auch den raben auf deinem dach
lieben
von deinem dach
in die tiefe nacht
springen
den raben
lassen
meinen mond zu verschlucken
eine nebelige mirabelle
aus dem gemeinsamen himmel
zu verlieren
im allgegenwertigen dunkel
stürzst du
in unser nichts
in wessen mitte ich blinde kreiße ziehe
aus dem einzignochleuchtenden schnabel
mit der schwarzen feder
eine sternenschnuppe
auf die montagsdächer
zeichne
meinen eigenen raben
knochen für knochen
atem für atem
wiederbelebe
und weit vorbei
an deinem haus
lasse rufen
gleichgewicht
-
Niko
allgegenwertig - das ist klasse, pjesma! "blinde kreiße" - versteh ich nicht. und hoffe auf rechtschreibpatzer. hinter dieser zeile könnte für mich das gedicht gut enden. es wäre mir persönlich genug. kann dir gar nicht so recht sagen, warum. wahrscheinlich ist mir der rest zuviel
ich hab´s gern gelesen. mal eine andere art, den herbst zu verlyrisieren.
liebe grüße: niko
ich hab´s gern gelesen. mal eine andere art, den herbst zu verlyrisieren.
liebe grüße: niko
-
Gerda
Lieber Niko, wahrscheinlich "blinde kreise", aber das nur am Rande.
Liebe pjesma,
dieser Text klingt wie deine Texe zumeist, als wäre er so nebenbei ganz frisch von der Leber geschrieben worden.
Deine Gedanken purzeln, noch etwas wild und ungeordnet, es sind wirklich Bilder, die mir ein "neues" Sehen ermöglichen, was tatsächlich auch ihren Reiz ausmacht. Dennoch ein bisschen Glättung der Setzung könnte nicht schaden. ...
Zum Beispiel anfangs:
auch den raben
auf deinem dach lieben
von deinem dach
in die tiefe nacht springen
den raben lassen
- Absatz -
meinen mond zu verschlucken
eine nebelige mirabelle
aus dem gemeinsamen himmel
zu verlieren
oder gehört das "mond verschlucken" zu dem "lassen" aus der zeile voher?
Das klänge dann etwas ungelenk in meinen Ohren, die "neblige mirabelle" wiederum : Klasse.
ins allgegenwärtige dunkel
stürzst du in unser nichts
- Absatz -
in wessen mitte ich blinde kreise ziehe (falls kreise gemeint sind)
aus dem einzignochleuchtenden schnabel
mit der schwarzen feder
eine sternenschnuppe
auf die montagsdächer zeichne
meinen eigenen raben
knochen für knochen
atem für atem
wiederbelebe
und weit vorbei
an deinem haus
rufen lasse (gedreht)
Könntest du dir das vorstellen?
Liebe Grüße
Gerda
Liebe pjesma,
dieser Text klingt wie deine Texe zumeist, als wäre er so nebenbei ganz frisch von der Leber geschrieben worden.
Deine Gedanken purzeln, noch etwas wild und ungeordnet, es sind wirklich Bilder, die mir ein "neues" Sehen ermöglichen, was tatsächlich auch ihren Reiz ausmacht. Dennoch ein bisschen Glättung der Setzung könnte nicht schaden. ...

Zum Beispiel anfangs:
auch den raben
auf deinem dach lieben
von deinem dach
in die tiefe nacht springen
den raben lassen
- Absatz -
meinen mond zu verschlucken
eine nebelige mirabelle
aus dem gemeinsamen himmel
zu verlieren
oder gehört das "mond verschlucken" zu dem "lassen" aus der zeile voher?
Das klänge dann etwas ungelenk in meinen Ohren, die "neblige mirabelle" wiederum : Klasse.
ins allgegenwärtige dunkel
stürzst du in unser nichts
- Absatz -
in wessen mitte ich blinde kreise ziehe (falls kreise gemeint sind)
aus dem einzignochleuchtenden schnabel
mit der schwarzen feder
eine sternenschnuppe
auf die montagsdächer zeichne
meinen eigenen raben
knochen für knochen
atem für atem
wiederbelebe
und weit vorbei
an deinem haus
rufen lasse (gedreht)
Könntest du dir das vorstellen?
