du magst es dir unvoreingenommen anhören (was ich so allerdings nicht ganz glauben mag) das annehmen, sprich zu herzen nehmen, glaub ich dir nicht.
deinem letzten kommentar entnehme ich, dass du darüber nachdenkst, dass dein geschmack speziell zu sein. und dass deine texte überall anecken. irgendwie klingt für mich durch, als seien die anderen nicht in der lage, das potenzial deiner texte zu erkennen und ihnen würdevoll zu huldigen.
ich habe eher den gedanken, dass bei kritiken, die vermutlich sehr häufig einen ähnlichen tenor haben, man nachdenklich werden könnte. dabei geht es mir weniger darum, sich eines foren-jargons in der lyrik zu befleißigen, sondern eher darum dinge wie "der sinne ihr trugbild" mal bei monierung ein stück weit ernst zu nehmen.
eine unwilligkeit zur reflektion bringt dich nicht weiter. lyrisch schon mal sowieso nicht.
und "der Sinne ihr Trugbild" ist aus meiner Sicht aus unter anderem rythmischen Gründen gerechtfertigt.
man kann falsches deutsch nicht rechtfertigen, AS. es ist grammatikalisch einfach falsch. "erscheint mich die dasein"- um mal in deinem text zu bleiben - wäre in selbem maße unrichtig!
Sprache ist bei mir eher ein Mittel zum Zweck, Form hat bei mir ne höhrere Priorität als die "Richtigkeit".
sorry- aber für mich ist das blödsinn hoch 7! ohne sprache keinen inhalt. und ohne inhalt nutzt dir das geschreibe auch nix. gedichte leben von einer aussage. und einer empfindung, die der autor im leser zu lösen vermag.
Aber was ist nun eigentlich mit der Aussage, und ihrer künstlerischen Umsetzung?
die künstlerische ausführung ist - allerleirauh sagete es bereits - nicht vorhanden. die sprache bis zur unkenntlichkeit verstelzt. und mit fehlern, die man nicht irgendetwas schulden kann.
inhalt? hm......die letzten beiden zeilen deuten auf demenz des lyrichs hin. - und viel mehr kann ich darin wirklich nicht finden. pollen bringe ich auch mit viel phantasie nicht unter......
liebe grüße: niko, dem gedicht sein kritiker
