Ins Blaue

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
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leonie
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Beitragvon leonie » 14.02.2011, 17:12

Ins Blaue

Ich schreibe mich täglich
ins Blaue,
ich sage mich aus.
In einer Sprache, die ich nicht kenne.

Sie wird im Spiegel entziffert,
von rechts nach links.
Fragend schau ich in schillernde Flächen,
doch bleiben sie stumpf und stumm.

Einmal kam einer,
der verstand
meine Sprache, er las in mir
und mir schien,
es gefiele ihm, ja, er fand,
was er las, zart.
Und schön.

Wie soll ich meine Seele halten, dass…

Erzähl mir, sagte ich rau,
was du liest. Damit es
Werden kann.
Da wandte er sich ab,
als sei er nur
des Lesens kundig
und seine Ohren verschlossen.

Niko

Beitragvon Niko » 14.02.2011, 19:17

hi leo!

ein guter text mit interessanten perspektiven und aspekten. es gefällt mir, wie du das gegenseitige verstehen wollen / können und das gegenseitige wahrnehmen schlechthin verwurschtelst. ich sage mich aus - das ist mein einziger "knoten" im ganzen. das klingt schön. natürlich. ich hätte FÜR MICH aber etwqas gewählt, was weitere ebenen eröffnet. zb: "ich spreche mich aus" oder sogar: "ich rufe mich aus" vielleicht eher zweiteres.
aber ansonsten finde ich das wirklich toll!

liebe grüße: niko

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leonie
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Beitragvon leonie » 14.02.2011, 20:38

Lieber Niko,

danke für Deine schnelle Rückmeldung. Witzig, für mich eröffnet "Aussagen" mehr Ebenen als "ausrufen", im Hinblick darauf, dass es eine zu lesende Sprache ist, ich dachte zum Beispiel an den Aussagesatz. Aussagen ist für mich auch leiser und stimmiger...

Liebe Grüße

leonie

Last

Beitragvon Last » 15.02.2011, 15:41

Liebe Leonie,

das erste, was mir gefällt, ist der doppelte Boden des Textes, der sich im zweiten Vers manifestiert: "ins Blaue" kann sich sowohl auf die Redensart als auch auf den Blauen Salon beziehen, sodass ich als Rezipient auch direkt angesprochen werde und durch meine Antwort zu einem Teil des Textes werde ("Erzähl mir, [...] was du liest.").

Das schiebt - nicht zuletzt aufgrund der den Leser beschuldigenden Schlussverse - etwas Heikles zwischen mich und den Text, das ich als sehr spannend empfinde, weil es Mut kostet, über die sachbezogene Ebene der Textkritik hinaus mit der Autorin zu sprechen, die man nur über ihre Texte kennt.

Ich werde nun meine Lesart dem Gedicht von hinten nach vorne folgen lassen, - ein Verfahren, zu dem ich mich durch die zweite Strophe angeregt fühle: "Sie [die Sprache des Gedichts] wird im Spiegel entziffert, von rechts nach links."
Die Aufforderung der letzten Strophe, das Gelesene in Worte zu fassen, bezieht sich nicht allein auf das Lesen eines Textes, es mündet in dem dringlichsten aller Wünsche: Sag mir, "wie soll ich meine Seele halten, dass..." Nicht mehr über den Text wird gesprochen, sondern über den Text hinweg sprechen wir beide miteinander und ohne die von diesem Gespräch umrissene Sprache können wir nicht existieren. Nur wenn einer kommt, der uns sagt, dass wir schön sind, können wir schön sein, und nur wenn einer kommt, der uns versteht, können wir uns mitteilen. Ohne das würden wir unsere eigene Sprache nicht verstehen.

LG
Last

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leonie
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Beitragvon leonie » 15.02.2011, 20:55

Lieber Last,

danke für Deine Lesart des Textes, ich freue mich sehr darüber!. Ich melde mich dazu noch ausführlicher, ich möchte erst nochmal abwarten, wie andere den Text lesen.

Liebe Grüße

leonie

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noel
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Beitragvon noel » 16.02.2011, 20:19

leonie hat geschrieben:Ins Blaue

Ich schreibe mich täglich
ins Blaue, JA KLAR VERSTEHE ICH ALS LEBENSFLUSS, ALS MUSS DER VERÄNDERUNG=LeBEN
ich sage mich aus.
In einer Sprache, die ich nicht kenne. NICHT KENNEN KANN (?)

