L'air du temps

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Gerda

Beitragvon Gerda » 26.01.2011, 21:07

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Edit: Tippfehler beim Titel korrigiert
Zuletzt geändert von Gerda am 26.01.2011, 23:10, insgesamt 1-mal geändert.

Herby

Beitragvon Herby » 26.01.2011, 22:22

Liebe Gerda,

das ist ein Text, der mich an einige meiner Versuche zu diesem Thema erinnert. Individuum vs. Masse und Individuum vs. sich selbst - so verstehe ich den Text. Seine Form (additiv) sowie seine Sprachgebung (unvollständige oder kurze Sätze) passen gut zu der Verfassung des Ich, spiegeln sie.
Die Probleme des Ich mit sich selbst gipfeln im letzten Satz, den ich in seiner Hilf- und Ratlosigkeit sehr stark finde.

Ich würde nur den Titel sprachlich überdenken - soweit ich weiß (ich bin kein Romanist) wird l'air ohne akzent, dafür aber mit Apostroph und vom Nomen getrennt geschrieben.

Herzliche Grüße,
Herby

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Eule
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Beitragvon Eule » 26.01.2011, 22:45

Hallo Gerda, zwei formelle Anmerkungen: In Zeile 7, "Strophe" 2, würde ich das "Ich" weglassen, und bei "zementne" in Z 9 das verkürzte e wiedereinfügen und letztere auch nicht extra plakativ einrücken. Der Text liest sich flüssig und gefällt mir gut, obwohl Du hier ein häufiges Thema verwendest. Herzliche Grüße !
Zuletzt geändert von Eule am 26.01.2011, 23:21, insgesamt 3-mal geändert.
Ein Klang zum Sprachspiel.

Herby

Beitragvon Herby » 26.01.2011, 23:02

Hallo Arne,

Arne hat geschrieben:obwohl das Thema, wie Herby schrieb, nicht besonders originell scheint.


Wo liest du das denn?? Das hab ich weder geschrieben noch meine ich das.

Liebe Grüße,
Herby

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Eule
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Beitragvon Eule » 26.01.2011, 23:10

Hm, entschuldige Herby, aber ich glaubte, so etwas "zwischen den Zeilen" gelesen zu haben. Nehme die Formulierung, die ohnehin schuldhaft dahingeschludert war, aber voll ganz und gar auf meine Kappe ! Herzliche Grüße !
Zuletzt geändert von Eule am 26.01.2011, 23:22, insgesamt 1-mal geändert.
Ein Klang zum Sprachspiel.

Herby

Beitragvon Herby » 26.01.2011, 23:22

Schon oK, Arne. :smile:

Aber wieso muss ich bei deinem Text, Gerda, immer an Expressionismus denken? Ich sitze gerade mächtig auf dem Kabel.

Gerda

Beitragvon Gerda » 26.01.2011, 23:30

Nur ganz kurz zur komischen Schreibweise,
lieber Herby,
das war naturellement eine Panne. Ich weiß sogar wie man "L'air" schreibt, aber ich war wohl blind, als ich statt des Apostrophs, einen Akzent getippt habe und dann kopiert, sodass der Titel konsequenterweise auch gleich doppelt falsch dort stand.
Vielen Dank, für den Anstoß und die Rückmeldung.

Zum Inhalt: Es ging mir u. a. durch den Kopf, dass der Mensch trotz Einsamkeit, die Massen unerträglich findet, nicht darin unter- oder aufgehen mag, aber anscheinend auch nicht unbedingt seinen individuellen Weg findet ... Es ist das Hin- und Hergerissensein, was sich "Leben" nennt .... oder so ähnlich.
Vielleicht hat der Text etwas Espressives und Expressionistisches zugleich ... ?



Hallo Arne, jetzt weiß ich nicht recht, ob der Text deiner Meinung nach unoriginell ist.
Meinem Gefühl nach bleibt man mit dem Stempel "Nicht originell" zu allgemein.
Vielleicht kannst du ein paar Worte mehr dazu schreiben, über die Änderungsvorschläge denke ich noch nach. (Ich müsste eigentlich schon längst schlafen). Dir auch vielen Dank für die Rückmeldung.

Gute Nacht euch beiden.
Gerda

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Beitragvon Eule » 26.01.2011, 23:40

Hallo Gerda, nach mehrmaligem Überdenken habe ich die bessere Formulierung ins betreffende posting gesetzt. Du hast völlig recht, und meine Formulierung war in mehrfacher Hinsicht daneben. Schlaf auch gut und viele Grüße !
Ein Klang zum Sprachspiel.

Max

Beitragvon Max » 30.01.2011, 21:00

Liebe Gerda,

mir gefällt der Text von der Form her. Er geht weg vom Klassischen und sucht den eigenen Ausdruck für eine eigene Problematik - das finde ich sehr gut und einen zentralen Ansatz beim Gedichteschreiben.
Man kannn sich sicher an einzelnen Wörtern aufhalten, aber ich glaube, damit würde ich meinem Gesamteindruck vom Text, der mir gefällt, nicht gerecht.

Liebe Grüße
Max

Gerda

Beitragvon Gerda » 31.01.2011, 00:24

Lieber Max,

vielen Dank für die Schilderung deines positiven Eindrucks. Es freut mich sehr, dass dir der Text gefällt.
Manche meiner Texte der letzten Jahre drängen sich förmlich in diese "Zwischenform", weder Lyrik noch Kurzprosa ... auch nicht wirklich ein Fließtext ensteht dabei...
Ich denke, unter freiem Weben passt so etwas dann am ehesten.

Liebe Grüße
Gerda


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