Lieber Arne,
immer wieder stoße ich bei dir auf Formulierungen, die eigentlich ganz still und einfach erscheinen, aber die mich richtig angehen - so auch hier. Ich mag den kleinen Ausschnitt, der den "Makrokosmos" Winter einfängt und die Sprache, die du dazu wählst, passt für mich ganz hervorragend und wirkt an einigen Stellen schon lautmalerisch bzw. sinnlich weitergefasst "wintermalerisch" (etwa "kusselnd" oder auch Fasserain" (obwohl ich da nicht mal weiß, was das ist, wirkt es trotzdem auf mich).
Zwei sachen würde ich überdenken: Zum einen schwächt das "ungestüm" meines Erachtens den Text, da da etwas explizit benannt wird und dadurch die Bilder (die das ungestüme schon selbst evozieren) schwächen. Das würde ich streichen. Zum anderen gefallen mir die "Farbenstürme" nicht so recht, hier gleitet der Text etwas ins Kitschige.Aber das ist dann auch Geschmackssache, das fängt wieder viele andere Leser bestimmt ein. Ohne diese Stelle jedenfalls, gerade auch druch die Groschen"strophe" am Ende ist der Text aufgerauter und winziger und gefällt mir dadurch besser.
Insgesamt habe ich den text aber sehr gern gelesen! Solche Wintergedichte gibt es ja unzählige, da ist es ganz schön schiwerig, den Leser mitzunehmen und bei mir ist es dir gelungen

liebe Grüße,
Lisa
ps: ich wollte schon immer sagen, dass ich es schön finde, wie du dich an den verschiedenen Ecken und Enden in den gemeinschaftsprojekten oder anderen Ideen einbringst. ich lese dich da immer gern und da man das aber da fast nie kommentieren kann, schreib ich es jetzt einfach mal hier
