unser blau
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RäuberKneißl
Hallo,
mein erster Eindruck ist: das ist die Materialsammlung für ein entstehendes - vielversprechendes - Gedicht. Großer Reichtum, überbordend, an Metaphern, die aber noch nicht ihren Platz im Kontext erobert haben. Der Konflikt, als das von mir vermutete Kristallisationsthema, wird momentan von ihnen überspült.
Grüße
Franz
mein erster Eindruck ist: das ist die Materialsammlung für ein entstehendes - vielversprechendes - Gedicht. Großer Reichtum, überbordend, an Metaphern, die aber noch nicht ihren Platz im Kontext erobert haben. Der Konflikt, als das von mir vermutete Kristallisationsthema, wird momentan von ihnen überspült.
Grüße
Franz
Hallo Pjesma,
bin gerade etwas zeitknapp, entschuldige also, dass ich erst einmal nur ganz kurz etwas einwerfe, weil ich überrascht bin. :)
Ich hatte das Gedicht nicht als Tirade/ Monolog gelesen, sondern als Dialog/Streit in dem beide Seiten zu Wort kommen mit ihren wechselseitigen "Zuweisungen" und einer Hineinsteigerung, einem gegenseitigen Übertrumpfenwollen.
Den letzten Satz habe ich einer dritten Person (Beobachter/Erzähler/Moderator) zugeordnet und er erscheint mir so gelesen sehr "pädagogisch suggestiv" und zeigefingermäßig unangenehm sich an den Leser wendend.
Ich hoffe, ich komme bald zu mehr, denn die Bilderfülle und phantasievollen Eigenheiten des Textes gefallen mir gut.
Liebe Grüße
Flora
bin gerade etwas zeitknapp, entschuldige also, dass ich erst einmal nur ganz kurz etwas einwerfe, weil ich überrascht bin. :)
Ich hatte das Gedicht nicht als Tirade/ Monolog gelesen, sondern als Dialog/Streit in dem beide Seiten zu Wort kommen mit ihren wechselseitigen "Zuweisungen" und einer Hineinsteigerung, einem gegenseitigen Übertrumpfenwollen.
Den letzten Satz habe ich einer dritten Person (Beobachter/Erzähler/Moderator) zugeordnet und er erscheint mir so gelesen sehr "pädagogisch suggestiv" und zeigefingermäßig unangenehm sich an den Leser wendend.
Ich hoffe, ich komme bald zu mehr, denn die Bilderfülle und phantasievollen Eigenheiten des Textes gefallen mir gut.
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
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pjesma
ufuf, dann hab ich schon verfehlt, wenn das nicht als eine art monolog ersichtlich ist...das sollte schon nur eine einzige stimme sein,(auch der letzer satz), die schimpft, vergleicht und belehrt...ich dachte es würde klar wenn ich "sprach einer" einwerfe, weil es kam mir blöd vor, ein ganzes gedicht als "zitat" zu schreiben, und auch wollte und konnte ich mich als schreibender partout NICHT! in diese belehrende rolle schreiben...dann lieber beschimftes lyrisches ich in offside
))
mal sehen, muss ich dann noch dran tüfteln.
danke für die kritik:-)
lg,
pj
))mal sehen, muss ich dann noch dran tüfteln.
danke für die kritik:-)
lg,
pj
Hallo Pjesma,
ich habe mir den Text jetzt nochmal genau angeschaut und versucht herauszufiltern, woran es liegt, dass ich ihn ganz anders gelesen habe, als es von dir intendiert war.
Ich denke es liegt hauptsächlich daran, dass ich nicht alles einem Sprecher, einem Blau zuordnen kann, das eine sind die Wassergedanken, das andere die Pflanzenvergleiche und ich höre da unterschiedliche Stimmen, Wahrnehmungen und sehe dadurch auch unterschiedliche Menschen. (Wobei ich einen "See" sehe, in den die Muscheln und Medusen schlecht passen, weil dann plötzlich das Meer auftaucht. :) ) Für mich wäre es wichtig, dass die phantasievollen Vergleiche am Ende nicht nur lose und vereinzelt in der Luft hängen, sondern sich zu einem stimmigen Bild zusammenfügen. Für deine Intention, wenn ich sie richtig verstanden habe, wäre das denke ich auch eine gute Möglichkeit etwas aufzuzeigen, wenn das Naturbild wirklich entsteht und man am Ende als Leser eine gemeinsame Landschaft sehen würde?
