da

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Niko

Beitragvon Niko » 04.04.2011, 19:54





da
wo man stehen
bleibt
hustet die welt rückwärts

hinter jedem grashalm
kämpfen käfer um irgendetwas

und ich zukünftige
mit silben als dauergast
die mir die haare vom seelenkopf fressen

ich stehe da
wo ich weiter weiß
und gehe dahin
wo ich es nicht einmal vermute
Zuletzt geändert von Niko am 09.04.2011, 20:44, insgesamt 1-mal geändert.

RäuberKneißl

Beitragvon RäuberKneißl » 04.04.2011, 20:51

Hallo Niko,
netter Ansatz für das Thema, gerade den Anfang finde ich sehr gelungen. Der zweite Teil trägt die Idee gut weiter, hat aber noch Platz für Tuning, glaube ich. "zukünftige" und "seelenkopf" - da ist das Gemeinte so nackig; der Schluß wirkt auch noch ein bißchen kopfig - vielleicht findet sich ne Möglichkeit, das hübsche Husten den Anfangs weiterzudrehen?
Grüße
Franz

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Eule
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Beitragvon Eule » 05.04.2011, 15:59

Hallo Niko, mir fehlt ein "es" ind er letzten Zeile (wo ich es ...). Ansonsten ein gelungenes Werksgedicht ! Viele Grüße !
Ein Klang zum Sprachspiel.

Niko

Beitragvon Niko » 09.04.2011, 13:49

hi arne,
mit dem "es" hast du wahrscheinlich völlig recht. ich weiß garnicht, ob es grammatikalisch so wie von mir geschrieben, überhaupt gültigkeit hat. ich werd´s ändern.
hallo franz,
du schreibst das, was ich für mich ganz unterschwellig auch "irgendwo" dachte: guter anfang, der sich über die mitte trägt, schwächelnder abschluss (nach meinem altbekannten schema). ich werde jetzt am wochenende nochmal drübergehen und versuchen, zumindest das ende zu korrigieren. in der hoffnung, dass es keine verschlimmbesserung wird.
danke euch beiden herzlich!

liebe grüße: niko

Max

Beitragvon Max » 09.04.2011, 14:24

Lieber Niko,

ja, das fehlende "es" ist mir auch als erstes aufgefallen.

Insgesamt habe ich den Eindruck, dass Du auf gekonnte Art mit erwartungen des Lesers spielst und damit, diese zu enttäuschen.
Allerdings könnte ich mir auch vorstellen, dass eine gewisse verdichtung dem Text noch gut täte - ich habe, nachdem ich ihn zweimal gelesen habe, gefragt, wovon der Text eigentlich handelt und worauf er hinausläuft.

Liebe grüße
Max

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Eule
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Beitragvon Eule » 05.05.2011, 22:52

Hallo Niko, das "bleibt" gehörte für mich noch in Zeile 1, so dass ich beim Lesen nicht dran hängen bleibe ... ansonsten ein positiver, offener Text den ich gerne gelese habe. Viele Grüße !
Ein Klang zum Sprachspiel.


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