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Aufbruch

Verfasst: 02.02.2012, 16:50
von Amanita
Aufbruch

Mit schmerzhaftem Wollen
ziehe ich rasch die Erinnerungshaut
von meinem Leib.

Auf kargen Feldern
sammle ich heimlich die Kostbarkeit
neuer Worte.

Verfasst: 03.02.2012, 14:56
von Mucki
Hallo Amanita,

mir gefällt das Thema, das wohl viele von uns beschäftigt. Auch die Umsetzung finde ich gelungen, bis auf eine Kleinigkeit. Das "rasch" in Zeile 2 würde ich streichen. Ohne dieses Wort würde der schmerzhafte Prozess m.E. deutlicher (Auch wenn das "Wollen" assoziiert, dass LI die Erinnerungshaut mit einem Ruck abzieht). Zum anderen überlege ich, ob "Mit schmerzhaftem Wollen" nicht vielleicht etwas ungelenk formuliert ist, finde allerdings auf die Schnelle auch kein anderes Wort für "Wollen". Dieses "Wollen" steht für die getroffene Entscheidung des LI, für das Entschiedene, das unbedingt Müssen, auch wenn LI dafür Schmerz in Kauf nimmt. Insofern passt es schon, dennoch hake ich an dieser Stelle beim Lesen.
Soweit meine Gedanken.

Liebe Grüße
Gabriella

Verfasst: 17.02.2012, 17:21
von Amanita
Hallo Gabriella, dieses "rasch" macht aber doch deutlich, dass man die Haut mit einem schnellen Ratsch abzieht?

Mit schmerzhaften Wollen könnte man vielleicht austauschen, aber mir ist natürlich auch nichts anderes eingefallen!

Vielleicht gibt es ja noch Ideen?

Verfasst: 17.02.2012, 18:26
von Mucki
Hallo Amanita,

jetzt weiß ich, warum mich das "rasch" stört. Man sagt ja: "Ich zieh mal rasch was über"
Und deshalb ist dieses "rasch" zu lapidar, verstärkt den Schmerz nicht. Vllt. wäre "mit einem Ruck" oder etwas in der Richtung besser? Dann würde dieser Teil nur etwas zu lang, evtl. dann noch einen Zeilenumbruch einfügen?

Liebe Grüße
Gabi