Wahrscheinlich ist es auch so, dass mir eine solche Sprache nur dann glaubwürdig erscheint, wenn der/die Sprecher dieses Bild selbst vor Augen hat, es sozusagen im Laufe der "Beziehung" gewachsen ist.
Für eine "mündliche" Tirade, ein sich Hineinsteigern fehlt mir denke ich auch etwas mehr "umgangssprachlich" Eingeworfenes.
Das "unmotiviert" habe ich auch der Zeile darüber zugeordnet (sprach einer unmotiviert), was dann denke ich nicht zu deiner Intention passt. Die zweite Zeile sticht für mich sprachlich heraus und scheint mir zu "schriftlich", was dann zusammen gleich hier am Anfang eine andere Richtung vorgibt.
Irritierend finde ich, auch wenn man sich bei einer Tirade natürlich widersprechen kann, dass die Perle einmal mit weiß (perl-mutet) und dann wieder mit blau in Verbindung gebracht wird.
Den Erzähler ("sprach einer" würde ich auf jeden Fall ersetzten, wenn du den letzten Satz erhalten willst.) Vielleicht könntest du auch mit einer klareren Strukturierung, arbeiten, einzelnes benennen ... schwierig.
Ich weiß nicht, ob du damit etwas anfangen kannst, mir fällt es immer am leichtesten, wenn ich mit dem Text direkt arbeite, um meine Knackpunkte und Stolpersteine aufzuspüren und für den Autor sichtbar zu machen. Natürlich nicht als konkreten Vorschlag, sondern nur um zu zeigen und eine Reibungsfläche zu bieten, wenn du das nicht möchtest, lösche ich es natürlich wieder. Die kursiven Stellen sind die, bei denen ich das LIch höre.
Liebe Grüße
Flora
ich habe mir den Text jetzt nochmal genau angeschaut und versucht herauszufiltern, woran es liegt, dass ich ihn ganz anders gelesen habe, als es von dir intendiert war.
Ich denke es liegt hauptsächlich daran, dass ich nicht alles einem Sprecher, einem Blau zuordnen kann, das eine sind die Wassergedanken, das andere die Pflanzenvergleiche und ich höre da unterschiedliche Stimmen, Wahrnehmungen und sehe dadurch auch unterschiedliche Menschen. (Wobei ich einen "See" sehe, in den die Muscheln und Medusen schlecht passen, weil dann plötzlich das Meer auftaucht. :) ) Für mich wäre es wichtig, dass die phantasievollen Vergleiche am Ende nicht nur lose und vereinzelt in der Luft hängen, sondern sich zu einem stimmigen Bild zusammenfügen. Für deine Intention, wenn ich sie richtig verstanden habe, wäre das denke ich auch eine gute Möglichkeit etwas aufzuzeigen, wenn das Naturbild wirklich entsteht und man am Ende als Leser eine gemeinsame Landschaft sehen würde?
Wahrscheinlich ist es auch so, dass mir eine solche Sprache nur dann glaubwürdig erscheint, wenn der/die Sprecher dieses Bild selbst vor Augen hat, es sozusagen im Laufe der "Beziehung" gewachsen ist.
Für eine "mündliche" Tirade, ein sich Hineinsteigern fehlt mir denke ich auch etwas mehr "umgangssprachlich" Eingeworfenes.
unmotiviert, deine schwangeren wolken,
störend und selbstgefällig ihre goldenen ränder
Das "unmotiviert" habe ich auch der Zeile darüber zugeordnet (sprach einer unmotiviert), was dann denke ich nicht zu deiner Intention passt. Die zweite Zeile sticht für mich sprachlich heraus und scheint mir zu "schriftlich", was dann zusammen gleich hier am Anfang eine andere Richtung vorgibt.
Irritierend finde ich, auch wenn man sich bei einer Tirade natürlich widersprechen kann, dass die Perle einmal mit weiß (perl-mutet) und dann wieder mit blau in Verbindung gebracht wird.
Den Erzähler ("sprach einer" würde ich auf jeden Fall ersetzten, wenn du den letzten Satz erhalten willst.) Vielleicht könntest du auch mit einer klareren Strukturierung, arbeiten, einzelnes benennen ... schwierig.
