Vous n'étiez pas nombreux
Verfasst: 07.05.2011, 20:29
CCC
Renée Lomris hat geschrieben:Ihr wart nicht viele
vous n'étiez pas nombreux
je vous désirai
die ich begehrte
je vous enviai
die ich mit Neid zur Rede stellte
je vous déclarai fils de bourgeois
die ich Bürgersöhnchen nannte
je vous aimai pourtant, un court ou long moment.
doch liebt ich euch, kurz war die Liebe oder lang.
vor allem "ou long moment" gefolgt von "oder lang"
Ich suchte Harmonien zwischen den französischen und deutschen Vokalen und Konsonanten.
auch das französische Subjekt Prädikat habe ich versucht durch einen meiner Ansicht nach ähnlich demonstrativen Relativsatz zu begleiten.
Ihr wart nicht viele
ich begehrte euch
Euer Bravsein
Eure feine Art (*)
es war mir hart
so hart zu sein
Vous n'étiez pas nombreux
je vous aimai
je vous enviai
vos belles manières
le coeur endurci, je souffrais
d'être si dure
dann wird die Umarmung sozusagen weiter, die Sprachen verselbständigen sich
Immer starb ich
beim ersten Mal
Das ist gewiss
die Liebe war
ein Todesbiss
Et toujours cette mort
la première fois
le baiser fut morsure
à chaque fois.
la petite mort = l'orgasme (so unbekannt??)
Nous fermons boutique
les volets sont fermés
les roses grimpent et couvrent
nos dernières tendresses d'hiver
Heckenrosen lenken Ranken
um letzte zarte Wintergedanken
Hinter den Läden brennt noch Licht
doch - nun mach ich den Laden dicht
Die Dame oder Halbdame zieht sich zurück, wie es sich gehört ...... aufs Land
ein wenig argot oder fast vulgäre Umgangssprache als letzte Ingredienz = man darf durchaus etwas vulgär sein, wenn die raffinierten Köstlichkeiten eines ... Lotterlebens ausgekostet wurden ...
so etwa stellt sich diese Person dar.
Leider ist es mir nicht gelungen, sie lebendiger und humorvoller zu gestalten.
Vielen Dank
was denkst du nun?
lG
R
(*) und (**)
erste Fassung
(**)
Wir machen den Laden dicht
und schließèn die Fensterläden dicht
Heckenrosen ranken
um letzte zarte Wintergedanken
Die Heckenrose soll der Hinweis aufs "Land" sein, nehme ich an? Aber wo steht denn, dass sie aus der Stadt kommt? Und wo steht, dass sie ein Lotterleben führte und was hat sie ausgekostet? Das geht für mich nicht aus dem Text hervor. Ich höre Bitterkeit und Vorwurf schon in der Situation selbst, um dann am Ende im "dicht machen", nichts mehr hören und sehen wollen, der Abweisung zu münden. Vor allem die Zeile "mit Neid zur Rede stellte" kann ich nicht in einem liebenden/genießenden Kontext unterbringen.Die Dame oder Halbdame zieht sich zurück, wie es sich gehört ...... aufs Land
ein wenig argot oder fast vulgäre Umgangssprache als letzte Ingredienz = man darf durchaus etwas vulgär sein, wenn die raffinierten Köstlichkeiten eines ... Lotterlebens ausgekostet wurden ...
so etwa stellt sich diese Person dar.
- hat mich aber iim Textverständnis zunächst nicht weitergebracht.Renée Lomris hat geschrieben:vous n'étiez pas nombreux
Iht wart nicht viele, ihr.
Die ich begehrte,
neidhungrig Bürgersöhnchen nannte
und doch, wie wart ihr brav, liebte; kurz oder lang.
Und eure feine Art, die mich besiegte,
bis hart mir war das Hartsein,
Und wie ich fiel, beim ersten Mal
Es ist gewiss, die Liebe war ein Todesbiss.
War es nun Leben?
War es ein Aufenthalt am Hofe?
War es die allbekannte Tätigkeit?
War es nur Pendlerfahrten, täglich
Hin und Zurück?
Toujours est-il:
Heckenrosen lenken Ranken
um letzte zarte Wintergedanken
Hinter den Läden brennt noch Licht
doch - nun mach ich den Laden dicht
**********************************
Das wäre ein zweiter Versuch, das Frz nur als EInstimmung und zusätzliche Ironie stehen lassend-Renée Lomris hat geschrieben:Ihr wart nicht viele
vous n'étiez pas nombreux
je vous désirai
die ich begehrte
je vous enviai
die ich mit Neid zur Rede stellte
je vous déclarai fils de bourgeois
die ich Bürgersöhnchen nannte
je vous aimai pourtant, un court ou long moment.
doch liebt ich euch, kurz war die Liebe oder lang.
