so......endlich komme ich dazu, euch zu danken und zu antworten. immer hübsch der reihe nach. ich fange diesmal oben an
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liebe gabriella!
dir ersteinmal nochmals zusätzlichen dank. denn du hast ein paar meiner gedichte wieder aus dem keller geholt, in dem sie gerade verschunden waren. das finde ich sehr nett von dir!
du schreibst:
Wenn wir keine Fragen mehr haben, somit keine Suche, was bleibt dann als Antrieb?
das ist eine gute frage. auf die ich als jemand, der immer noch fragen hat, natürlich am schlechtesten beantworten kann. ich persönlich wollte aber diese textaussage sybillinisch halten. ich glaube, dass man immer fragen hat. es wird nach meinem glauben immer eine frage mehr geben, als es antworten gibt. aber ich glaube auch, dass sich viele antworten aus den fragen selbst ergeben. und mit zunehmendem alter immer weniger fragen aus den antworten heraus stellen. man mag es "abfinden" nennen, oder wie du "resignierend". aber ich finde das überhaupt nicht so.
die schlusszeilen sagen aber auch, dass man schlussendlich nie ganz abgeklärt sein kann.
resignierend empfinde ich den text trotz allem nicht. er zeigt, dass man immer fragend ist, immer in die zukunft sieht und dass man immer auch verwurzelt mit dem ist, was einen prägte (siehe nabelschnur). vielleicht lässt das "streunen" dich das empfinden. magsein, dass "streunen" nicht positiv klingt. aber es ist doch so, das wir von einer ecke unserer persönlichkeit irren und unsere grenzen suchen. das was in uns steckt, das, was nicht in uns steckt etc...
liebe lisa,
mit dem konkurrenzgeladen magst du richtig liegen. ich empfinde das ansatzweise jetzt auch so. die bilder aber passen schon zueinander: nabelschnur (geburt, heranwachsen), schatten (das, was uns das leben erschwert und / oder formt) und die asche, die das lebensende symbolisiert. ich vermute mal, das dichte aufeinanderfolgen der begriffe erschlägt den text.
lieber arne,
mit dem offenen ende klingt es für dich so, wie für mich. der plural von schatten ist nix anders als der ausdruck von mehreren einschnitten, veränderungen im leben. schatten gehen und neue schatten kommen.....
lieber last,
was soll ich sagen zu solch einer analytischen textkritik! ich staune hier und spüre erst durch deinen kommentar, was unter umständen unterbewusst in die zeilen gelangt sind. in vielem, was du schreibst, deckst du ja ohnehin meine ausführungen weiter oben ab. danke.......deine kritik wertet meinen text sehr auf!
liebe grüße an alle: niko