nachdem ich dein "fällig" las, habe ich mir mal weitere beiträge von dir angesehen... und finde nun den hier als nächstes. hm... die ersten 2 paragraphs sind 'voll geil'. sie kommen sehr ungezwungen daher. sehr frisch, wenn du verstehst, was ich meine. da wird ein kluger text gewoben. fast denke ich mir, dass die "verschütteten tage" den Titel stellen sollten. untertage eben.
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wo das "misstrauen in mode" noch weich über die virtuellen lippen fliesst, bleibe ich beim "anwuechsig" stecken. die "zoo-romantik" will mir auch nicht so recht schmecken. sie ist mir zu nett.
und warum schliesslich das "doch" vor dem medusenhaupt? die gute alte medusa ist eine so starke metapher, die besser nur dann benutzt werden sollte, wenn sie alleine stehen oder fliessend in den text eingebunden werden kann. wenn du die via "doch" zum gegensatz deklarierest, hast du einen potenten gegner. in dem fall muss der teil davor dazu 'stimmen'. medusa frisst ihn sonnst nämlich locker auf.
ich schlage also vor zu einem einfachen 'und' zu wechseln.
last but not least: der schnee von gestern... der wird nicht nur zum packeis von morgen, sondern auch zum nächsten stammtischscherz - einer art 'bon mot gratuit' (einem gratis bon mot). das ist so eine zugabe, die der ersten, feingewobenen hälfte nicht gerecht wird.
fazit: ich sehe eine trennung, die durch die mitte des textes geht. die erste hälfte ist grosse klasse, die zweite solltest du m.e.n. überarbeiten und darin auf - pardon! - effekte verzichten.