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abgelaufen
an deiner schulter
gerinnt mir der atem
perlen gesten ab
dir zu füßen
versickert
lustlos
was
war
.abgelaufen
-
Schmierfink
Hey poeta,
mit gefällt wie Inhalt und Form irgendwie koherent sind, bzw. in einander greifen. Es entstehen sinnvolle Pausen im Lesefluss, auch die kuerzen Verse, die oft sehr bedeutungsschwanger rüberkommen, finde ich passen hier.
Besonders ist mir der fast schon anachronistisch anmutende Ausdruck, Perlen gesten ab, aufgefallen, der mir aus meinem Sprachgebruach garnicht mehr bekannt war, allerdings positiv. Als sehr spannend empfinde ich dabei den Kontrast der beiden "längeren" mittleren Strophen, wo in der erste etwas verzauberdnes, spannendes geschieht, steht dem glich resignative Lustlosigkeit gegenüber. So als verblasste das, wan an der Beziehung besonders war, es sit eben "abgelaufen" und das in zweifacher Konotation, zeitlich, wie dann metaphorisch im Gedicht an ihr/ihm herunter. Das nicht greifbare, der Atem ist dabei zu profaner Flüssigkeit geworden, die einfach vortfliest. Durchaus gerne gelesen.
lg
Schmierfink
mit gefällt wie Inhalt und Form irgendwie koherent sind, bzw. in einander greifen. Es entstehen sinnvolle Pausen im Lesefluss, auch die kuerzen Verse, die oft sehr bedeutungsschwanger rüberkommen, finde ich passen hier.
Besonders ist mir der fast schon anachronistisch anmutende Ausdruck, Perlen gesten ab, aufgefallen, der mir aus meinem Sprachgebruach garnicht mehr bekannt war, allerdings positiv. Als sehr spannend empfinde ich dabei den Kontrast der beiden "längeren" mittleren Strophen, wo in der erste etwas verzauberdnes, spannendes geschieht, steht dem glich resignative Lustlosigkeit gegenüber. So als verblasste das, wan an der Beziehung besonders war, es sit eben "abgelaufen" und das in zweifacher Konotation, zeitlich, wie dann metaphorisch im Gedicht an ihr/ihm herunter. Das nicht greifbare, der Atem ist dabei zu profaner Flüssigkeit geworden, die einfach vortfliest. Durchaus gerne gelesen.
lg
Schmierfink
Hallo Poeta,
ich empfinde hier die Form auch als gelungene zusätzliche Ebene, man erfährt das Gedicht nochmal auf andere Weise.
Was ich weniger stimmig finde ist der Stolperbruch und neue Ansatz innerhalb des Gedichtes nach Zeile drei, der sich dem Gefühl des "ablaufens/abperlens" in den Weg stellt.
Für mich wäre es flüssiger, wenn du umstellst.
gerinnt mir der atem
gesten perlen ab
Liebe Grüße
Flora
ich empfinde hier die Form auch als gelungene zusätzliche Ebene, man erfährt das Gedicht nochmal auf andere Weise.
Was ich weniger stimmig finde ist der Stolperbruch und neue Ansatz innerhalb des Gedichtes nach Zeile drei, der sich dem Gefühl des "ablaufens/abperlens" in den Weg stellt.
Für mich wäre es flüssiger, wenn du umstellst.
gerinnt mir der atem
gesten perlen ab
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
-
poeta
hallo flora,
ich fürchte, ich verstehe nicht ganz, was du als stolperbruch empfindest, für mich läufts eigentlich glatt durch. wenn ichs mal als fließtext mit satzzeichen aufschreibe:
abgelaufen
"An deiner Schulter gerinnt mir der Atem, perlen Gesten ab. Dir zu Füßen versickert lustlos, was war."
ich könne auch
"An deiner Schulter gerinnt mir der Atem und perlen Gesten ab"
schreiben. wäre das dann "stolperbruchbereinigt"?
ich emfinde es so, dass das vorziehen des subjekts den bruch vergrößert, weil dann "an deiner schulter" abgekoppelt wird. lieg ich da falsch ? ? ?
danke und liebe grüße, poeta
ich fürchte, ich verstehe nicht ganz, was du als stolperbruch empfindest, für mich läufts eigentlich glatt durch. wenn ichs mal als fließtext mit satzzeichen aufschreibe:
abgelaufen
"An deiner Schulter gerinnt mir der Atem, perlen Gesten ab. Dir zu Füßen versickert lustlos, was war."
ich könne auch
"An deiner Schulter gerinnt mir der Atem und perlen Gesten ab"
schreiben. wäre das dann "stolperbruchbereinigt"?
ich emfinde es so, dass das vorziehen des subjekts den bruch vergrößert, weil dann "an deiner schulter" abgekoppelt wird. lieg ich da falsch ? ? ?
danke und liebe grüße, poeta
Hallo Poeta,
nein, das "und" würde es für mich noch holpriger machen. Wahrscheinlich liegt es neben dem Klanglichen und der Unsicherheit, ob "perlen" nun ein Verb ist oder ein Substantiv, als was ich es zuerst las, auch am Rückbezug zu den Schultern, als würde der Tropfen noch mal rückwärts gesaugt. :o) Ist das irgendwie nachvollziehbar?