Ich weiß nicht, ob du damit etwas anfangen kannst, mir fällt es immer am leichtesten, wenn ich mit dem Text direkt arbeite, um meine Knackpunkte und Stolpersteine aufzuspüren und für den Autor sichtbar zu machen. Natürlich nicht als konkreten Vorschlag, sondern nur um zu zeigen und eine Reibungsfläche zu bieten, wenn du das nicht möchtest, lösche ich es natürlich wieder. Die kursiven Stellen sind die, bei denen ich das LIch höre.
► Text zeigen
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
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Sam
Ich denke schon, dass man das sehr gut als Monolog erkennen kann. Das LI distanziert sich schon ganz am Anfang durch "sprach einer". Und die vielen Bilder, die man nur schwerlich auf einen Nenner bringen kann, zeigen, dass dieser "Einer" der da mit dem Blau des LI abrechnet, seine Ablehnung eigentlich überhaupt nicht begründen kann. Am Ende steht nur die Feststellung: dein Blau ist nicht meines. Und die gegensätzlichen Blau haben sich eigentlich nichts zu sagen. Der Titel mutet da fast wie eine Verhöhnung an. Ein "unser Blau" gibt es nämlich gar nicht. Jeder Mensch hat sein eigenes blau.
Gruß
sam
Gruß
sam
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pjesma
danke flora, gabriella, sam 
natürlich kommt mir sams betrachtung sehr entgegen, so in etwa meinte ich es...aber da von 5 -6 lesern nur einer es so sieht, heisst es schon, dass ich es nicht ganz eindeutig geschafft hab;-)...nuja, vielleicht muss es nicht eindeutig sein...was es jedenfalls muss, ist ein bisschen abstehen, damit ich mit etwas abstand auch selber den unnötigen ballast an dem gedicht sehe und einsehe...und wegschnippsele...
was das umgangssprachliche angeht...es wäre eine möglichkeit, die mir aber nicht ganz behagt...dazu wurde eine andere ebene passen, denke ich, ein gedicht in dem dann vorwurfsvoller ton weniger "lyrisch" gehalten wäre...so in der art "du machst immer, nie machst du, immer muss ich wegen dir,das hab ich dir schon hundertmal..." es gibt auch beschimpfungen "feinerer" art, dachte ich mit meinem gedicht, die aber nicht weniger verletzend sind...manchmal gar in kompliment eingepackt.
vielen dank an euch für die beschäftigung mit meinem text, es hat mich gefreut
lg,
pj

natürlich kommt mir sams betrachtung sehr entgegen, so in etwa meinte ich es...aber da von 5 -6 lesern nur einer es so sieht, heisst es schon, dass ich es nicht ganz eindeutig geschafft hab;-)...nuja, vielleicht muss es nicht eindeutig sein...was es jedenfalls muss, ist ein bisschen abstehen, damit ich mit etwas abstand auch selber den unnötigen ballast an dem gedicht sehe und einsehe...und wegschnippsele...
was das umgangssprachliche angeht...es wäre eine möglichkeit, die mir aber nicht ganz behagt...dazu wurde eine andere ebene passen, denke ich, ein gedicht in dem dann vorwurfsvoller ton weniger "lyrisch" gehalten wäre...so in der art "du machst immer, nie machst du, immer muss ich wegen dir,das hab ich dir schon hundertmal..." es gibt auch beschimpfungen "feinerer" art, dachte ich mit meinem gedicht, die aber nicht weniger verletzend sind...manchmal gar in kompliment eingepackt.
vielen dank an euch für die beschäftigung mit meinem text, es hat mich gefreut

lg,
pj
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Niko
ich finde dein gedicht wäre in lyrik und kultur gut aufgehoben. 17. juni, 1953 aufstand und vor allem: tag der deutschen einheit. und das seh ich hier ganz klar durchscheinen.
ich find es sehr gut geschrieben. ein paar stellen sind mir noch etwas zu nebelig, aber das legt sich bei mehreren lesereien vielleicht auch.
liebe grüße: niko
ich find es sehr gut geschrieben. ein paar stellen sind mir noch etwas zu nebelig, aber das legt sich bei mehreren lesereien vielleicht auch.
liebe grüße: niko
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