Hallo, ihr Lieben, ich könnte jetzt einen Frustbericht abgeben, warum ich erst heute antworte, aber ich lasse es lieber ...
Liebe Renée, danke für den Vergleich mit Morgenstern! In der Tat hat der Schlusslichtsalmler einiges mit dem Kieselwiesel gemeinsam!
Nur eine Frage: was sollte er tun? ... Schlusslicht sein?
Natürlich! Dass du das fragst, macht mich etwas ratlos, denn wenn das aus dem Kontext nicht klar wird, geht die Pointe mit dem Fischlein den Bach runter.
Liebe keinsilbig,
ich liebe diese bunten Fischchen auch, daher war ich neulich einfach so zum Schauen in einer Aquarienhandlung. Als ich den Namen "Schlusslichtsalmler" auf einem Etikett las, wusste ich, das sowas ins Gedicht gehört! Grüß deine Fischlein von mir, schön dass es dir gefällt!
Lieber Quoth,
der Titel klingt für sich allein vielleicht etwas lustlos, aber er passt sowohl inhaltlich als auch von der Silben-Assonanz her so gut zum Text, dass ich dafür keine Alternative suchen möchte.
Ein Gleichmaß der Verse hätte ich herstellen können, habe das aber bewusst nicht getan. Erinnerst du dich noch an unsere andernorts erbitterten Diskussionen deswegen? Leiern oder nicht leiern? Hebungen zählen oder nicht? Hier handelt es sich ja eigentlich nicht um ein Gedicht, sondern um einen Bericht über ein misslungenes Gedicht. ;) Daher mögen die verschieden langen Zeilen erlaubt sein. Gleiches gilt für das assonantische "entwich", dass ja gerade den Punkt markiert, an dem das Gedicht mißlingt. Außerdem finde ich, dass es genug Binnenreime und Binnen-Assonanzen gibt, die das Gewicht weg vom Endreim verlagern und daher diese bewusste Nachlässigkeit gut einbetten. Jedenfalls für mein Ohr.
Was ich eher als Mangel empfinde, ist die Tatsache, dass es mir nicht gelang, in Z4 eine Silbe mit dunklem U einzubauen, so wie es in allen anderen Zeilen geschah. Wer da eine Idee hat, gerne her damit!
Lieber Max, in welcher Rubrik musst du denn öfter schmunzeln... ? ;)
Viele Grüße
fenestra