Liebe Grüße
Gerda
-
pjesma
ich danke euch herzlichst 
(für grundfehlerhaftes und auch für stillistische vorschläge!)
ja, ich kann es mir, mit ausnahme ersten absatzes so vorstellen, gerda...allerdings weiß ich dann (ohne absatz) nicht wie ich die von dir empfundene plumpigkeit da vermeiden könnte...? ich spüre da dann ein "lassen" zu viel...etwas unstimmigkeit, doch, schon. muss ich drüber schlafen ein paar mal.
dass es frisch geschrieben worden ist, hast du richtig erkannt...ich hätte es in tagebruch reingestellt ohne anspruch auf kommentare, aber ich war mir des gedichtes nicht ganz so sicher...man merkt wie ich ganz langsam in die gedanke "reintropfe", nachdenke---ob das wirklich so ist? wie am anfang behauptet (hab nähmlich ein chinesisches sprichwort als ausgangspunkt genommen "wenn du jemandem liebst, dann liebst du auch den raben von seinem dach" ...und wie ich dann ausufere und "westlich oppulent" und bitter werde als ich mir jemandem vorstelle und zu verdichten versuche der mir mit "seinen raben" zu lange weh getan hatte...gedicht ist erstmal so geworden wie es ist, und damit nicht so wie ich es wollte---(kurz, reduziert, "fernöstlich")...hat sich mir ein bisschen verselbständigt.gif)
letzte zeile war absicht so umgekehrt. so klingt mir besser...ist das absolut falsch so (grammatikalisch) oder nur unelegant?<ernsthafte frage!
lg , pjesma

(für grundfehlerhaftes und auch für stillistische vorschläge!)
ja, ich kann es mir, mit ausnahme ersten absatzes so vorstellen, gerda...allerdings weiß ich dann (ohne absatz) nicht wie ich die von dir empfundene plumpigkeit da vermeiden könnte...? ich spüre da dann ein "lassen" zu viel...etwas unstimmigkeit, doch, schon. muss ich drüber schlafen ein paar mal.
dass es frisch geschrieben worden ist, hast du richtig erkannt...ich hätte es in tagebruch reingestellt ohne anspruch auf kommentare, aber ich war mir des gedichtes nicht ganz so sicher...man merkt wie ich ganz langsam in die gedanke "reintropfe", nachdenke---ob das wirklich so ist? wie am anfang behauptet (hab nähmlich ein chinesisches sprichwort als ausgangspunkt genommen "wenn du jemandem liebst, dann liebst du auch den raben von seinem dach" ...und wie ich dann ausufere und "westlich oppulent" und bitter werde als ich mir jemandem vorstelle und zu verdichten versuche der mir mit "seinen raben" zu lange weh getan hatte...gedicht ist erstmal so geworden wie es ist, und damit nicht so wie ich es wollte---(kurz, reduziert, "fernöstlich")...hat sich mir ein bisschen verselbständigt
.gif)
letzte zeile war absicht so umgekehrt. so klingt mir besser...ist das absolut falsch so (grammatikalisch) oder nur unelegant?<ernsthafte frage!
lg , pjesma
Hallo Pjesma,
feiner Ausgangspunkt, das Sprichwort, und es wirkt, auch wenn man es nicht kennt. Ich schwanke bei deinem Gedicht aber noch ein wenig zwischen "oh wie schön" und "oh ich verstehe es nicht, ist das Absicht so?" :o)
Ich frage einfach mal:
den raben
meinen mond verschlucken lassen
eine neblige mirabelle
aus dem gemeinsamen himmel
verlieren
Für mich wäre es in diese Richtung "verständlicher" und schiene mir in sich stimmiger, aber vielleicht habe ich auch einiges übersehen, dann wirf es einfach in die Tonne. :o)
auch den raben auf deinem dach
lieben
von deinem dach
in die tiefe nacht
springen
und den raben
meinen mond verschlucken
lassen
eine neblige mirabelle
aus dem gemeinsamen himmel
in meinem dunkel
stürzt du
ich ziehe blind kreise
aus dem einzignochleuchtenden schnabel
mit einer schwarzen feder
eine sternenschnuppe
ich zeichne
auf die montagsdächer
meinen eigenen raben
knochen für knochen
atem für atem
und lasse ihn
weit vorbei
an deinem haus
rufen
Liebe Grüße
Flora
feiner Ausgangspunkt, das Sprichwort, und es wirkt, auch wenn man es nicht kennt. Ich schwanke bei deinem Gedicht aber noch ein wenig zwischen "oh wie schön" und "oh ich verstehe es nicht, ist das Absicht so?" :o)
Ich frage einfach mal:
Meint das:den raben
lassen
meinen mond zu verschlucken
eine nebelige mirabelle
aus dem gemeinsamen himmel
zu verlieren
den raben
meinen mond verschlucken lassen
eine neblige mirabelle
aus dem gemeinsamen himmel
verlieren
In der Mitte des Nichts? Und was sind blinde Kreise? Das ist mir zu "dick" aufgetragen.im allgegenwertigen dunkel
stürzst du
in unser nichts
in wessen mitte ich blinde kreiße ziehe
Ich dachte es ist dunkel @allgegenwärtig??aus dem einzignochleuchtenden schnabel
Einer bestimmten Feder?mit der schwarzen feder
Warum wiederbelebt? Er hat doch nicht ihren Raben, sondern den Mond verschluckt?meinen eigenen raben
knochen für knochen
atem für atem
wiederbelebe
schönes Ende. Das doppelte "lassen" gefällt mir gerade gut.und weit vorbei
an deinem haus
lasse rufen
Für mich wäre es in diese Richtung "verständlicher" und schiene mir in sich stimmiger, aber vielleicht habe ich auch einiges übersehen, dann wirf es einfach in die Tonne. :o)
auch den raben auf deinem dach
lieben
von deinem dach
in die tiefe nacht
springen
und den raben
meinen mond verschlucken
lassen
eine neblige mirabelle
aus dem gemeinsamen himmel
in meinem dunkel
stürzt du
ich ziehe blind kreise
aus dem einzignochleuchtenden schnabel
mit einer schwarzen feder
eine sternenschnuppe
ich zeichne
auf die montagsdächer
meinen eigenen raben
knochen für knochen
atem für atem
und lasse ihn
weit vorbei
an deinem haus
rufen
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
-
Gerda
Liebe psjema,
Flora hat deinen Text gut geglättet. Für mich ist er so rund, sehr gut zu lesen und zu verstehen. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.
