zuckerberg
rothaarig mein milchgesicht
ich dominier und liquidier
nehm dir den letzten biss
unduldsam ich dirigier
an meiner fratze
klebt nationengold
ICH der ZUCKERBERG der ZWEIDEUTIGKEIT
lauft ruhig alle schwanger
glaubt nicht an schwarze milch
herr sievert ist ein lügner
© Moonlight 2011
zuckerberg
Hallo moonlight,
seit der "Todesfuge" von Celan ist der Ausdruck "schwarze Milch" unmittelbar mit dem Holocaust verbunden.
Du schreibst hier jedoch nicht vom Holocaust, sondern warnst, aus der Sicht des Atomkraftwerks selbst, mit einem für meine Begriffe sehr starken Zeigefinger, davor, Kinder zu bekommen, die von radioaktiv verstrahlten Müttern geboren, entstellt sind.
Puh, wieder ein sehr heftiger Text von dir. Ich weiß nicht, ob man in zwei Zeilen (die beiden Schlusszeilen) Holocaust und Verstrahlung so verbinden kann. Ich bin da sehr zwiegespalten.
Ich nehme an, dass du diese Mahnung ganz bewusst so geschrieben hast, in der blanker Zynismus aus der letzten Strophe schreit.
Wenn du mit diesem Text eine Art innere Aufruhr erzeugen möchtest, ist dir das auf jeden Fall gelungen.
Saludos
Gabriella
Nachtrag:
Da es aus der Sicht des Atomkraftwerks geschrieben ist, ist der Passus
unlogisch für mich.
Ich würde hier konsequent beim Thema Verstrahlung bleiben und dann am Schluss schreiben:
lauft ruhig alle
schwanger glaubt
nicht an herrn sievert
seit der "Todesfuge" von Celan ist der Ausdruck "schwarze Milch" unmittelbar mit dem Holocaust verbunden.
Du schreibst hier jedoch nicht vom Holocaust, sondern warnst, aus der Sicht des Atomkraftwerks selbst, mit einem für meine Begriffe sehr starken Zeigefinger, davor, Kinder zu bekommen, die von radioaktiv verstrahlten Müttern geboren, entstellt sind.
Puh, wieder ein sehr heftiger Text von dir. Ich weiß nicht, ob man in zwei Zeilen (die beiden Schlusszeilen) Holocaust und Verstrahlung so verbinden kann. Ich bin da sehr zwiegespalten.
Ich nehme an, dass du diese Mahnung ganz bewusst so geschrieben hast, in der blanker Zynismus aus der letzten Strophe schreit.
Wenn du mit diesem Text eine Art innere Aufruhr erzeugen möchtest, ist dir das auf jeden Fall gelungen.
Saludos
Gabriella
Nachtrag:
Da es aus der Sicht des Atomkraftwerks geschrieben ist, ist der Passus
moonlight hat geschrieben:glaubt
nicht an schwarze milch
unlogisch für mich.
Ich würde hier konsequent beim Thema Verstrahlung bleiben und dann am Schluss schreiben:
lauft ruhig alle
schwanger glaubt
nicht an herrn sievert
-
Gerda
Nur mal kurz eingeworfen, bei Celan ist es die "...Schwarze Milch der Frühe ..."
http://lyrikline.org/index.php?id=162&L ... 3e8993ce62
Irgenwo habe ich gelesen, dass der Regen nach einem Reaktorunfall schwarz ist ???
Hier ein Link
http://www.fr-online.de/panorama/spezia ... index.html
Ein anderer nimmt Bezug auf Hiroshima und Nagasaki
http://www.atomwaffena-z.info/atomwaffe ... index.html
Liebe Grüße
Gerda
http://lyrikline.org/index.php?id=162&L ... 3e8993ce62
Irgenwo habe ich gelesen, dass der Regen nach einem Reaktorunfall schwarz ist ???
Hier ein Link
http://www.fr-online.de/panorama/spezia ... index.html
Ein anderer nimmt Bezug auf Hiroshima und Nagasaki
http://www.atomwaffena-z.info/atomwaffe ... index.html
Liebe Grüße
Gerda
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Oldy
Ich finde, es ist ein starker Text, intensiv und prägnant in der Sprache.
Gabriellas Zeigefinger sehe ich hier nicht, eher eine mahnende Stimme, die zwischen den Zeilen lebt.
Einzig die "schwarze Milch" halte ich in diesem Kontext für falsch, da diese, wie hier schon richtig bemerkt, untrennbar mit Celan und seinem Holocaustbild verknüpft ist. Sicherlich kann man bekannte Wendungen auf seine eigenen Werke adaptieren, doch hier versuche ich unweigerlich eine Verbinung zum Holocaust zu finden, die nach meinem Dafürhalten hier nicht umgedeutet werden sollte.
Auch ohne diesen Passus mit einem umgeschriebenen letzten Vers verliert das Werk für mich nichts von seiner Inensität.
lg
Uwe
Gabriellas Zeigefinger sehe ich hier nicht, eher eine mahnende Stimme, die zwischen den Zeilen lebt.
Einzig die "schwarze Milch" halte ich in diesem Kontext für falsch, da diese, wie hier schon richtig bemerkt, untrennbar mit Celan und seinem Holocaustbild verknüpft ist. Sicherlich kann man bekannte Wendungen auf seine eigenen Werke adaptieren, doch hier versuche ich unweigerlich eine Verbinung zum Holocaust zu finden, die nach meinem Dafürhalten hier nicht umgedeutet werden sollte.
Auch ohne diesen Passus mit einem umgeschriebenen letzten Vers verliert das Werk für mich nichts von seiner Inensität.
lg
Uwe
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moonlight
Liebe Gabriella,
Danke für die Gedanken die du dir gemacht hast.
Nicht nur Paul Celan hat schwarze Milch als Metapher benutzt.
"Ins Leben" von Rose Scherzer-Ausländer
"Nur aus der Trauer Mutterinnigkeit
strömt mir das Vollmäß des Erlebens ein.
Sie spiest mich eine lange, trübe Zeit
mit schwarzer Milch und schwerem Wermutwein."
Nur ein Beispiel es gibt mehr…….
Liebe Grüße
Moonlight
Danke für die Gedanken die du dir gemacht hast.
Nicht nur Paul Celan hat schwarze Milch als Metapher benutzt.
"Ins Leben" von Rose Scherzer-Ausländer
"Nur aus der Trauer Mutterinnigkeit
strömt mir das Vollmäß des Erlebens ein.
Sie spiest mich eine lange, trübe Zeit
mit schwarzer Milch und schwerem Wermutwein."
Nur ein Beispiel es gibt mehr…….
Liebe Grüße
Moonlight
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