Hallo Gabriella,
den Text finde ich spannend - und irgendwie noch nicht fertig.
Es sind einzelne Skizzen, so ja auch der Titel, die mir für einen einigen Text noch zu unverbunden da liegen wie Bruchstücke.
Also geb ich dir einfach mal ein paar
SKizzen eines Feedbacks ;)
Der Untertitel gefällt mir nicht - zu erklärend, ohne etwas zu erklären. Der Titel dagegen ist toll, hat mich zum Öffnen des Threads veranlasst.
Das erste, ich sag mal "Motto" rechts klingt arg nach Sinnspruch.
Gut find ich dann den ersten Teil links, die zweite Skizze sozusagen.
Da hyperventiliert jemand, und es ensteht sofort Bild und Gefühl dazu. "Konditionierung" verstehe ich nicht.
"die schnur" - auch sehr eindringlich.
Die Zebrastreifenskizze bricht es, auch die wiederum erklärenden und emphatisch wiederholten "Abgründe" sehe ich nicht vor mir, sie werden nur behauptet, scheint mir, denn der Abgrund - wo wäre er am Zebrastreifen? Metapher fürs Überfahrenwerden? Das ist dann kein Abgrund, sondern ein Unfall.
Gelb-rot versteh ich wieder nicht, das Wiederholen des Würgens - diesmal des Tieres "in mir" (arg verbrauchte Metapher) wirkt ungeschickt.
fletscht seine Zähne
krallt sich meine Luft
wenn ich es nicht zähme
Das ist wieder nachvollziehbar, als Bild.
die "versuchung" als voraussetzung für das menschliche Maß im "freien willen" erschließt sich mir nicht. Was hat hier überhaupt der freie Wille und die Versuchung verloren? Die Versuchung zu sterben, sich dem Tod hinzugeben - oder als Versuchung zu leben?
Luft ist raus
ich klicke auf AUS
bevor der Wolf
aus dem Sprung zubeißt
Ergebe mich der Versuchung
Falle|Falle|Falle
Hier denke ich an ein Gerät, das beim Atmen hilft. Das man nicht unbedacht ausstellen sollte. Woher kommt der Wolf? Wäre er "das Tier "in mir"? Warum ein Wolf?
"raus" wirkt hässlich ohne die vollständige Wendung "
Die Luft ist raus"
Wenn ich ausgehe
sieht jeder nur das AN in mir
und es ist gut
Ich mag den Klang von "das An in mir", verstehe nicht, was daran gut ist, fühle mich als Leser im Stich gelassen, weil ich doch gern das offenbar schlimme Leiden verstehen würde.
Die Schlussfolgerung verstehe ich dann auch wieder nicht, bin aber auch kein ausgesprochener Fan dieser Senkrechtstriche zwischen Worten, als könne man sich nicht entscheiden, was man nun sagen wolle.
Un|echt|zeit
Was denn nun. Unecht? Un? Echt? Zeit? Echtzeit?
Das Erkärende nimmt dem Text die Bildkraft. Ich könnte mir vorstellen, dass daraus was werden kann, etwas für mich Stimmigeres als das rein Expressivistische, das ich im Moment dort lese und nicht entziffern kann, weil zu viele Bruchstücke fehlen.
herzlich
klara