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vergessen

Verfasst: 05.02.2011, 14:16
von Niko
vergessen

nimm einen schluck luftblasen
und atme die ordnung schwarz
du weißt
hinter jedem gelächter
steht ein hunger
von ideologien genährt

in deiner gleichgültigkeit
schließen die tage ihre fenster
nicht mehr wandelbar
bleiben die versteinerungen
und das verleugnen
der türen

Verfasst: 07.02.2011, 00:12
von Mucki
Hallo Niko,

ein sehr düsteres Gedicht. Resignation pur lese ich hier.
Das hier finde ich sehr stark formuliert!
Niko hat geschrieben:du weißt
hinter jedem gelächter
steht ein hunger
von ideologien genährt


Saludos
Gabriella

Verfasst: 07.02.2011, 16:35
von Xanthippe
ich weiß nicht, wie oft ich jetzt schon versucht habe dem auf die spur zu kommen, was mich stört an diesem gedicht. möglicherweise sind es die felsenfesten aussagen, das "versteinerte und das verleugnen der türen". dieses gedicht tut was es fordert, es schluckt die luftblasen, hinterlässt eine schwarze ordnung, weiß um den hunger dessen sich die ideologien bemächtigen. und in dieser versteinerung erreicht mich die anklage nicht, die völlig berechtigterweise ausgesprochen wird.