noch mal dieses Gedicht: viewtopic.php?f=2&t=11505
Meine Kindheit war ein langer Sonntag
voller Behauptungen
voller Austreibungen
sämtlicher Gewissheiten
die steifen Kragen
der bedrückten Verwandtschaft
während wir aneinander verzweifelten
Ich ging zurück
(ich werde kleiner in diesem Klang)
ein trennendes Gewebe
schlecht verwundener Verluste
(die hielten nicht warm)
Die Art Traurigkeit
die im Glück so gut reift
(die Kindheit und ich als letzten satz der ersten strophe gestrichen
aus eine Art Traurigkeit wurde die Art Traurigkeit
aus schlecht aufeinander bezogenen Verlusten, wurden schlecht verwundene Verluste)
Ich ging zurück
Zuletzt geändert von Xanthippe am 03.12.2010, 06:57, insgesamt 4-mal geändert.
Vielen Dank. Du hast völlig Recht, die Kindheit und ich sind sowas von überflüssig. Über das "bezogen" denke ich noch nach. Ich bin mir nicht sicher, ob das aufeinander wirklich entbehrlich ist, ohne die Möglichkeit des Verstehens stark einzuschränken.
Und "nette" Zeilen sind eigentlich nicht das, was ich schreiben will, aber ich nehme es trotzdem mal als Kompliment.
diebische Grüße
Xanthi
Und "nette" Zeilen sind eigentlich nicht das, was ich schreiben will, aber ich nehme es trotzdem mal als Kompliment.
diebische Grüße
Xanthi
Hallo Xanthippe!
Lustigerweise beißen sich für mich in den letzten beiden Zeilen das "Eine" und das "so":
Eine Art Traurigkeit
die im Glück gut reift
Die Art Traurigkeit
die im Glück so gut reift
Beides leuchtete mir ein; deine Zusammenstellung allerdings nicht. Seltsam
Ferdigruß!
Lustigerweise beißen sich für mich in den letzten beiden Zeilen das "Eine" und das "so":
Eine Art Traurigkeit
die im Glück gut reift
Die Art Traurigkeit
die im Glück so gut reift
Beides leuchtete mir ein; deine Zusammenstellung allerdings nicht. Seltsam

Ferdigruß!
Schäumend enthüpfte die Woge den schöngeglätteten Tannen. (Homer/Voß)
ferdi hat geschrieben:Hallo Xanthippe!
Lustigerweise beißen sich für mich in den letzten beiden Zeilen das "Eine" und das "so":
Eine Art Traurigkeit
die im Glück gut reift
Die Art Traurigkeit
die im Glück so gut reift
Beides leuchtete mir ein; deine Zusammenstellung allerdings nicht. Seltsam
Nicht im geringsten seltsam, Ferdi, weil mir das sofort einleuchtet, was du schreibst. Ich war nicht recht glücklich mit diesem Ende, wusste aber nicht genau, woran es lag. Ich dachte schon, die Aussage wäre falsch
Aber das ist es. Deine Vorschläge sind es. Ich darf sie doch frech benutzen, oder?
Allerbesten Dank
Xanthi
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