Wenn du umstellen würdest, könnte ich völlig ohne Punkt und Komma in einem Fluss lesen und dann die Bezüge unterschiedlich herstellen.
abgelaufen an deiner schulter gerinnt mir der atem gesten perlen ab dir zu füßen versickert lustlos was war
besonders schön und interessant fänd ich die so entstehenden Zwischen-Leseweisen: abgelaufen an deiner schuler, gerinnt mir der atem gesten und gesten perlen ab dir zu füßen
Liebe Grüße
Flora
nein, das "und" würde es für mich noch holpriger machen. Wahrscheinlich liegt es neben dem Klanglichen und der Unsicherheit, ob "perlen" nun ein Verb ist oder ein Substantiv, als was ich es zuerst las, auch am Rückbezug zu den Schultern, als würde der Tropfen noch mal rückwärts gesaugt. :o) Ist das irgendwie nachvollziehbar?
Wenn du umstellen würdest, könnte ich völlig ohne Punkt und Komma in einem Fluss lesen und dann die Bezüge unterschiedlich herstellen.
abgelaufen an deiner schulter gerinnt mir der atem gesten perlen ab dir zu füßen versickert lustlos was war
besonders schön und interessant fänd ich die so entstehenden Zwischen-Leseweisen: abgelaufen an deiner schuler, gerinnt mir der atem gesten und gesten perlen ab dir zu füßen
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
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poeta
O ja, jetzt hab ich, glaub ich, verstanden, worauf du hinaus willst, Flora,
du möchtest die "gesten" als apokoinu einmal dem atem zugesellen (atem-gesten, ev. sogar atem-gesten-perlen ???) und dann als neues subjekt mit dem prädikat perlen versehen, den titel "abgelaufen" wieder einmal als eigenständigen titel, dann in den text hineingezogen, ebenso "gesten perlen ab dir zu füßen" und "zu deinen füßen versickert". war doch so gemeint, oder?
für mich funktioniert das hier aber nicht wirklich, denn dann müsste es doch
"abgelaufen
(abgelaufen) an deiner schulter
gerinnen des atems gesten"
oder
"gerinnen atemgesten(perlen)"
heißen, oder nicht?
für mich bedeutet "abgelaufen" auch nicht unbedingt, dass es in einem rutsch passieren muss, da kanns doch durchaus sein, dass sich die flüssigkeit an gewissen punkten sammelt, um dann mit geballter kraft weiterzufließen...
auf eine beziehung übertragen möchte ichs auch gern in drei (benannten) schritten ablaufen lassen: gerinnen, perlen, versickern. insofern ists für mich schon stimmig, so wies da steht.
deine idee finde ich aber auch grundsätzlich gut und es hat mir spaß gemacht, den text daraufhin durchzuchecken, auch wenn ich diesmal nicht darauf zurückgreifen werde. vielen dank für die anregung.
liebe grüße, poeta
du möchtest die "gesten" als apokoinu einmal dem atem zugesellen (atem-gesten, ev. sogar atem-gesten-perlen ???) und dann als neues subjekt mit dem prädikat perlen versehen, den titel "abgelaufen" wieder einmal als eigenständigen titel, dann in den text hineingezogen, ebenso "gesten perlen ab dir zu füßen" und "zu deinen füßen versickert". war doch so gemeint, oder?
für mich funktioniert das hier aber nicht wirklich, denn dann müsste es doch
"abgelaufen
(abgelaufen) an deiner schulter
gerinnen des atems gesten"
oder
"gerinnen atemgesten(perlen)"
heißen, oder nicht?
für mich bedeutet "abgelaufen" auch nicht unbedingt, dass es in einem rutsch passieren muss, da kanns doch durchaus sein, dass sich die flüssigkeit an gewissen punkten sammelt, um dann mit geballter kraft weiterzufließen...
auf eine beziehung übertragen möchte ichs auch gern in drei (benannten) schritten ablaufen lassen: gerinnen, perlen, versickern. insofern ists für mich schon stimmig, so wies da steht.
deine idee finde ich aber auch grundsätzlich gut und es hat mir spaß gemacht, den text daraufhin durchzuchecken, auch wenn ich diesmal nicht darauf zurückgreifen werde. vielen dank für die anregung.
liebe grüße, poeta
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