Hallo Niko!
Auch das habe ich gerne gelesen.
Wenn ich auch einen Änderungsvorschlag machen kann. Ich begründe dies auch danach:
bei dir
... ernähre ich mich
neben einheimischer kost
doch vor allem von
der tasse (Kaffee???) neben unserem bett
deinem gang über den flur
und vom wehen deiner haare
du machst mich satt
und hungrig nach mehr
ich ertrinke in dir
und verdurste
ohne dich
entfärbt sich die zeit
Was sagst du dazu? Den in meiner Version letztes Vers finde ich am Stärksten. Alles, was danach kommt, schwächt ihn für mich ab. Er würde eine wunderbare Pointe ergeben.
Ich denke nicht, dass derjenige sich von einer Tasse ernährt. Deshalb würde ich der Tasse noch einen Inhalt verpassen oder vom Blick auf die Tasse sprechen.
Auch diese eigentlich gut gemeinten Gegensätze (hungrig/satt, verdursten/ertrinken) haben mir nicht so gut gefallen im Gegensatz zum Rest. Wie mein Vorredner würde ich den milden Gedanken streichen, denn das dies ein milder, liebender Gedanke IST, dass schimmert ja durch das GEdicht hindurch. Es funktioniert auch alleine ohne das man die Form des Gedankens benennt, finde ich.
"Einheimische Kost" ist im Kontext ein lustiger, spannender Worteinfall von dir, der ein bisschen dieses Frühstücks-/Kaffeeklischée durchbricht und mir deshalb sehr gut gefällt. Er kann super alleine stehen, denke ich.
Ansonsten hat mir der Text gefallen... wobei du vielleicht noch nach ein wenig subjektiveren, individuelleren Bildern Ausschau halten könntest. Wehende Haare zum Beispiel kommen ja in jeder schlechten Werbung vor. Wenn ich mir vorstelle mein Freund sagt zu mir: "Du hast so schönes wehendes Haar!" - das würde mich nicht vom Hocker reißen... Aber er hat einmal gesagt: "Du siehst so schön aus, wenn du böse bist." - Das hat mir gefallen

! Haha... Sowas in der Art, weißt du?
Jedenfalls ein schöner Text. Ich hoffe du kannst etwas damit anfangen.
Liebe Grüße,
l