Salzbaiser
Verfasst: 09.03.2012, 21:06
Auf einer Insel stehn, das hat was Schönes!
Es tut mir leid, ich finde sie nicht mehr.
Sie hatte Bohnenform, sie lag im Flachen,
gefroren war der Schaum zu Salzbaiser.
Tentakeln schlang um unsre Schuh’ der Tang,
wir gingen vorn am Spülsaum auf und ab,
ich habe sie, weißt du es noch, geknipst!
Es tut mir leid, ich finde sie nicht mehr.
Lag wie ein Strich das ferne Königreich
am Rande nicht der taubengrauen See?
Wir wateten zwei Schritte durch das Wasser
und waren angekommen, weißt du noch?
Auf einer Insel stehn, das hat was Schönes,
es war zwar kalt, doch wir warn eingemummt.
Getrennt von Festland durch den schmalen Priel,
besaß sie Bohnenform und lag im Flachen.
Nein, sei nicht traurig, denn sie taucht schon bald,
vielleicht schon morgen wieder aus der See!
Wir waten zwei, drei Schritte durch das Wasser,
und sind zurück in unserm kalten Glück.
Tentakeln schlingt um unsre Schuh der Tang,
auch wenn der Schaum nicht mehr gefroren ist,
für uns bleibt er der alte Salzbaiser:
Wir werden wieder auf der Insel stehn!
Immunisiert von all den kalten Tagen
gehn wir am Spülsaum vorne auf und ab,
ich knipse sie erneut, wie sie da liegt,
wir waten durch den taubengrauen Priel.
Sie hat wohl Bohnenform und hebt sich kaum
mit ihrem Rücken aus dem flachen Wasser.
Auf einer Insel stehn, das hat was Schönes,
wenn auch das Königreich noch ferne liegt.
Es tut mir leid, ich finde sie nicht mehr.
Sie hatte Bohnenform, sie lag im Flachen,
gefroren war der Schaum zu Salzbaiser.
Tentakeln schlang um unsre Schuh’ der Tang,
wir gingen vorn am Spülsaum auf und ab,
ich habe sie, weißt du es noch, geknipst!
Es tut mir leid, ich finde sie nicht mehr.
Lag wie ein Strich das ferne Königreich
am Rande nicht der taubengrauen See?
Wir wateten zwei Schritte durch das Wasser
und waren angekommen, weißt du noch?
Auf einer Insel stehn, das hat was Schönes,
es war zwar kalt, doch wir warn eingemummt.
Getrennt von Festland durch den schmalen Priel,
besaß sie Bohnenform und lag im Flachen.
Nein, sei nicht traurig, denn sie taucht schon bald,
vielleicht schon morgen wieder aus der See!
Wir waten zwei, drei Schritte durch das Wasser,
und sind zurück in unserm kalten Glück.
Tentakeln schlingt um unsre Schuh der Tang,
auch wenn der Schaum nicht mehr gefroren ist,
für uns bleibt er der alte Salzbaiser:
Wir werden wieder auf der Insel stehn!
Immunisiert von all den kalten Tagen
gehn wir am Spülsaum vorne auf und ab,
ich knipse sie erneut, wie sie da liegt,
wir waten durch den taubengrauen Priel.
Sie hat wohl Bohnenform und hebt sich kaum
mit ihrem Rücken aus dem flachen Wasser.
Auf einer Insel stehn, das hat was Schönes,
wenn auch das Königreich noch ferne liegt.