabi
deine Neufassung ist für mich verwirrend. Ich verstehe vor allem dies nicht:
Renée Lomris hat geschrieben:Anna wusste um ihre Schwester, Anna Weißhand,
die, schuldlos geboren, dem Liebestrank entkam.
Welchen Liebestrank meinst du hier?
Renée Lomris hat geschrieben:Aus eins mach zwei, verlangte Anna.
Irgendwie passt für mich diese persönliche Präsenz von Anna in deiner 2. Version nicht hinein.
Liebe Grüße
Gabi
hi renée
ein sehr interessanter text. aber so recht erschließt er sich mir nicht. doch wenn ein text mich so interessiert, geh ich erbsen zählen, zähle sie in töpfchen, zitiere aus dem gedächtnis und wühle in korrekturdateien. zuerstmal zu dem namen "anna". -ein palindrom. er kommt aus dem hebräischen. bedeutet "güte, anmut" und anna ist in der bibel die mutter marias. da gibt es aber noch dieses "weißhand" und ich habe gegoogelt und ich bin auf isolde weißhand gestoßen. eine der isoldes aus "tristan und islode" und dann wäre eine verbindung zum liebestrank da und es gäbe auch eine verbindung zu dem thema schuld. schuld in der vergangenheit, was daraus erwächst in der zukunft, schuld in der liebe(?), vervielfachung des problems und auch wenn anna-güte bedeutet, würde ich eher darauf tippen, dass dieser name hierbenutzt wird, weil er ein palindrom ist. da habe ich dann auch nicht nur mein gedächtnis zu rate gezogen, sondern gegoogelt und zum beispiel so einen spannenden satz gefunden:In der Genetik spielen palindromische Sequenzen eine Rolle für die Konformation der DNA.
dem vogt kann ich mich schlecht annähren???? der, der die schicksale zuteilt, gott? und der buchhalter. auch das zitat mit dem verottetem christ, dass ich mit brechts text aus der drei-groschenoper assoziere, bringt mich nicht weiter. was das teilen von "eins" angeht: ...aus eins mach zwei.....es bleiben aber nur bruchstücke, von dem was sich verdoppelt...zerbrochene schuld, die dadurch nicht zerschlagen ist. weder ist ihre wurzel (die wurzel der schuld) noch sind die samen zerstört. gut, das ist nicht neu und vielleicht ist es ein gesetz. ich weiß es nicht. die geschichte von tristan und isolde passte da gut ?????
lg
(wahrscheinlich liege ich völlig daneben)
ein sehr interessanter text. aber so recht erschließt er sich mir nicht. doch wenn ein text mich so interessiert, geh ich erbsen zählen, zähle sie in töpfchen, zitiere aus dem gedächtnis und wühle in korrekturdateien. zuerstmal zu dem namen "anna". -ein palindrom. er kommt aus dem hebräischen. bedeutet "güte, anmut" und anna ist in der bibel die mutter marias. da gibt es aber noch dieses "weißhand" und ich habe gegoogelt und ich bin auf isolde weißhand gestoßen. eine der isoldes aus "tristan und islode" und dann wäre eine verbindung zum liebestrank da und es gäbe auch eine verbindung zu dem thema schuld. schuld in der vergangenheit, was daraus erwächst in der zukunft, schuld in der liebe(?), vervielfachung des problems und auch wenn anna-güte bedeutet, würde ich eher darauf tippen, dass dieser name hierbenutzt wird, weil er ein palindrom ist. da habe ich dann auch nicht nur mein gedächtnis zu rate gezogen, sondern gegoogelt und zum beispiel so einen spannenden satz gefunden:In der Genetik spielen palindromische Sequenzen eine Rolle für die Konformation der DNA.
dem vogt kann ich mich schlecht annähren???? der, der die schicksale zuteilt, gott? und der buchhalter. auch das zitat mit dem verottetem christ, dass ich mit brechts text aus der drei-groschenoper assoziere, bringt mich nicht weiter. was das teilen von "eins" angeht: ...aus eins mach zwei.....es bleiben aber nur bruchstücke, von dem was sich verdoppelt...zerbrochene schuld, die dadurch nicht zerschlagen ist. weder ist ihre wurzel (die wurzel der schuld) noch sind die samen zerstört. gut, das ist nicht neu und vielleicht ist es ein gesetz. ich weiß es nicht. die geschichte von tristan und isolde passte da gut ?????
lg
(wahrscheinlich liege ich völlig daneben)
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