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Wahl

Verfasst: 04.08.2010, 21:10
von Zakkinen
[tabs][tabs: Original]tief geschaufelt
gut zwei Meter
eigenhändig
spitzgeschnitzte Stecken
aufgerichtet, dicht an dicht
in den Grund
(für den Fall, nur für den Fall)
abgedeckt mit Feigenblatt
Schief gedacht, nachgelacht
dreimal schnell im Kreis gedreht
und einen großen Schritt getan
[tabs: Variante]tief geschaufelt
gut zwei Meter
eigenhändig spitzgeschnitzte
Stecken aufgerichtet
dicht an dicht
in den Grund
(für den Fall, nur für den Fall)
abgedeckt mit Feigenblatt
Schief gedacht, nachgelacht
dreimal schnell im Kreis gedreht
und einen großen Schritt gemacht[/tabs]

Verfasst: 05.08.2010, 10:14
von Xanthippe
die Liebe als Loch, als Sündenfall.
feines Bild, schöner Rhythmus
und da ist mein einziger Lesehaken: der Rhythmus geht ja kaputt in der letzten Strophe, und das macht schon Sinn, aber gefallen will es mir trotzdem nicht so recht.

Verfasst: 06.08.2010, 21:54
von elisarmin
Die Beschreibung der Falle, der Liebesfalle.
Wer dahinein fällt kehrt wohl kaum zurück - der ist auf immer verloren.

So interpretiere ich deine Verse. Leider sehe ich keine Verbindung zu den letzten beiden Strophen. Ich werde weiter drüber grübeln. Ansonsten gefällt mir dein Gedicht sehr.

Verfasst: 07.08.2010, 14:08
von Zakkinen
Hallo Ihr Lieben,
danke für die Kommentare. Es sollte auch etwas von: "wer sich selber eine Grube gräbt, der fällt auch selbst hinein" mitschwingen. Und ein wenig von dem Problem, zwischen Liebe und Begierde zu unterscheiden, wobei letzteres gern hinter dem ersten versteckt wird.
Gruß
Henkki

Verfasst: 09.08.2010, 13:49
von ferdi
Hallo Henkki.

na ja, Begierde hin, Liebe her - mir gefällt der Text offengestanden schon / vor allem wegen der Art, in der du hier mit Sprache hantierst. Liest sich sehr anregend :-)

Ferdigruß!