Sie wird im Spiegel entziffert, WENN ICH ES DENN BETRaCHTE, WAS ICH OFFENbARTe & WAS VERBleibT(?)
von rechts nach links. AUS EINER ANDEREN PERSPEKTIVE, IN ABSTAND & DEMNaCH KLARER (?)
Fragend schau ich in schillernde Flächen,
doch bleiben sie stumpf und stumm. DENNOCH IST DIE ANTWORT... (?)

Einmal kam einer,
der verstand
meine Sprache, er las in mir HOFFNUNG (?) DASS EIN AUSZENVOR IN DISTANZ DAS MORGEN AUS DEN WoRTEN LIEST & AUCH MIR WIDERSPIEGELT (?)
und mir schien,
es gefiele ihm, ja, er fand,
was er las, zart.
Und schön.
HOFFNUNG (?)
Wie soll ich meine Seele halten, dass…

Erzähl mir, sagte ich rau,
IN ANGST VERLETZT, IN ANGST DIESER VIELlEICHT LETZTEN HOFFNUNG WIeDER BERAUBT ZU WERDEN
was du liest. Damit es
Werden kann. DAMIT MEINE SUBJEKTIVEN HOFFNUNGEN DURCH DIE SPRACHE DES GEGENÜBERDU, DURCH DIE ANNAHME DES AUSZENVOR wERDEN KANN & ICH KEINE INSEL VERBLEIBE & ERstarre (?)
Da wandte er sich ab,
als sei er nur
des Lesens kundig & MEINE HOFFNUNG & SEINE INTERPRETATION NUR HOHN GEWESEN (?)
und seine Ohren verschlossen.



bitter das
NOEL = Eine Dosis knapp unterhalb der Toxizität, ohne erkennbare Nebenwirkung (NOEL - no observable effect level).

Wir sind alle Meister/innen der Selektion und der konstruktiven Hoffnung, die man allgemein die WAHRHEIT nennt ©noel

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Lisa
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Beitragvon Lisa » 16.02.2011, 21:04

Liebe leonie,

das ist das erste Mal, dass ich das schreiben kann, glaube ich, aber ich hab den Text nicht wie Last gelesen .-P. Klar ist er so lesbar, aber ich glaube, der Text könnte sich für diese Lesart nicht besonders interessieren.

ich finde den Ton und die Formulierungsart des Textes "richtig" komponiert, da so die Zeile aus Rilkes Liebeslied gut eingebunden wird. Damit meine ich nicht, dass du versuchst wie Rilke zu sprechen, sondern dass es dir in meinen Augen tatsächlich gelungen ist, so zu sprechen wie es auch in Rilkes Text nötig erscheint: anders/über eine Verdrehung/eine Komplizierung dem anderen zugewandt (die meines Erachtens, so weit ich das einschätzen kann, über den Zeitduktus hinaus in Rilkes Text enthalten ist): Rilkes Text besingt dabei das nicht - musikalisch bis akkuastisch - andersalsmitschwingenkönnen. Dein Text hat sich da ein Motiv ausgesucht, dass sperriger, weniger melodiös ist: bei dir geht es um die Entzifferung im Spiegel: dasselbe, seitenverkehrt. das schreiben. das lesen.
Was bei Rilke ein Schwingen ist, da kreist bei dir alles um die Schrift, ja es scheint fast, als sei das Liebeslied hier das Liebesschreiben: als ginge es um die Beziehung zwischen Urheber und Text und darüber dann erst kann auch das Verhältnis zwischen zweien erzählt werden.
Allerdings verstehe ich da die Differenzierungen und Bewegungen der letzten beiden Strophen nicht durch und durch, komme durcheinander, was jetzt gemeint ist, da sind so viele Ebenen: einer schreibt was, einer liest was und in jemanden, dieser sagt was, dass der andere wiederum lesen soll, was...was ist spiegelbild, was anderer, wo ist der andere spiegelbild usw...aber vielleicht ist das auch unauflösbar, wie wenn man zwischen zwei gegenüberliegenden Spiegeln steht und sich die Spiegel unendlich oft zu spiegeln scheinen.

