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Traum vom Pornostar
Verfasst: 30.08.2011, 18:14
von Louisa
Wenn ich nicht grad liebe, dann träum ich vor mich hin.
Mein Gedächtnis ist schon längst Tatar,
ich weiß nicht wer ich war, nur was ich bin.
Vielleicht bin ich ein Star -
Oder sogar eine Ratte auf einer Yacht vor Cannes.
Wenn Sie etwas wissen möchten, dahinten steht mein Mann.
Er ist ein reiches Exemplar - Mein Zar,
tanz für mich Polka auf dem Petersdom!
Was ich brauche ist nur eine kleine Sensation.
Und verhüll die Bettler mir mit Burkas, reich mir
rosa Accessoires und einen Jaguar,
er kann die fetten Wälzer fressen, alles klar?
Wenn ich nicht grad liebe, dann träum ich vor mich hin.
Mein Gedächtnis ist schon längst Tatar,
ich weiß nicht wer ich war, nur was ich bin.
Vielleicht bin ich ein Star -
Verfasst: 31.08.2011, 01:45
von AkustischeSchärfe
;)
Verfasst: 01.09.2011, 12:22
von Louisa
En chanté!
Verfasst: 01.09.2011, 22:45
von Eule
Hallo luisa, mir gefallen die fluffig-leicht wirkenden Zeilen, die mir so gar nicht wirklichkeitsfern vorkommen ! Die Strophenwiederholung als eine Art Refrain finde ich ebenfalls sehr gelungen. Viele Grüße !
Verfasst: 02.09.2011, 22:19
von Max
Liebe Louisa,
die Zeilen scheinen wie so oft ganz leicht und doch steckt vermnutlich einieg Arbeit darin und das finde ich eine Kunst. Der Tonfall reiht sich leicht in eine ganze Reihe deiner Gedichte ein.
Manchmal schimmert durch diese auch eine Schwere, die du oft mit solchen Zeilen ver- bzw.überspielst. Über und von diese(r) Schwere wüsste ich manchmal mehr.
Liebe Grüße
max
Verfasst: 03.09.2011, 16:18
von Louisa
Danke an Eule und an Max!
Max, ein interessantes Kommentar! Hey, Kommentar reimt sich auch auf Tatar

! Zuerst wollte ich noch viel mehr Wörter einbauen, die sich auf Tatar reimen, weil ich finde das diese Endsilbe selten gereimt wird.
Tatar, bizarr, sogar, Kommentar, rar, wahr, Zar, Haar, gar, sonderbar.... wunderbar!
- Aber dann habe ich es doch so gelassen
Schwere, Schwere - Ja, darüber könnte man schreiben, aber Gedichte sind so kurz und ich möchte, dass sie jemanden glücklich machen und unterhalten. Ich möchte nicht so viel jammern. Ich mag selbst auch keine Jammer-Gedichte lesen. Ich mag schöne Bilder über die Liebe, das Leben und den Tod - die einem Mut machen oder in eine andere Welt entführen, angenehm klingen und leicht sind.
Aber mal schauen

Schönes Wochenende!
l
PS: und habt ihr gesehen: Jaguar - Tatar

? Das macht mich auch sehr glücklich

Verfasst: 05.09.2011, 21:36
von Thomas Milser
Herzallerliebste Frau Bellini,
ich beobachte nun Ihre Textveröffentlichungen seit geraumer Weile, ohne mich freilich zu Wort zu melden, und das einzige Adjektiv, was mir gefällig erscheint zu diesem Niederscriptum , ist "infantil".
Ich kann nicht ganz verstehen, woher diese juvenile und meines Erachtens vorgegaugelte oder selbsteingeredete Naivität stammt, die ja de facto gar nicht (mehr) vorhanden ist. Gnädigste scheinen mir in Stagnation und Reflexion begriffen ...
Die "Frische" und "Unbefangenheit" scheint mir nur im Auge des ungeübten bzw. nichteingeweihten Betrachters existent ... ich sehe hier im Unvermögen zu schreiben (der Text ist fürchterlich!) Stillstand und Selbstzweifel (endlich!) ...
Ein ideales Standbild zum Neuanfang ...
Ihrst,
Tom.
Verfasst: 06.09.2011, 22:09
von Max
Hi Tom,
ich kann verstehen, was du mit der Kritik sagen möchtest und dir auch teilweise folgen (wobei mir nun nicht so klar ist, warum dann diese spezielle Gedicht Dich derart in Wallung bringt).
Was mich an Deinem Kommentar eher stört, ist der Gestus des großen Kritikers, den Du dabei einnimmst und der einfach sehr selbstgefällig daherkommt. Dass der Text 'infantil' und 'fürchterlich' ist, sagt, ohne dass du darauf Bezug nimmst, an welchen Stellen du das festmachst, wenig aus und hilft auch weder Autor noch Leser viel weiter.
Liebe Grüße
Max
Verfasst: 06.09.2011, 22:48
von Thomas Milser
Och, weißt du, diese Textstellendiskussionen sind ja eh nicht so mein Ding ... mich interessiert das Ganze hinter dem Text, und ich versuche, diesen Eindruck kundzutun. Auch das mag womöglich für den Autor hilfreich sein, zumal, wenn man sich persönlich kennt; manchmal weckt Provokation auch entschlummertes Potential. Die Autorin möge das vielleicht selbst entscheiden. Ob das übliche "Ich-würde-das-aber-so-und-so-Schreiben" nun weniger selbstgefällig ist, mag ich nicht beurteilen.
"In Wallung" gerate ich jedenfalls eher nicht mehr so ... im Gegenteil ...
Tom
Verfasst: 06.09.2011, 23:02
von Louisa
Schade

...
Mir gefällts

...
Verfasst: 06.09.2011, 23:02
von Louisa
PS: Meine Mutter war noch mit 52 ein kleines Kind - und das war wunderbar!