die geisterbahn durch die lebensbejubelnden landschaften
Verfasst: 27.12.2011, 12:49
ach
wärest du wenigstens eine dicke rostige!
so ließ er sich plötzlich neben mir fallen, in der bahn
mit kaltem hauch fauchte er die fenster an
und seufzte
wärest du eine weißrosa gutgenährte fleischpracht
mit ein paar feuerschöpfen in den kurven
dann ja dann
könnte ich in dich fallen
anstatt dicht daneben
wie jetzt,
erzählen:
„als wir zum markt fuhren
hatte mir an der hauptwache
einer die schuhe gestohlen
barfuß kehrte ich heim
aus der stadt“
und du hättest mich rot umschenkelt
silbern wiegten die weiden im wind
auf wolkenträchtigem himmel über die wiese
ach
wärest du eine heissblütige tochter des schuhmachers
oder eine üppige herdentreiberin,
eine witwe im flammenden sonnenuntergang
hätte ich gewiss um deine hand gebeten
ich hätte dich müd getanzt
so ließ er sich neben mir fallen in der bahn
unsichtbar, unfassbar, leise
und sehnsüchtelte aus seinem jenseits in mein ohr
des lebens noch nicht satt und dem tode noch nicht gewidmet
den eigenen fußspuren
blickte er mit wehmut
und trauerte verspäteten wünschen nach
ich schwieg versteinert
als gäbe es ihn nicht
ich las in meinem buch
und so fuhr er fort:
du hättest in meinen nacken gelacht
gesagt, womöglich:„sommer braucht keine schuhe“
und deine röcke hochgezogen für mich
mir das hemd breit von den schultern gerissen
umbrüstet hättest du mich
und ich hätte
sicherlich hätte ich
wie in eine brotmitte
in dich hineingebissen
als wärest du der apfel aller äpfel
und laib aller laibe
deine milch getrunken hätte ich!
und wäre satt und froh geworden
für die ewigkeit
anstatt mich um die schuhe zu kümmern
so, aber,
so-
stöhnte er
hörst du nun nicht mal zu
so - ist uns wohl nur der pfad gemeinsam
die strecke hin und zurück
nicht mal die kutsche,
nicht einmal die pferde
die auch im halbschlaf ihren weg kennen
und einen auch tot zur schwelle bringen
nichtsgarnichts!
dennoch warne ich dich
dich
mit deinem schlauen buch
und in deiner schnellen bahn:
auch du
wirst um etwas bestohlen werden
und barfuß
und durstig
und noch nicht des lebens satt
nach hause kehren
müssen
so sagte er
und verschwand.
wärest du wenigstens eine dicke rostige!
so ließ er sich plötzlich neben mir fallen, in der bahn
mit kaltem hauch fauchte er die fenster an
und seufzte
wärest du eine weißrosa gutgenährte fleischpracht
mit ein paar feuerschöpfen in den kurven
dann ja dann
könnte ich in dich fallen
anstatt dicht daneben
wie jetzt,
erzählen:
„als wir zum markt fuhren
hatte mir an der hauptwache
einer die schuhe gestohlen
barfuß kehrte ich heim
aus der stadt“
und du hättest mich rot umschenkelt
silbern wiegten die weiden im wind
auf wolkenträchtigem himmel über die wiese
ach
wärest du eine heissblütige tochter des schuhmachers
oder eine üppige herdentreiberin,
eine witwe im flammenden sonnenuntergang
hätte ich gewiss um deine hand gebeten
ich hätte dich müd getanzt
so ließ er sich neben mir fallen in der bahn
unsichtbar, unfassbar, leise
und sehnsüchtelte aus seinem jenseits in mein ohr
des lebens noch nicht satt und dem tode noch nicht gewidmet
den eigenen fußspuren
blickte er mit wehmut
und trauerte verspäteten wünschen nach
ich schwieg versteinert
als gäbe es ihn nicht
ich las in meinem buch
und so fuhr er fort:
du hättest in meinen nacken gelacht
gesagt, womöglich:„sommer braucht keine schuhe“
und deine röcke hochgezogen für mich
mir das hemd breit von den schultern gerissen
umbrüstet hättest du mich
und ich hätte
sicherlich hätte ich
wie in eine brotmitte
in dich hineingebissen
als wärest du der apfel aller äpfel
und laib aller laibe
deine milch getrunken hätte ich!
und wäre satt und froh geworden
für die ewigkeit
anstatt mich um die schuhe zu kümmern
so, aber,
so-
stöhnte er
hörst du nun nicht mal zu
so - ist uns wohl nur der pfad gemeinsam
die strecke hin und zurück
nicht mal die kutsche,
nicht einmal die pferde
die auch im halbschlaf ihren weg kennen
und einen auch tot zur schwelle bringen
nichtsgarnichts!
dennoch warne ich dich
dich
mit deinem schlauen buch
und in deiner schnellen bahn:
auch du
wirst um etwas bestohlen werden
und barfuß
und durstig
und noch nicht des lebens satt
nach hause kehren
müssen
so sagte er
und verschwand.

, aber wenn du mir etwas verbildlichen könntest wie du es besser fändest, nehm ich es gern an
Ich gehe davon aus, dass sie in einer ganz normalen "Bahn", einem Zug sitzt, warum müsste man dann das Wort "Bahn" ersetzen? Für mich geht es mit einer tatsächlichen Geisterbahn jedenfalls nicht auf.