Obwohl ich den Text wie gesagt fein auf Rilkes Liebeslied abgestimmt finde, überzeugt er mich sprachlich nicht ganz. Dieses Motiv des "ins Blaue" ist zwar wunderbar vielfach auf das Thema zu deuten und verschieden zu verstehen, aber irgendwie kommt es bei mir zu selbstromantisch an. Und dieses Gefühl zieht sich irgendwie durch den ganzen Text: Obwohl ich das Thema, um das der Text kreist, sehr packend/berührend finde, so stellt die Sprache die Wahrnehmung des lyr. Ichs doch auf eine Weise dar, die ich als selbstkreislernd, zu zartsprechend, ja, zu typisch weiblich liebesbedürftig empfinde (ich beschreibe diese Beobachtungen so, weil ich selbst oft so spreche/bin). Ich weiß zwar nicht, wie man anders davon sprechen kann, aber wenn ich den Text lese, denke ich irgendwie: "darüber bin ich hinaus"...(das ist nicht abwertend gemeint, nur baut sich dadurch eine Distanz zum Text auf).

liebe Grüße,
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.

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leonie
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Beitragvon leonie » 17.02.2011, 15:57

Liebe Noel, liebe alle

dieses Bittere hatte ich gar nicht so beabsichtigt, auch nicht, das, was scheinbar dem anderen etwas vorwirft. Es ging mir mehr darum, die Unmöglichkeit des Verstehens aufzuzeigen, wenn die Ebene der Verständigung gewechselt ist, ist das, was vorher da zu sein schien, wieder verschwunden.

Insofern ist das, was Du, Lisa beschreibst, beabsichtigt. Dieses Verwirrende, die verschiedenen Ebenen. Die Sehnsucht danach, verstanden zu werden, zu verstehen und zugleich die Unmöglichkeit, weil im Grunde jeder eine oder sogar mehrere Sprachen spricht, die ein anderer nie vollkommen erlernen kann.

Ich habe die Idee zu kürzen, um das, was Du ansprichst, zu vermeiden. Etwas so:

Ins Blaue

Ich schreibe mich täglich
ins Blaue,
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Liebe Grüße

leonie

Mucki
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Beitragvon Mucki » 17.02.2011, 16:24

Hallo leonie,

Bitteres oder Vorwurfsvolles lese ich hier nicht, sondern das, was du beschreibst: die Unmöglichkeit der gemeinsamen Sprache, der Versuch und das Scheitern, eben diese Sprache zu finden.
Dabei habe ich bei "ins Blaue" überhaupt nicht an den Salon gedacht. "Ins Blaue" steht hier - nach meiner Lesart - für eine Art "Niemandsland", sprich: kein Empfänger.

Saludos
Gabriella

Gerda

Beitragvon Gerda » 17.02.2011, 17:35

Liebe leonie,

ein wirklich anderes Gedicht einer Innenschau, des Lyrich, jedenfalls lese ich es so.
Vorwürfe oder gar eine Aufrechnung lese ich nicht, sondern eher eine Art stumme Klage auf Grund einer Lebens-Bilanzierung.
Und doch hält mich insbesondere die Beschreibung der Seele des Lyrich davon ab, der Intention zu folgen.

Ich verstehe es, dass Lyrich sich wünscht, in seiner Seele möge das kostbare, Gute gelesen werden. Wer wüsncht das nicht? Wenn also überhaupt jemand liest, möge er es bitte im Sinne des Lyrich (der Wahrheit entsprechend?) verstehen. Bei mir kommen diese Verse seltsam hohl an.

leonie hat geschrieben:
... was er las, zart.
Und schön.


Du selbst hast die Seele nicht benannt, sondern hast dir R.-M. Rilkes Worte als Brücke geliehen. Zu seiner Zeit konnte man noch Seele, Herz und Schmerz ohne Bruch schreiben.
Wie ist es denn mit den anderen Dingen, die das Lyrich ebenso so ausmachen und die nicht gut und schön sind? Sind die nicht in der "Seele" zu Hause? Was ist Seele überhaupt? Wer/was sollte diese spiegeln, verstehen?
Sie erinnern mich überflüssigerweise zusätzlich an die Schaffung der Welt, wie sie im ersten Buch Moses dargelegt wird ... (und Gott sah, dass es/sie gut war)
Wahrscheinlich ist das weit hergeholt, aber ich wollt nicht verschweigen, dass ich daran denken musste.

Wie du siehst, betrachte ich das Zitierte als Dreh- und Angelpunkt deines Gedichtes und finde Fragen hinsichtlich der möglichen Umsetzung.
Vielleicht geht es dieser Form auch nicht (mehr) so, über die Seele zu schreiben ... grübel ... Kann man es glaubhafter/zweitgemäßer über Bilder vermitteln, die nicht so offen sind wie dein Text?

