älter

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Niko

Beitragvon Niko » 31.12.2011, 15:13



älter


die weitsicht wird schlechter
auch der gang
wer ein rückgrat hat
hat schmerzen
das verstehen fällt schwerer
und die gedanken
im betreuten wohnen
bauen mauern gegen worte

der tag dreht sich um notdürftiges
ausflüge finden nicht mehr statt

Mucki
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Beitragvon Mucki » 31.12.2011, 17:07

Hi Niko,

das ist aber ziemlich depri, puh ...

Saludos
Gabriella

Quoth
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Beitragvon Quoth » 02.01.2012, 11:26

Es ist nur die eine Seite. Die andere ist Niko auch bekannt, vielleicht hat er dies geschrieben, damit sich der andere Aspekt förmlich aufdrängt, die Einkehr bei sich selbst, das Nachlassen der Libidosklaverei, die wohltuende und befreiende Resignation, die Poesie eben des hier verachteten Notdürftigen und Geringen, die Abwendung von der Überflutung mit eitlem Medienmüll ...

Gruß
Quoth
Barbarus hic ego sum, quia non intellegor ulli.

Sam

Beitragvon Sam » 02.01.2012, 11:38

- Gedanken im betreuten Wohnen -

das gefällt mir. Auch das Untrennbare zwischen Rückgrat und Schmerz.

Man muss dafür allerdings nicht unbedingt alt werden.


Gruß

Sam

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 02.01.2012, 12:06

Mir ist das Ganze zu "verkopft". Fast-ironisch, aber eben nur fast. Ich halte den Text für einen (sicher nicht unwichtigen) Versuch, der für mich (noch?) nicht schlüssig ist.


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