als du dann

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
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Elsa
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Beitragvon Elsa » 04.01.2011, 00:00

als du dann

silbrig umschimmert
über die dunkelwiese
auf mich zuliefst (auch dein lachen glänzte)
glaubte ich wieder
und schlief ruhig
bis die weißen tauben gurrten
Schreiben ist atmen

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 04.01.2011, 17:22

Hallo Elsa,

das mag ich rundum (mitsamt Klammer :)) genau wie es da steht.

Die "Dunkelwiese" könnte mich als Komposita vielleicht in einem anderen Gedicht stören, aber hier klingt sie so natürlich und weich hinein, dass sie mir genau richtig erscheint. Vielleicht liegt es auch an der Betonung, die ich hier auf dem "u" und dem "i" höre, wodurch es diesen weichen Schwung erhält.
Auch die "weißen gurrenden Tauben" mit ihren märchenhaften Anklängen, aber auch der Gefahr des "Kitschpotentials" sind hier für mich einfach "da, anwesend" und können durch ihr "Wecken" und das "u" im Gurren, das zur "Dunkelwiese" klingt, auch etwas ganz anderes, eigenes ansprechen.

Es ist bildhaft, klingt und schwingt in meinen Ohren, es trägt eine Geschichte in sich, es schlägt sich am Ende nicht zu, sondern bleibt in einer Schwebe und bewahrt sich dadurch auch ein Geheimnis. Schön!

Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

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Elsa
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Beitragvon Elsa » 05.01.2011, 17:54

Liebe Flora,

ich freu mich über deinen Kommentar (besonders die mir liebe Klammer), der genauso schwingt, wie ich den Text dachte!

Lieben Dank und Gruß
Elsa
Schreiben ist atmen

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Lisa
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Beitragvon Lisa » 05.01.2011, 21:53

Liebe Elsa,

ich schließe mich Floras Kommentar ganz an. Lustigerweise geht es mir mit der Dunkelwiese und den weißen Tauben ganz genauso und es schön zu sehen, dass es eben doch Fälle gibt, wo der Kontext, die Melodie, das Tempo und alles drum herum einfach Begriffe tragen, die sonst durch die Literaturgeschichte eben gegenwärtig schwierig sind.
Der Text berührt, macht weich, seine Sprache ist so, wie das, was er erzählt bzw. beides ist eins.

liebe Grüße,
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.

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Elsa
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Beitragvon Elsa » 06.01.2011, 17:41

Liebe Lisa,

Danke! Ich hab mich auch fast nicht getraut, diesen Text, in dem heutzutage fragwürdige Romantik vorkommt, einzustellen, fein, wenn es eträglich ist und passt.

Liebe Grüße
ELsa
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leonie
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Beitragvon leonie » 06.01.2011, 18:25

Liebe Elsa,

ich mags auch, trotz (vielleicht sogar wegen!) der Romantik. Hier stimmts einfach.

Liebe Grüße

leonie

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Elsa
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Beitragvon Elsa » 06.01.2011, 19:03

Liebe Leonie

leonie hat geschrieben:ich mags auch, trotz (vielleicht sogar wegen!) der Romantik. Hier stimmts einfach.


Danke!

Frohe Grüße
ELsa
Schreiben ist atmen


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