krähenleben
in grau und schwarz
geschwollenem
geäder
wen hab ich vor augen
wo kommst du her
wie wollte ich dir
angehören
wenn ich denke –
der winter schließt sich
in sich
seinen mund
krähenleben
Was für eine letzte Strophe! Und dann eine Überschrift, die den Namen meiner Lieblingsvögel trägt. Aber darüber hinaus, (beim Versuch es nüchtern zu betrachten) hat dieses Gedicht wunderbar viele Ebenen (das habe ich schon im letzten Gedicht, das ich von Dir kommentiert habe, bemerkt und genossen), so viele, dass ich nicht einmal glaube, alles erfaßt zu haben, geschweige denn zu verstehen, aber das ist möglicherweise nicht so wichtig, denn die letzte Strophe hat mich regelrecht ins Herz getroffen. Und muss man dann nicht auch den Mund schliessen?
-
ecb
Manchmal weiß ich selber nicht so genau, was da noch so alles mitschwingen könnte. Natürlich hatte ich bestimmte Vorstellungen beim Schreiben, aber darauf kommt es auch für mich jetzt nicht mehr in erster Linie an. Es macht mich viel froher, wenn ich eine Wirkung wie bei dir hervorrufen kann, Xanthippe, das ist mir viel wichtiger, denn damit scheint man ganz selten mal irgendwie über sein eigenes kleines Selbst hinauszureichen, und das freut mich ungemein - hab vielen Dank für deine wunderbaren Gedanken!
Liebe Grüße
Eva
Liebe Grüße
Eva
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