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abandon II

Verfasst: 14.06.2011, 14:20
von noel
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Verfasst: 14.06.2011, 16:08
von Eule
Hallo noel, ein hübscher "Aussteiger"-Text, geschrieben vielleicht während einer Rast auf einer Sitzbank. Der Wahn mit seinen Explosionen hinter der Stirn ist möglicherweise doch nicht so real, wenn man an das Weltgeschehen denkt. Viele Grüße !

Verfasst: 14.06.2011, 16:15
von noel
Arne hat geschrieben:Hallo noel, ein hübscher "Aussteiger"-Text, geschrieben vielleicht während einer Rast auf einer Sitzbank. Der Wahn mit seinen Explosionen hinter der Stirn ist möglicherweise doch nicht so real, wenn man an das Weltgeschehen denkt. Viele Grüße !



hübsch???

der wahn ist nicht real *smile
nujanüsch

Verfasst: 14.06.2011, 18:06
von Amanita
Nee, Arne, hübsch finde ich das nicht. Denn es ist doch ein ziemlich quälerisches, erzwungenes "Aussteigen". An diesem "gedankendunklen Tag" ist anscheinend gehörig was schief gelaufen.
Ich empfinde den zweiten Teil als etwas ausufernd, könnte ihn mir kompakter vorstellen. Aber sonst - gut eingefangen! Das Entknüpfen (von Gedanken und Erinnerungen) mag ich besonders!

Verfasst: 09.08.2011, 08:50
von noel
jepp amanita...
aber gerade das "ausufernde"unterstreicht
das enervierende...

Verfasst: 09.08.2011, 12:11
von Eule
Hallo noel, hallo Amanita !

Solange das lI der Situation doch so viel Positives abgewinnen kann ... Ich versuche mal, meine Leseeindrücke im Detail zu schildern: die lautmaleriche Silbenwiederholung (Kafka karikieren) am Anfang wirkt zwar leicht genervt, Käfer betrachten eher entspannend (mal von möglichen impliziten Doppeldeutigkeiten: siehe auch "chaosschön entblätternde jahrZehnte" abgesehen).

Das lI betrachtet aufmerksam Himmel und Umgebung, es ist zwar darin vertieft aber nicht ausreichend entspannt, denn es läßt sich sich vom Husten eines Unbekannten aufschrecken und verunsichern ("hinterrücks"). Außerdem wird es durch ein nervöses Zittern gequält, vielleicht ein Sinn-Äquivalent zur täglichen Unruhe.

Das lI grübelt, kommt auf absurde und selbstironische Gedanken ("Hamsterrad"), es gelingt ihm aber auch ein Loslassen, ein Sackenlassen. Es genießt die Erinnerungen, den Abstand zum "Außen", seine Empfindungen und die Abwesenheit von unnötigem Luxus.

In diesem Sinne kam ich auf den "schönen Aussteigertext" als den ich dieses Treffen mit sich selbst (und mit all seinen persönlichen Beschwerden) immer noch lese. Viele Grüße !

Verfasst: 09.08.2011, 14:33
von noel
wie ich schon in abandon I schrieb

"hallo,

noel will nicht verstanden wErden.
ein solche anspruch liegt & lag ihr fern.
bewegen ist das, was sie wil...
& wer sich wie.... wozu bewegen lässt, ist einerlei.
hauptsache bewegen."

Verfasst: 09.08.2011, 14:47
von Eule
Verstehen und Verständnis zu verstehen geben ist bewegt sein und Bewegung. :smile: