aus den wolken gefallene
wesen
schrumpfen täglich
sorgen schreiben himmelwärts
fällt regen in den durst
leichten schritts tanzen
die sich in den september türmen
wir lernten
auftreten, azur
himmel werden leicht
ganz klar ruht der säuresee
wie wildgänse flatternd
in mauerwerken
sich in den morgen malen
am hang vertrieben / geröll
langgezogen wie nutzlose gespräche
auf dünner linie verschränken sich
im apfelgrünen
jahr und tag
mit Zeilen oder Worten von:
Jelena (Liebgehabter)
Flora (im Elfchensalon)
Gerda (auch liebe)
Herby (und immer schön drehen)
Gerda (Elfchen-Salon)
Jelena (An der Naht)
Eule (Wort der Woche: vorher)
Amanita (Elfchensalon)
Eule (lyr. Dialog)
Eule (Wort der Woche: sauer)
Niko (am abend)
Flora (Wort der Woche: Brise)
Amanita (o.T.)
Xanthippe (Elfchensalon)
Niko (zeitfetzen)
Max (lyr. Dialog)
Lisa (lyrischer Dialog)
aus den wolken gefallene
Hallo Fenestra,
da hat es ein paar wunderbare Wendungen dabei.
Der Anfang wäre zum Beispiel für mich schon ein eigenes Gedicht.
aus den wolken gefallene
wesen
schrumpfen täglich
sorgen schreiben himmelwärts
Dann komme ich allerdings bei Strophe 2 und 3 ein wenig ins Stolpern und habe das Gefühl, es wird auf eine "Kopf- oder Erklärebene" gewechselt, die für mich mit der starken ersten Strophe nicht mithalten kann, auch nicht klanglich. Vielleicht fehlt mir da auch der inhaltliche Zugang bzw. Zusammenhang, oder die richtige Betonung und so zerfällt es mir wieder in einzelne Zeilen.
wie wildgänse flatternd
in mauerwerken
sich in den morgen malen
auf dünner linie verschränken sich
im apfelgrünen
jahr und tag
Das ist allerdings dann wieder klasse und entwickelt zusammen mit Strophe 1 ein sehr stimmiges und feingewobenes Bild für mich.
Liebe Grüße
Flora
da hat es ein paar wunderbare Wendungen dabei.
Der Anfang wäre zum Beispiel für mich schon ein eigenes Gedicht.
aus den wolken gefallene
wesen
schrumpfen täglich
sorgen schreiben himmelwärts
Dann komme ich allerdings bei Strophe 2 und 3 ein wenig ins Stolpern und habe das Gefühl, es wird auf eine "Kopf- oder Erklärebene" gewechselt, die für mich mit der starken ersten Strophe nicht mithalten kann, auch nicht klanglich. Vielleicht fehlt mir da auch der inhaltliche Zugang bzw. Zusammenhang, oder die richtige Betonung und so zerfällt es mir wieder in einzelne Zeilen.
Das fällt für mich aus den gleichen Gründen etwas ab, bzw. raus.am hang vertrieben / geröll
langgezogen wie nutzlose gespräche
wie wildgänse flatternd
in mauerwerken
sich in den morgen malen
auf dünner linie verschränken sich
im apfelgrünen
jahr und tag
Das ist allerdings dann wieder klasse und entwickelt zusammen mit Strophe 1 ein sehr stimmiges und feingewobenes Bild für mich.
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
Liebe Flora,
du hast Recht, das Ganze ist noch nicht wirklich stimmig. Es ist ja so, dass ich solche Texte nach vorher von mir selbst festgelegten Regeln schreibe. Hier war die Regel, dass ich zunächst über die Suchfunktion lyrische Beiträge mit dem Wort "Wolken" gesucht habe. Aus diesen habe ich dann in chronologischer Reihenfolge Zeilen entnommen - entweder die Zeile vor der "Wolken"-Zeile oder die danach. Vielleicht ist dieses Korsett doch etwas zu eng geschnürt.
Die zweite Strophe in ihrer Unentschlossenenheit finde ich für schrumpfende Wesen, die aus den Wolken fallen, noch ganz passend. Auch das Auftreten-Lernen ist wichtig. Aber der Säuresee fällt klar heraus. Auch die beiden eigentlich für sich genommen treffenden Zeilen mit dem Geröll und den Gesprächen sind schwer in den Kontext zu pressen. Vielleicht sollte ich diese Zeilen einfach streichen.
