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worte (für f.m.)

Verfasst: 18.12.2011, 18:11
von pjesma
sind ungleichgroße birnen,
sie fallen

sind monatsblutungen
ohne regelwerk

sind spatengroße rasenstücke
von frucht zu frucht

einander fremd
aneinander geschmiegen
die trockengräßer

sind zwischen den sternenbildern
die unerklärlich blassblauen
zahnlücken

ein unaussprechliches paradies
in beneidenswerten wäschekörben
der dichterin

Verfasst: 27.12.2011, 14:11
von Xanthippe
Hallo Pjesma,

ich finde, deine Würdigung für F.M. hat durchaus Ähnlichkeit mit ihrer Sprache, das gefällt mir. Ebenso wie die Bilder, die Du entwirfst.
Eine Frage: meinst du wirklich "blasblau"? oder ist das ein Rechtschreibfehler?
Die Doppelung von "un" zu Ende Deines Gedichtes, finde ich nicht so schön. Und dann habe ich ein ganz großes Verständnisproblem: Warum sind die Wächekörbe beneidenswert? Weil sie so voll sind, voll von Gedanken der Mayröcker? Ich glaube, jetzt habe ich mir mit meinen Fragen gerade selbst eine Antwort gegeben, die mir durchaus gut gefällt. ;-)

Viele Grüße
Xanthi

Verfasst: 27.12.2011, 14:22
von pjesma
:-) danke, blas hat schon mal ein s bekommen! das rest lasse ich oben so stehen damit nicht unklar wirdwas du meinst

und hier :

sind zwischen den sternenbildern
die unerklärlich blassblauen
zahnlücken

ein unaussprechliches paradies
in beneidenswerten wäschekörben
der dichterin

kann (und muss!) "unerklärlich" ersetzt werden. ich vermute, mehr als -un stören da die zweiworte-worte...das muss ich noch überdenken...
stell dir vor, du bekämmest so ein korb geschenkt...so wie sie die notizen schreibt, gibts entweder kein weg oder unzählige wege es zusammenzusetzen. ein korb-eine lebensaufgabe...und es sind so viele!!!
danke :-)

Verfasst: 27.12.2011, 19:51
von Max
Lieber Pjesma,

ich glaube mit dieser Würdigung kana uch f.m. sehr gut leben.

gern gelesen
max

Verfasst: 28.12.2011, 03:47
von Gerda
Liee Pjesma,

auch ich finde dieses Gedicht gelungen. Deine Sprache will immer wieder neu entdeckt werden.
Ich habe es mehrfach lesen müssen, damit es sich mir erschließt, was kein Nachteil ist!
Wieder einmal fällt mir auf, dass ich von Mayröcker endlich auch einmal etwas bewusst lesen sollte ...
Danke an Xanthippe für den Hinweis.
Einzig eine kltzekleiner, aber gewöhnungsbedürftiger grammtischer Wehrmutstropfen ist mir das "geschmiegen", statt des "geschmiegt", aber vielleicht gewöhne ich mich daran und nach dem zehnten Lesen, klingt es dann, als ob es so sein müsste.

Liebe Grüße
Gerda