Frühlingsgrab
Im Winter gabst du
dein Leben weg
ließest mich durch die Wüsten
leerer Gedanken wandern
und dieses Weiß, das
alles namenlos macht
legte sich über die Stunden.
Auf deinem winzigen Wiesenstück
wachsen nun Lieschgras
und Inkarnatklee.
Frühlingsgrab
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Niko
das weiß, das alles namenlos macht, finde ich toll, amanita. wie auch der rest (sich über die stunden legen) die letzte strofe allerdings verstehe ich nicht. die pflanzennamen lassen anscheinend mehr dahinter vermuten, als darin zu lesen ist. ich finde auch, dass dein gedicht gut ohne die dritte strofe auskommt.das namenlose weiß, dass sich über die stunden legt wäre mir ein wunderbarer abschluss.
liebe grüße: niko
liebe grüße: niko
Hallo Niko! Für mich wäre es ein pures Wehklagen, wenn der Text nach Stunden endete.
Es kommen - langsam - die Namen wieder und die Farben (Inkarnatklee ist tiefdunkelrot - muss man aber nicht unbedingt wissen). Und das Gras, das über die Trauer wächst ... es geht ja doch irgendwie weiter, die Gedanken bleiben nicht leer.
Das Ende muss allerdings nicht so bleiben, ich bin änderungswillig
Es kommen - langsam - die Namen wieder und die Farben (Inkarnatklee ist tiefdunkelrot - muss man aber nicht unbedingt wissen). Und das Gras, das über die Trauer wächst ... es geht ja doch irgendwie weiter, die Gedanken bleiben nicht leer.
Das Ende muss allerdings nicht so bleiben, ich bin änderungswillig

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Wolfgang
Hallo Amanita,
schön, wenn einer änderungswillig ist, aber ein alternatives Ende fällt mir nicht ein. Ich finde den Aufbau logisch. Strophe 1 beschreibt die Verzweiflung des lyr. Ich. Strophe 2 vertieft die Verzweiflung und bereitet gleichzeitig das Fazit vor, das dann in der 3. Strophe folgt. Somit kreist Dein Gedicht um Schmerz und Heilung. Ich wüsste nicht, was daran ändern.
Was Inkarnatklee ist, wusste ich auch nicht, aber, da von Gras die Rede war, hatte ich gleich das Gefühl, dass damit das Sprichwort "Gras über die Sache wachsen lassen" gemeint ist.
Viele Grüße
Wolfgang
schön, wenn einer änderungswillig ist, aber ein alternatives Ende fällt mir nicht ein. Ich finde den Aufbau logisch. Strophe 1 beschreibt die Verzweiflung des lyr. Ich. Strophe 2 vertieft die Verzweiflung und bereitet gleichzeitig das Fazit vor, das dann in der 3. Strophe folgt. Somit kreist Dein Gedicht um Schmerz und Heilung. Ich wüsste nicht, was daran ändern.
Was Inkarnatklee ist, wusste ich auch nicht, aber, da von Gras die Rede war, hatte ich gleich das Gefühl, dass damit das Sprichwort "Gras über die Sache wachsen lassen" gemeint ist.
Viele Grüße
Wolfgang
Hallo Wolfgang!
Vielen Dank, Du hast sehr schön die Gedankenstruktur dieses kurzen Gedichts beschrieben - was mich natürlich dazu bringt, es erstmal so zu lassen.
Spannend finde ich hier im Forum immer wieder, wie welche Akzente unterschiedlich gesetzt werden beim jeweiligen Lesen!
Vielen Dank, Du hast sehr schön die Gedankenstruktur dieses kurzen Gedichts beschrieben - was mich natürlich dazu bringt, es erstmal so zu lassen.
Spannend finde ich hier im Forum immer wieder, wie welche Akzente unterschiedlich gesetzt werden beim jeweiligen Lesen!
Liebe Amanita,
mir gefällt der Text, der anhand der äußeren "Beobachtungen" eine innere Wandlung beschreibt. Das Weiß,, das alles namenlos macht finde ich ganz stark.
Inkarnatklee: Ich musste an Inkarnation denken. Weißt Du, woher dieser Klee seinen Namen hat? Ich habe da nichts finden können.... Hat vielleicht mit der Farbe zu tun.
Liebe Grüße
leonie
mir gefällt der Text, der anhand der äußeren "Beobachtungen" eine innere Wandlung beschreibt. Das Weiß,, das alles namenlos macht finde ich ganz stark.
Inkarnatklee: Ich musste an Inkarnation denken. Weißt Du, woher dieser Klee seinen Namen hat? Ich habe da nichts finden können.... Hat vielleicht mit der Farbe zu tun.
Liebe Grüße
leonie
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