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tristan
Verfasst: 23.07.2012, 11:36
von ecb
abend hebt sich. aus der schatten reihen.
trittst du hervor.
und du stellst dich.
dar. ich werde.
silhouette.
alles ergibt sich.
letztem widerschein.
ein zagen.
zu sagen.
Verfasst: 26.07.2012, 09:25
von Gerda
Liebe ecb,
ich stolpere über den Titel.
Der Text ist für mich schlüssig und folgerichtig, beziehe ich ihn auf die hereinbrechende Abenddämmerung.
Bezogen auf ein lyr. Du, funktioniert der Text, für mich eher nicht, weil Lyrich zur Silhouette wird und nicht das Du.
Möglicherweise wäre ja auch von Widerstand die Rede, wenn es ein "Du" gäbe ...
Meine GeRdanken, mal so ungefiltert.
Sonnige Grüße
Gerda
Verfasst: 26.07.2012, 16:35
von Mucki
Hallo Eva,
nach meiner Lesart ist dies ein Monolog, den das LI führt. Und als das LI dann in Ich-Form erscheint, mit "ich werde", wird es nicht, tritt eben nicht hervor, es wird selbst zum Schatten, fügt sich dem sich hebenden Abend. Eine triste Stimmung beherrscht deine Zeilen, ein Sich-Ergeben.
Den Titel "tristan" beziehe ich auf "trist", eine (mir nicht bekannte) Beugung von "trist".
Liebe Grüße
Gabi
Verfasst: 26.07.2012, 22:05
von ecb
Gabriella, du triffst es ziemlich genau, wobei für mich auch ein Werden zu einer Silhouette eine Art Werden wäre.
Der Titel ist hier als Name gemeint und kann in einem weiten Sinne sowohl auf die mittelalterlichen Legendengestalt, wie auch auf Wagner und die gleichnamige Erzählung von Thomas Mann bezogen werden, aber natürlich ist auch die Bedeutung enthalten, auf die du dich beziehst, Gabriella.
Vielen Dank euch beiden und
Liebe Grüße
Eva
