du siehst das haus nur
an weißen januartagen -
wenn es schneescheint, eisregnet
und die wiesen sonnenglatt sind.
buchstaben verwittern, ergeben keinen sinn.
aber sie schicken dich auf eine reise.
vergiss nicht die rolle mit dem roten garn!
schau, es beginnt zu schneien.
die fenster öffnen sich.
ganz weit. als müssten sie atmen.
vorhänge bewegen sich raschelnd
im tanzschritt der vergangenheit.
ich weiß: schneeflocken, die fensterbretter berühren,
werden zu glas.
eine alte frau mit grauem haar
sammelt die funkelnden sterne. sie summt dabei
und trägt sie behutsam nach drinnen.
dort legt sie die spur.
du siehst das haus nur
an weißen januartagen.
vergiss nicht die rolle mit dem roten garn.
***
nimm das buch.
trau mir.
öffne die tür.
ein blinder spiegel lehnt im flur an der wand.
(kiesel liegen davor. was sollen sie beweisen?)
die sternenfrau ist hineingegangen.
du musst den faden aufnehmen.
dann ist alles ganz leicht.
du wirst finden.
du witterst die see.
geh an den strand.
sogar ich höre den möwenschrei.
trau mir.
Wintermärchen I / II
- allerleirauh
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Zuletzt geändert von allerleirauh am 28.11.2010, 19:45, insgesamt 1-mal geändert.
- allerleirauh
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nera!
ich freue mich, dich hier zu lesen!!!!!
ich ändere "solln", über das "du wirst finden" muss ich nachdenken.
lg
a
ich freue mich, dich hier zu lesen!!!!!
ich ändere "solln", über das "du wirst finden" muss ich nachdenken.
lg
a
-
Max
Liebe A.,
leider ist meine Zeit derzeit so knapp, dass ich nur sehr selten zum lesen komme - diesen Text aber wollte ich mir anschauen.
Dabei lese ich ihn genauer als zwei Texte und nicht als einen, um sie als eine echte Kombnation zu lesen, finde ich die Verstrickung nicht eng genug. Das Problem ist dann allerdings, dass ich im ersten Text die Zeile
sehr losgelöst vom Rest des Textes finde. Im dem ganzen Wintermärchen I kommen wedr vorher noch hinterher irgendelche Buchstaben vor - und dabei möchte man doch, dass diese Zeile Sinn ergibt
.
Beide Texte erinnern mich ein wenig an ein Gedicht von mir vor zwanzig Jahren - aus der Entfernung würde ich mir (vor 20 Jahren) sagen, dass ich (heute) in Märchengedichte eine zweite Ebene einziehen würde, die die erste, märchenhafte bricht und ihr so Substanz im Hier und Jetzt verleiht. Das fehlt mir auch hier ein bisschen (so schön die Märcheneben ist).
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich heute schon zum dritten Mal vom märchenhaften Schnee nasse Füße habe
.
Liebe grüße
Max
leider ist meine Zeit derzeit so knapp, dass ich nur sehr selten zum lesen komme - diesen Text aber wollte ich mir anschauen.
Dabei lese ich ihn genauer als zwei Texte und nicht als einen, um sie als eine echte Kombnation zu lesen, finde ich die Verstrickung nicht eng genug. Das Problem ist dann allerdings, dass ich im ersten Text die Zeile
buchstaben verwittern, ergeben keinen sinn.
sehr losgelöst vom Rest des Textes finde. Im dem ganzen Wintermärchen I kommen wedr vorher noch hinterher irgendelche Buchstaben vor - und dabei möchte man doch, dass diese Zeile Sinn ergibt
. Beide Texte erinnern mich ein wenig an ein Gedicht von mir vor zwanzig Jahren - aus der Entfernung würde ich mir (vor 20 Jahren) sagen, dass ich (heute) in Märchengedichte eine zweite Ebene einziehen würde, die die erste, märchenhafte bricht und ihr so Substanz im Hier und Jetzt verleiht. Das fehlt mir auch hier ein bisschen (so schön die Märcheneben ist).
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich heute schon zum dritten Mal vom märchenhaften Schnee nasse Füße habe
.Liebe grüße
Max
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