Die verlorene Liebe
Verfasst: 31.10.2010, 20:35
Da liegt sie nun
Die verlorene Liebe
Auf einer taunassen Wiese
Sie wird sich einen Schnupfen holen
Wenn sie niemand in den Mantel des Vergessens hüllt
Und Wasser nachfüllt
Für die Tränen die noch vergossen werden müssen
Wenn der Wind wieder auf diese bestimmte Art
In den Blättern heult
Und ein schlecht frisierter Schatten
Aus der erdrückenden Gegenwart einer Eiche steigt
Um sich der grenzenlosen Schwermut eines Gewitterregens hinzugeben
Bunt schillernd wie ein Regenbogenfisch
Auf verschimmelten Postkarten
In diesem Kellerloch
Wo sie die Liebe eingesperrt haben
Zusammen mit ihrer Kehrseite
So konnten sie wenigstens
Mensch-ärgere-dich-nicht spielen
Zum Schachspiel hat es nie gereicht
Weil keine von beiden die Geduld hatte
Den Zügen hinterher zu sehen
Immer stellten sie sich gleich Bahngleise vor
Oder Hafenanlagen
Schiffe und Flugzeuge
Und die vermeintliche Weite der Welt
Aber wenn sie durch die vergitterten Fenster guckten
Schnitt ihnen die Welt Grimassen
Und eigentlich
Wollten sie sich gar nicht mehr trennen
Die verlorene Liebe
Auf einer taunassen Wiese
Sie wird sich einen Schnupfen holen
Wenn sie niemand in den Mantel des Vergessens hüllt
Und Wasser nachfüllt
Für die Tränen die noch vergossen werden müssen
Wenn der Wind wieder auf diese bestimmte Art
In den Blättern heult
Und ein schlecht frisierter Schatten
Aus der erdrückenden Gegenwart einer Eiche steigt
Um sich der grenzenlosen Schwermut eines Gewitterregens hinzugeben
Bunt schillernd wie ein Regenbogenfisch
Auf verschimmelten Postkarten
In diesem Kellerloch
Wo sie die Liebe eingesperrt haben
Zusammen mit ihrer Kehrseite
So konnten sie wenigstens
Mensch-ärgere-dich-nicht spielen
Zum Schachspiel hat es nie gereicht
Weil keine von beiden die Geduld hatte
Den Zügen hinterher zu sehen
Immer stellten sie sich gleich Bahngleise vor
Oder Hafenanlagen
Schiffe und Flugzeuge
Und die vermeintliche Weite der Welt
Aber wenn sie durch die vergitterten Fenster guckten
Schnitt ihnen die Welt Grimassen
Und eigentlich
Wollten sie sich gar nicht mehr trennen
). Zuerst habe ich überhaupt keinen roten Faden in die Hand bekommen und oft das Gefühl, mancher (jeder) Vers stünde für sich alleine, aber inzwischen lichten sich die Nebel ein wenig... (Nebenbei: Schach - Züge - Bahngleise empfinde ich dagegen als etwas plump). Hmja. Ich habe es halt immer etwas schwerer mit deinen Texten, weil wir so unterschiedlich denken über die dichterischen Dinge. Aber eigentlich gefällt mir dein Gedicht doch. Inzwischen
