Im Zug

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
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Amanita
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Beitragvon Amanita » 26.03.2011, 08:06

(zweite, kaum veränderte Version:)

Im Zug


Diese Nähe!
Seltsam, die fremden
Geräusche und Düfte
wenn meine Augen
ins Leere fallen und
fern der Tag vorbeizieht –

wenn ein Wort laut ist und
das nächste sich samten
in kurze Träume schleicht




Im Zug

Diese Nähe!
Seltsam, die fremden
Geräusche und Düfte
wenn meine Augen
ins Leere fallen und
fern der Tag vorbeizieht –

wenn ein Wort laut ist
das nächste sich samten
in kurze Träume schleicht
Zuletzt geändert von Amanita am 26.03.2011, 17:07, insgesamt 3-mal geändert.

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leonie
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Beitragvon leonie » 26.03.2011, 12:09

Liebe Amanita,

das finde ich einen feinen Text. Nur das "seltsam" würde ich, glaube ich herausnehmen, weil es "wertet". Stattdessen im Leser das Gefühl "seltsam" entstehen lassen?

Diese Nähe!
Die fremden
Geräusche, die Düfte
wenn...

Und statt "laut" vielleicht "rau", das würde den Kontrast zu "samten" noch verstärken...


Liebe Grüße

leonie

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 26.03.2011, 14:51

Liebe Leonie, ich würde in diesem Fall schon gern "werten", das seltsam bezieht sich nämlich auf das (eigentlich) so Private des Einschlafens, wenn man sich dennoch all diesem "Fremden" gleichsam ergibt - einfach weil man hundemüde ist.

Niko

Beitragvon Niko » 26.03.2011, 16:59

hallo amanita,
"das nächste" hätt ich gerne mit einem "und" versehen. ich finde, das würde es gerade im zweiten teil flüssiger gestalten.

ansonsten empfinde ich das eine schön "reiseskizze" - wenn man es denn so nennen mag.

gern gelesen: niko

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 26.03.2011, 17:04

Danke, Niko, das zweite "und" hatte ich auch erst, fürchtete dann aber, den Leser mit unds zu überschwemmen.

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 27.03.2011, 15:44

Hallo Amanita,

das finde ich auch sehr schön eingefangen.
Das "seltsam" würde ich sogar noch durch einen Punkt oder einen Gedankenstrich absetzen. Dafür sieht der Gedankenstrich am Ende der ersten Strophe etwas verloren für mich aus, da dort ja sowieso durch die Leerzeile eine Pause entsteht?
Einzig beim "Tag" finde ich es schade, dass es nicht im Bild bleibt, sondern so abstrakt wird. Ich würde lieber etwas Konkretes lesen, wie Landschaft, Wälder, Städte, Häuser...

Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)


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