Danke für dein Einlassen auf den Text und viele Grüße
fenestra
du hast Recht, das Ganze ist noch nicht wirklich stimmig. Es ist ja so, dass ich solche Texte nach vorher von mir selbst festgelegten Regeln schreibe. Hier war die Regel, dass ich zunächst über die Suchfunktion lyrische Beiträge mit dem Wort "Wolken" gesucht habe. Aus diesen habe ich dann in chronologischer Reihenfolge Zeilen entnommen - entweder die Zeile vor der "Wolken"-Zeile oder die danach. Vielleicht ist dieses Korsett doch etwas zu eng geschnürt.
Die zweite Strophe in ihrer Unentschlossenenheit finde ich für schrumpfende Wesen, die aus den Wolken fallen, noch ganz passend. Auch das Auftreten-Lernen ist wichtig. Aber der Säuresee fällt klar heraus. Auch die beiden eigentlich für sich genommen treffenden Zeilen mit dem Geröll und den Gesprächen sind schwer in den Kontext zu pressen. Vielleicht sollte ich diese Zeilen einfach streichen.
Danke für dein Einlassen auf den Text und viele Grüße
fenestra
Hallo Fenestra,
Liebe Grüße
Flora
Ich habe zwischendurch auch mal versucht, das Korsett so eng zu schnüren, aber mir geht da recht schnell die Luft und die Lust aus. .-) Für mich besteht der Reiz schon darin, innerhalb der Texte noch auf die Suche gehen zu können. Besonders interessant fand ich das bei den Prosatexten.Es ist ja so, dass ich solche Texte nach vorher von mir selbst festgelegten Regeln schreibe. Hier war die Regel, dass ich zunächst über die Suchfunktion lyrische Beiträge mit dem Wort "Wolken" gesucht habe. Aus diesen habe ich dann in chronologischer Reihenfolge Zeilen entnommen - entweder die Zeile vor der "Wolken"-Zeile oder die danach. Vielleicht ist dieses Korsett doch etwas zu eng geschnürt.
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
-
Gerda
Liebe Fenestra,
hab meine Worte sogar erkannt
bevor ich gescrollt hatte.
Mich erfreut die Linie, die dieser Text verfolgt. Der Titel ist Programm und ohne jetzt näher einzusteigen, finde ich, dein Gedicht hat einerseits jene luftige Leichtigkeit, wenn jemand aus den Wolken fällt und andererseits, dieses Erstaunen, was damit einhergeht.
Vom Korsett spüre ich, als Leserin nichts, und das ist die Kunst
*
Liebe Grüße
Gerda
* Nachtrag, die Kunst der Autorin, natürlich ...
der Bezug ist nicht korrekt.
hab meine Worte sogar erkannt
bevor ich gescrollt hatte.Mich erfreut die Linie, die dieser Text verfolgt. Der Titel ist Programm und ohne jetzt näher einzusteigen, finde ich, dein Gedicht hat einerseits jene luftige Leichtigkeit, wenn jemand aus den Wolken fällt und andererseits, dieses Erstaunen, was damit einhergeht.
Vom Korsett spüre ich, als Leserin nichts, und das ist die Kunst
*Liebe Grüße
Gerda
* Nachtrag, die Kunst der Autorin, natürlich ...
der Bezug ist nicht korrekt.
Zuletzt geändert von Gerda am 13.07.2012, 22:40, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Gerda, es ist schön, dass du eine Linie darin entdecken kannst. Vielleicht ist so etwas auch Stimmungssache. Heute gefällt mir das Stück selbst wieder besser, als vor ein paar Tagen.
Bei dem freien Heraussuchen von Zeilen finde ich oft die Auswahl einfach erschlagend und kann mich nicht entscheiden, liebe Flora. Ein gewisser freiwilliger Zwang bahnt dann die Gedanken in neue Richtungen. Aber das funktioniert natürlich nicht immer. Wenn es zu erzwungen wirkt, muss man es abbrechen.
Jedenfalls ist dieses Cento-Thema hier im Forum insgesamt sehr spannend und vielseitig bearbeitet worden, was mich sehr freut!
Bei dem freien Heraussuchen von Zeilen finde ich oft die Auswahl einfach erschlagend und kann mich nicht entscheiden, liebe Flora. Ein gewisser freiwilliger Zwang bahnt dann die Gedanken in neue Richtungen. Aber das funktioniert natürlich nicht immer. Wenn es zu erzwungen wirkt, muss man es abbrechen.
Jedenfalls ist dieses Cento-Thema hier im Forum insgesamt sehr spannend und vielseitig bearbeitet worden, was mich sehr freut!
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