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es gab zeiten

Verfasst: 15.07.2011, 09:01
von Niko



es gab zeiten

da lief ich noch
als ich stehen geblieben war
heute drehe ich
einfach den erfahrungen
den hahn zu
das hält mich
auf trab




.

Verfasst: 16.08.2011, 22:48
von Mucki
Hi Niko,

den letzten Teil finde ich widersprüchig. Wenn man den Erfahrungen den Hahn zudreht, geschieht doch eigentlich das Gegenteil. Es hält einen nicht auf Trab, es hindert einen daran, aus den Erfahrungen zu lernen, seine Schlüsse zu ziehen und somit weiterzukommen, aus anderer/neuer Sicht zu denken in der Zukunft, hm?

Saludos
Gabriella

Verfasst: 16.08.2011, 22:52
von Niko
manchmal sind es aber gerade die erfahrungen, gabriella, die einen hindern, etwas zu wagen. weil im kopf jemand dir sagt: "tu das nicht! du weißt, was passieren kann!" könnte man einfach die erfahrungen ignorieren, dann würde man mehr wagen. wie ein kind, das keine erfahrungen hat, sich an alles heranwagt.

liebe grüße: niko

Verfasst: 16.08.2011, 22:59
von Mucki
Hi Niko,

ja, das stimmt schon. Kinder sind da ganz unbeschwert, im wahrsten Sinne des Wortes.
Dieses sich "heranwagen", weil man unbeschwert ist, würde ich dann auch so in Worte fassen, anstelle des "das hält mich auf trab".
Mal als Idee, etwas in dieser Richtung vielleicht?

es gab zeiten
da lief ich noch
als ich stehen geblieben war
heute drehe ich
einfach den erfahrungen
den hahn zu
und öffne meinen mut


"öffne", um dem "drehe" ein Pendant entgegenzusetzen. Was meinst du?

Saludos
Gabriella

Verfasst: 17.08.2011, 06:10
von Niko
...und was mach ich mit dem pendant "auf trab sein" zu "stehen bleiben"?

liebe grüße: niko

Verfasst: 17.08.2011, 12:50
von Mucki
vielleicht:

und gehe mutig weiter

Dann hättest du beides drin, die Bewegung und auch den Mut.

Saludos
Gabriella

Verfasst: 17.08.2011, 14:18
von Max
Lieber Niko,

ich hänge etwas an den "erfahrungen" , die die bildhafte Ebene verlassen und den Text auf mich sehr analytisch wirken lassen.

Liebe Grüße
Max

Verfasst: 17.08.2011, 14:36
von Klara
Hallo Niko,
gefällt mir, aber mit den "erfahrungen" geht es mir ähnlich wie Max.
Vielleicht gelingt es, im Wortbild zu bleiben (laufen, stehen, gehen...)


:

es gab zeiten
da lief ich noch
als ich stehen geblieben war
heute drehe ich
allem, das vorausging
den rücken

das hält mich
auf trab

Man könnte auch spielen mit "dem, was gelaufen", "das ist gelaufen", aber dann würde es wohl zu spitzfindig.
herzlich
klara