Liebe fenestra,
ich hoffe sehr, dass sich andere Saloner mit ihren Eindrücken melden.
Mir ist schon klar, dass ich nicht erwarten kann in diesem Gedicht eine Aussage festzumachen.
Es ist aber interessant , wie mich einzelne Teststellen anregen und etwas mit mir machen, so beispielsweise heute
nur noch sage ist
die arbeit einer quelle
vor neid und sonne
geisten kraut und himmel
Ich muss an etwas Reales, nämlich den sog. "Nieder-Eschbacher Sprudel" hier in der Nähe im Pfingstwäldchens denken, der versiegt ist. Murmelnd dazu bewegt sich der Bach am Rande dieses Waldes durchs Tal.
Ich assoziiere ein Naturbild, was sich ständig verändert, durch Schatten; Licht, Wasser und Geräusche, was dadurch sehr unbestimmt in meinem Kopf tanzt ... (Es tanzt ... das genügt) ...
.gif)
Aber vielleicht auch ein Insekt oder einen Fisch, vom Menschen beobchtet ... Keine wirkliche Idylle, denn das murmelnde Wasser zergliedert Freude, auch gibt es Unfassbares und Berechnung, Kopflosigkeit ...
Die folgenden Zeilen in Verbindung mit den genannten Zahlen lese ich wie ein Orakel
der lohn auf abgelegtem buch
die blanke irrt
ragt kopflos
die falsche
hebt sich fort
zur materie zurück
Es beibt ein diffuser Eindruck, im Text finde ich keine Hilfestellung , ich muss mir selbst die Orientierung schaffen, eine Art Netz vielleicht, das dieses und jenes miteinander verbindet oder auch trennt... Das ist schwer, auch für geübte Lyrikleser.
(Dieses (zunächst) orientierungslose Schwimmen hatte ich auch bei einer Reihe von Texten im Magazin der Europäischen Kulturstiftung)
Meine GeRdanken für heute mit lieben Grüßen