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Zu viel Dunkel
Verfasst: 17.12.2011, 11:12
von Zakkinen
Stammplatzinhaber
Liebe Dinge
Patinakrusten
Schöne Dinge
Requisiten für Stillleben
Verstellen das Laut-Leben
Verfasst: 17.12.2011, 11:39
von Eule
Hallo Henkki, mir gefällt er kurze, experimentelle Text. Die ersten vier Zeilen sind strukturell gegeneinander gesetzt, ungewöhnliche Wörter und einfache, choralhafte Antworten. Auch Stillleben/Laut-Leben umkreisen sich, ohne nur langweilig ode trivial zu sein. Aber die Blitzblicke bleiben dennoch, wie auch der (Arbeits-?) Titel des Themas (?) im Dunkel von Vergangenheit.
Viele Grüße !
Verfasst: 28.12.2011, 15:17
von Xanthippe
Mich begeistert das immer wieder, wenn man Zusammenhänge, Sinnfelder in Worten entdecken kann, die ganz offensichtlich darin stecken, auch wenn man sie ohne fremde Hilfe, niemals gefunden hätte. Schon allein deswegen mag ich den kurzen Text, weil er mich Stilleben als stilles Leben verstehen lässt.
Die Dinge, (und dazu gehören Erinnerungen, was sind Dinge anderes als manifestierte Erinnerungen?) verstellen uns den Blick auf das Er-Leben, das laute, helle Jetzt Leben, das scheint die Behauptung dieses Gedichts zu sein. Auch wenn ich dem nicht zustimmen möchte, mag ich dazu gebracht worden zu sein, darüber nachzudenken.
viele Grüße
Xanthi
Verfasst: 28.12.2011, 19:59
von Jelena
Ich höre in dieser Stammkneipe sehr viel Geräusch. Musik, Stimmgewirr, die Tür geht auf geht zu, einer ruft was, die Autos und der Bus lärmen von draußen. Es ist dort laut und doch still. Die Menschen haben Patina wie die Requisiten, die an Trödel erinnern und Gemütlichkeiten und Schönheiten suggerieren. Eigentlich sind die Menschen dort selbst Stillleben, wie sie da rumsitzen und das Alleinsein nicht fühlen möchten. Die Dinge um sie herum lieben sie aus Gewohnheit. Aber das wollen sie nicht wissen.
Verfasst: 28.12.2011, 21:48
von Zakkinen
Hallo,
freut mich immer, wenn Assoziationen sprudeln, die ich nicht hatte, die aber dann doch in den Zeilen stecken. Danke für die Anmerkungen.
Grüße
Henrik