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zerfall
Verfasst: 13.02.2011, 13:52
von Niko
zerfall
so wurde die zeit obdachlos
sie zerfiel wie ein brüchiger flüsterton
vor dem gestirnten bauten sich schranken
aus wunderarmut
und blickdichten träumen
so wurde sie obdachlos
die zeit und schläft
unbemerkt unter brücken
Verfasst: 14.02.2011, 00:59
von Eule
Hallo Niko, auch hier mag ich die Art, wie Du Bezüge herstellst und Perspektiven wechselst ... vom Werden und Vergehen zur Schönheit, zu Verwunderung, zu Isolation, Verlorenheit, Einsamkeit und wieder zurück ... ein ganz großer Kreislauf mit wenigen und kleinen Worten. Sehr gerne gelesen !
Verfasst: 14.02.2011, 09:50
von Gerda
Liebe Niko,
eine interessante Perspektive hast du eingenommen. Gefällt mir, diese Umkehrung, dass Zeit schläft.
Schade, dass das Adjektiv "blickdicht", bei mir, zugegeben arg dumm, besetzt ist, mit der Werbung für Strumpfhosen. Deshalb fällt dieses Wort für mich heraus, aus der Stille des Gedichts.
Eine kleine Sache noch, m. M. müsste es "gestirnte" heißen.
Liebe Grüße
Gerda
Verfasst: 14.02.2011, 10:11
von ferdi
Hallo Gerda,
ich glaube, hier ist "bauten" Handlung und nicht Gegenstand?! "Schranken bauten sich vor dem Gestirnten" Wenn nicht, hast du recht

Ferdigruß!
Verfasst: 14.02.2011, 10:52
von Gerda
Hi ferdi ... ja, stimmt kann auch sein ... der Dichter allein weiß es.
LGG
Verfasst: 14.02.2011, 15:37
von Niko
hallo
und danke für eure kommentare. ja...bauten ist natürlich handlung. mit dem blickdicht hast du schon recht, gerda. ich überlege mal, ob ein anderes wort passender wäre. auch duir, arne: danke!
liebe grüße: niko