Ihr wart nicht viele
ich begehrte euch
Euer Bravsein
Eure feine Art (*)
es war mir hart
so hart zu sein
Vous n'étiez pas nombreux
je vous aimai
je vous enviai
vos belles manières
le coeur endurci, je souffrais
d'être si dure
Immer starb ich
beim ersten Mal
Das ist gewiss
die Liebe war
ein Todesbiss
Et toujours cette mort
la première fois
le baiser fut morsure
à chaque fois.
Nous fermons boutique
les volets sont fermés
les roses grimpent et couvrent
nos dernières tendresses d'hiver
Heckenrosen lenken Ranken
um letzte zarte Wintergedanken
Hinter den Läden brennt noch Licht
doch - nun mach ich den Laden dicht
(*) und (**)
erste Fassung
(**)
Wir machen den Laden dicht
und schließèn die Fensterläden dicht
Heckenrosen ranken
um letzte zarte Wintergedanken
Renée hat geschrieben:Hier stelle ich mir zwei Frauenstimmen vor, die sich umkreisen und die diesen so geschriebenen Text in beiden Sprachen vortragen.
Renée hat geschrieben:In der ersten Strophe die Vermischung --- hoffend dass Klänge gehört würden, die ich absichtlich so aufgebaut hatte so antwortet der Klang von "nombreux" auf "wart" "Neid" auf "enviai"

Nur damit ich das richtig sehe. Also die Männer verschwinden im Inneren des Hauses, LIch sieht das Licht durch die Schlitze der Fensterläden und verschließt diese von außen, damit sie nicht mehr geöffnet werden können?kurzum ich inszeniere ein Ich, das ein Plural-Du anspricht, das begehrt und geliebt wurde und nun langsa, verschwindet, hinter den Kulissen des Rückzuges (Heckenrose).
Es erinnert mich an "Immer das Sanfte", in der ein ähnliches Verhältnis angesprochen wird. Interessant finde ich, dass du die Heckenrosen und die Zärtlichkeit LIch zuschreibst und darin eine Heiterkeit siehst. Für mich sind die Heckenrosen etwas Vorhandenes, Äußeres, das LIch wahrnimmt, verbunden mit Verlust, ein eher wehmütiger Blick, eine Aussicht auf Kälte, die sich in Wintergedanken niederschlägt. Ich sehe LIch sich selbst ausschließend.Dabei ist mir wichtig, dass mein lyr.Ich als eine selbstbewusste, evtl. egoistische, wenig leidensbereite Person daher kommt, der Selbstironie und Selbstkritik nicht fremd sind. Die sich also den Schuh des Neides anzieht, oder angezogen hat, - was mit Bitterkeit nicht identisch ist - Auch die erwähnte Härte ist keineswegs als nur negatives Empfinden anzusehen. Eher die Fähigkeit zu Negativem - wenn es so empfunden wird, vom LESER! , zu stehen. immerhin ist sdes lyrIch soweit gelangt, sich mit Heckenrosen und Zärtlichkeit einen Anflug von Serenität zu schenken.
peu – pas? Das verlangt sicher mehr Heimat in der französischen Sprache und Literatur, um das einordnen zu können, dazu kann ich leider nichts sagen.Vous étiez peu nombreux .... für mich einer dieser Sätze,c die man ohne das "peu" tausend Mal gehört hat ....
Die neue Version finde ich sprachlich/klanglich schwächer als die erste Version und sie erleichtert mir auch den Zugang zu dem, was laut deinen Kommentaren darin enthalten ist nicht, denn daraus entstanden ja hauptsächlich meine Fragen.Es wäre interessant, zu versuchen, von beiden Seiten, zu klären, warum das, was ich geschrieben habe bei dir so ganz anders ankommt ... ich werde mal versuchen, meinen Text etwas abzuändern um zu sehen, ob er eventuell anders wirkt.
Renée hat geschrieben:Hinter den Läden brennt noch Licht.
Renée hat geschrieben:Nun hat das Spiel ein Ende
Nein / nicht das Leben
Ein Satz, der bei mir viele Fragezeichen hinterlässt. Skepsis in Bezug auf was? Was ist Forumsdichten, ist das etwas anderes, als "normales" dichten?? Und wo maßregelt Ferdi und wen??? (Ich weiß gar nicht, ob er hier in diesem Faden überhaupt mitliest?)In mir bleibt eine unauflösliche Skepsis zurück ... die sich nicht nur einstellt, wenn ich Ferdis "Maßregelungen" (wahrscheinlich empfindet er das nicht so) zur Eitelkeit des Forumdichtens lese.