Seite 1 von 1

ätzend

Verfasst: 10.04.2011, 08:59
von Niko


ätzend


ich nehme an
der alkalische blick
ist eine lösung
die zersetzt
falls angenommen

Verfasst: 10.04.2011, 09:28
von Gerda
Hallo Niko,

ich überlege noch ...
... bis zu "die zersetzt", ist für mich alles klar ... obgleich es auch heißen könnte, "der zersetzt" > Bezug auf Blick.
Aber das "falls angenommen" sagt mir in diesem Kontext nichts, könnte m. M. n. wegfallen.
Gutes starkes Bild! ... noch nirgends gelesen.

Liebe Grüße
Gerda

Verfasst: 10.04.2011, 09:57
von ferdi
Hallo Niko,

das kommt mir zu gedichthaft-betulich daher; was heißen soll, dass ich hier eigentlich überhaupt kein Gedicht sehe.

Blick, alkalischer: Eine Lösung, die, falls angenommen, zersetzt

So was könnte ich mir viel eher vorstellen, in einer kleinen Sammlung von zugespitzen Begriffsbestimmungen etwa. Außerhalb, als Einzelstück, natürlich eher

Der alkalische Blick: Eine Lösung, die, falls angenommen, zersetzt

(ich habe da mal ein "l" ergänzt in "alkalisch" - oder ist sein Fehlen Absicht? -> "zersetzt"?! Dann hätte ich was verschlafen)

Gerda, das "Falls angenommen" ist die Ausführung der andere Seiten der "Lösung" im Paar Lösungsmittel + gelöster Stoff / Lösung eines Problems und ist, so gesehen, schon angebunden?!

Ferdigruß :-)

Verfasst: 10.04.2011, 10:07
von Gerda
ferdi hat geschrieben:
Gerda, das "Falls angenommen" ist die Ausführung der andere Seiten der "Lösung" im Paar Lösungsmittel + gelöster Stoff / Lösung eines Problems und ist, so gesehen, schon angebunden?!

Ferdigruß :-)


Danke, Ferdi, das war mir schon klar, aber die Ebene ist doch das Bild für den Blick und in diesem Kontext wirkt es auf mich "angehängt".
LGG

Verfasst: 10.04.2011, 13:08
von Niko
hallo ihr beiden,

also der zersetzt - die zersetzt: hier muss ich den bezug auf "die lösung" nehmen. ich glaube, würde ich "ein blick ist eine lösung der zersetzt" schreiben, wäre es einfach falsch.
"falls angenommen" spricht davon, dass "man" (lyrich) die wahl hat. das falls ist hier wichtig. und "ich nehme an" und "angenommen" stellt auch noch mal ein umschließendes element dar. ich halte die letzte zeile schon für wichtig. dem gedicht würde zudem ohne diese letzte zeile eine sinnebene genommen.

dass du, ferdi, hier überhaupt kein gedicht siehst, finde ich schade. aber leider ist das manchmal so. mir geht es mit texten anderer autoren manchmal auch so. freut mich dennoch, dass das "gedichthaft-betuliche" dennoch dir einen kommentar entlockt. ich verstehe auch, wie du die aussagen, die du verkürzt darstellst, meinst. aber sie gehen in eine andere richtung. aber ich finde es eine geniale idee, "einer kleinen Sammlung von zugespitzen Begriffsbestimmungen" mal eine art "minizyklus" zu widmen. das werd ich echt mal angehen. aber nix desto trotz: hier wollte ich schon mehr ausdrücken, als "nur" eine überspitzung eines begriffs.

ich danke euch beiden für die beschäftigung mit meinem text!

liebe grüße: niko