Einen "Bruch" empfinde ich nicht.
Zur letzten Zeile: So wie du es da uneingebunden stehen hattest, klingt es "falsch".
Klar kann man bei lyrischen Texten Kniffe anwenden und ungewöhnlich Satzstellungen nehmen.
Aber das sollte immer sinnvoll in den Inhalt und das Sprachgefühl eingebunden sein, damit die Intention zu erlesen ist
Wie haben ja hier nur Buchstaben, Worte und das "WIE" sie zueinander stehen, um der Bedeutung auf die Spur zu kommen.
Siehe Floras Schluss.
Durch Umstellungen allein wird aus einem "normalen Satz" ja noch kein lyrischer Vers.
, aber das weißt du auch.
Liebe Grüße
Gerda
Flora hat deinen Text gut geglättet. Für mich ist er so rund, sehr gut zu lesen und zu verstehen. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.
Einen "Bruch" empfinde ich nicht.
Zur letzten Zeile: So wie du es da uneingebunden stehen hattest, klingt es "falsch".
Klar kann man bei lyrischen Texten Kniffe anwenden und ungewöhnlich Satzstellungen nehmen.
Aber das sollte immer sinnvoll in den Inhalt und das Sprachgefühl eingebunden sein, damit die Intention zu erlesen ist
Wie haben ja hier nur Buchstaben, Worte und das "WIE" sie zueinander stehen, um der Bedeutung auf die Spur zu kommen.
Siehe Floras Schluss.
Durch Umstellungen allein wird aus einem "normalen Satz" ja noch kein lyrischer Vers.
, aber das weißt du auch.Liebe Grüße
Gerda
-
pjesma
auch den raben
auf deinem dach
lieben
von deinem dach
in die tiefe nacht
springen
den raben lassen
meinen mond
zu verschlucken
eine nebelige mirabelle
aus dem gemeinsamen himmel
verlieren
im allgegenwärtigen dunkel
stürzst du
in unser nichts
in wessen mitte ich blind
die kreise ziehe
mit der schwarzen feder
eine sternenschnuppe
auf die montagsdächer
zeichne
meinen eigenen raben
knochen für knochen
atem für atem
wiederbelebe
und weit vorbei
an deinem haus
rufen lasse
so lasse ich es erstmal.
mein eigener rabe muss bleiben, flora...
, sinngemäß---man liebt die fehler den anderen, und eigene "besonderheiten" gibt er währendessen auf...weil sie fehl am platz sind in dieser konkreter beziehung...ich frage mich, auch nach dem gedicht und reichlichem überlegung, soll man wirklich auch den raben auf dem fremden dach lieben und eigenes "gefieder" sterben lassen...? ich bin dazu nicht mehr bereit...
danke euch für hilfe
lg
auf deinem dach
lieben
von deinem dach
in die tiefe nacht
springen
den raben lassen
meinen mond
zu verschlucken
eine nebelige mirabelle
aus dem gemeinsamen himmel
verlieren
im allgegenwärtigen dunkel
stürzst du
in unser nichts
in wessen mitte ich blind
die kreise ziehe
mit der schwarzen feder
eine sternenschnuppe
auf die montagsdächer
zeichne
meinen eigenen raben
knochen für knochen
atem für atem
wiederbelebe
und weit vorbei
an deinem haus
rufen lasse
so lasse ich es erstmal.
mein eigener rabe muss bleiben, flora...
, sinngemäß---man liebt die fehler den anderen, und eigene "besonderheiten" gibt er währendessen auf...weil sie fehl am platz sind in dieser konkreter beziehung...ich frage mich, auch nach dem gedicht und reichlichem überlegung, soll man wirklich auch den raben auf dem fremden dach lieben und eigenes "gefieder" sterben lassen...? ich bin dazu nicht mehr bereit...danke euch für hilfe

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