Liebe Grüße
Gerda

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Lisa
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Beitragvon Lisa » 17.02.2011, 20:17

Liebe leonie,

nein, verbittert habe ich es auch nicht gelesen, gerade, um gabriellas Ideen zum "ins Blaue" zu lesen, noch fortzuspinne: ich sehe den Versuch ins Blaue hinein eben gerade als einen Versuch..obwohl da etwas nicht zu gehen scheint und man sich auch nicht auskennen kann, wird der Versuch ins Blaue unternommen. Vielleicht weißt die Sprache des Textes nur insofern Parallelen zum Verbitterten auf, als sie ja gerade anstelle dieser steht/spricht und deshalb auch nur deshalb überhaupt entstanden ist.

Das Veriwrrende und die verschiedenen Ebenen, das betone ich nochmal, sah ich dann ja selbst als gerade sinnstiftend in dem Text :-)

Ich finde die erste Fassung übrigens näher an dem, was du willst. Ich hab zwar gesagt, dass es nicht durch und durch meine Sprache ist, aber ich glaube, du hast da einen runden leonietext geschaffen, ich würde da nichts ändern, die Stelle mit dem zart etwa finde ich wichtig.

liebe Grüße,
Lisa
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leonie
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Beitragvon leonie » 17.02.2011, 21:33

Liebe Gerda,

für mich geht es eigentlich gar nicht um eine Bilanz, sondern um die Frage, wie und ob ein Verstehen möglich ist. Und da gibt es manchmal Augenblicke, in denen es möglich scheint, ein Miteinander-Schwingen oder die Sprache entziffern können.
Es sind oft nur Momente, die, wenn sie nicht für sich bestehen, sondern in die Länge gezogen werden sollen oder man nach ihnen greifen will, "desillusioniert" werden.
Und trotzdem sind sie für mein Empfinden als Augenblicke möglich und dann auch kostbar.
Zu dem Rilke-Gedicht ist für mich eigentlich eher die darin enthaltene Erfahrung der Anlass gewesen, es zu zitieren.

Zu der anderen Frage: Ja, natürlich ist ein Mensch ein komplexes Wesen. Und trotzdem, glaube ich, dass oft ein Empfinden darüber da ist, was man so als seinen "Kern" oder sein "Wesen" empfindet, dass man manches als "wesentlicher, eigentlicher" empfindet und sich in anderem selbst fremd ist. . Sonst könnte man doch gar nicht sagen "Das bin ich" oder "Das bin ich nicht". Also, ich glaube, als Empfindung ist das vorhanden. Ob man das nun "Seele" nennen will/soll, das weiß ich auch nicht.

Liebe LIsa,

ich bin mir ja selbst nicht sicher, ob es nicht "zuviel" ist. Ich denke noch ein wenig nach...

Danke Euch! Liebe Grüße

leonie

Last

Beitragvon Last » 19.02.2011, 10:03

Das Rilke-Zitat habe ich wohl übersehen, wobei mich das Zitieren an sich, wenn ich es sofort erkannt hätte, wohl in meiner doppelbödigen Lesart bestärkt hätte.

Wenn es hier in erster Linie um das allgemeine sich verstehen Können geht, gefällt mir das Gedicht trotzdem. Wobei ich dann meine Lieblingsstelle um die spiegelverkehrte Schrift eher als Übersetzungsproblematik lese: Sprache funktioniere demnach wie eine Verschlüsselung, die nicht vollständig rückgängig gemacht werden kann, die per se kryptisch bleiben muss, weil sie schon bei der Verschlüsselung "ins Blaue" geschieht.

Den kursiv gestalteten Vers würde ich nicht aus dem Gedicht streichen, weil er der wichtigste Hinweis darauf ist, dass es hier nicht im Wesentlichen um Sprache geht, sondern um das, was sich dahinter verbirgt. Und vor allem drückt sich darin die Not aus, über die Sprache zu verhandeln, wer man ist; ohne ihn geht es hier um ein Etwas, das "Werden* kann" und dieses Etwas ist nicht notwendigerweise die Seele.

*: Warum eigentlich groß geschrieben?

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Beitragvon leonie » 20.02.2011, 21:03

Lieber Last,

danke Dir, dass Du Dich nochmal gemeldet hast, ich finde Deine Gedanken dazu einfach spannend. Ich lasse den Text jetzt erstmal so "abhängen".
Das "Werden", hm, damit deutlich ist, dass es um das Wirklichkeit Werden geht. Es fühlt sich für mcih so richtiger an....

Liebe Grüße

leonie


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