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ich denk mir deinen Körper
reichlich weißbedünt
und nach den ersten Feigen duftend
bei dir zu sein
vom Unbekannten zu schreiben
wie dein Wellenhaar so gleich
abendsonnlichen Abschiedstüchlein
deinem Nacken weht, und wehen
meine begierigen Fingerspitzen
meine durchwimmerten
meine durchwüsteten...
ach, dann lachst du
so trauerlich aus deinem irrsinnnahen Zwinkern
blitzmündig
fragst ganz schauerlich
nach einem Stück Zucker für den Tee
-
aus der Reihe:
"bewahrten unser Schweigen"
-
VFM
[ich denk mir deinen Körper]
-
Louisa
Hallo!
(aus der Reihe:
"ich zerpflücke ein Gedicht")
- und ich hoffe, dass es produktiv wird.
Schön ist der Anfang!
"ich denk mir deinen Körper
reichlich weißbedünt
und nach den ersten Feigen duftend"
Nur: Wie riechen denn erste Feigen? Ich kann es kaum glauben, aber ich fordere hier das erste Mal ein Adjektiv
!
"bei dir zu sein
vom Unbekannten zu schreiben"
*Grummel* *Grübel* *Rätsel* *Muffel*
"wie dein Wellenhaar so gleich
abendsonnlichen Abschiedstüchlein"
Hier ist mir das Adjektiv wieder zuviel! DAs wirkt ein bisschen übertrieben - "abendsonnliche Abschiedstüchlein" - Holter die Polter! Soll das so übertrieben klingen? Das klingt wie: "Apfelbäckchenglattes Händeschütteln"
"deinem Nacken weht, und wehen
meine begierigen Fingerspitzen
meine durchwimmerten
meine durchwüsteten..."
Da geht es auch wieder etwas mit dir durch, habe ich den Eindruck. Wobei dieses: "Meine Fingerspitzen wehen deinem Nacken entgegen" - das könnte ich ja gerade noch gelten lassen, wobei es nicht sehr originel klingt, fürchte ich. Durchwimmerte Fingerspitzen? Aha
... damit kann ich (noch) wenig anfangen. 
Dann wird es wieder schön, finde ich:
"ach, dann lachst du
so trauerlich aus deinem irrsinnnahen Zwinkern"
"Zwinkern" hätte mir gereicht - so stellt man sich einen leicht psychotischen Blick vor.
"blitzmündig
fragst ganz schauerlich
nach einem Stück Zucker für den Tee"
Na, das muss aber ein Tonfall gewesen sein! Sehr skurril wirkt das im Vergleich zum Anfangston des Gedichtes auf mich - und hier wird mir wieder zu sehr ein Gefühl (schauerlich) benannt, als das es in ein Bild verpackt erzeugt wird. Vielleicht eher:
"Du fragst nach einem Stück Zucker für den Tee
und ich erschaudere."
Oder so
?
Meine Ratschläge waren auch schon einmal besser.
Kein guter Tag! Morgen vielleicht bessere Ratschläge!
Viel Glück und: Süßstoff ist ein feiner Zuckerersatz!
l
(aus der Reihe:
"ich zerpflücke ein Gedicht")
- und ich hoffe, dass es produktiv wird.
Schön ist der Anfang!
"ich denk mir deinen Körper
reichlich weißbedünt
und nach den ersten Feigen duftend"
Nur: Wie riechen denn erste Feigen? Ich kann es kaum glauben, aber ich fordere hier das erste Mal ein Adjektiv
!"bei dir zu sein
vom Unbekannten zu schreiben"
*Grummel* *Grübel* *Rätsel* *Muffel*
"wie dein Wellenhaar so gleich
abendsonnlichen Abschiedstüchlein"
Hier ist mir das Adjektiv wieder zuviel! DAs wirkt ein bisschen übertrieben - "abendsonnliche Abschiedstüchlein" - Holter die Polter! Soll das so übertrieben klingen? Das klingt wie: "Apfelbäckchenglattes Händeschütteln"
"deinem Nacken weht, und wehen
meine begierigen Fingerspitzen
meine durchwimmerten
meine durchwüsteten..."
Da geht es auch wieder etwas mit dir durch, habe ich den Eindruck. Wobei dieses: "Meine Fingerspitzen wehen deinem Nacken entgegen" - das könnte ich ja gerade noch gelten lassen, wobei es nicht sehr originel klingt, fürchte ich. Durchwimmerte Fingerspitzen? Aha
... damit kann ich (noch) wenig anfangen. 
Dann wird es wieder schön, finde ich:
"ach, dann lachst du
so trauerlich aus deinem irrsinnnahen Zwinkern"
"Zwinkern" hätte mir gereicht - so stellt man sich einen leicht psychotischen Blick vor.
"blitzmündig
fragst ganz schauerlich
nach einem Stück Zucker für den Tee"
Na, das muss aber ein Tonfall gewesen sein! Sehr skurril wirkt das im Vergleich zum Anfangston des Gedichtes auf mich - und hier wird mir wieder zu sehr ein Gefühl (schauerlich) benannt, als das es in ein Bild verpackt erzeugt wird. Vielleicht eher:
"Du fragst nach einem Stück Zucker für den Tee
und ich erschaudere."
Oder so
?Meine Ratschläge waren auch schon einmal besser.
Kein guter Tag! Morgen vielleicht bessere Ratschläge!
Viel Glück und: Süßstoff ist ein feiner Zuckerersatz!
l
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FawzZalum
Liebe Louisa,
ich musste ja reichlich schmunzeln beim Lesen deines Kommentars
Das "Zerpflücken" macht mir hier gar nichts...denn es ist im Prinzip eine Nachdichtung - oder der Versuch dazu - eines Gedichtes, das ich im Original auf Arabisch schrieb. Das ist immer etwas heikel...
Mal zu den Anmerkungen
Naja, mh, ja, also...weiß auch nicht, wie der Leser den Duft erster Feigen empfinden würde
Für mich ist es vielleicht auch gar nicht so sehr etwas Riechbares. Mir fällt da der Gedanke "erste Kirschen" ein, und wie man als Kind darauf wartet, welche vom Nachbarn zu klauen. Is glaub ich eher ein ideeller Duft, oder so. Ich weiß nicht, ob ich das direkt erwähnen sollte.
Versteh ich nicht...
Apfelbäckchenglattes Händeschütteln...herrlich
Ja, du hast sicher Recht...es ist auch etwas mächtig, also das Wort von der Länge her und so. Naja, jedenfalls dient abendsonnlich schon als Zeitindikator, obwohl ich tatsächlich im Arab. einfach in der Sonne des Abends schrieb....tzzzzzzzzzzzzzzzz
Also, ob da Fingerspitzen dem Nacken entgegenwehen, ist ja gar nicht gesagt, in meinen Augen.
Nee, ich denke, für mich, ist hier alles in Ordnung, und finde es auch nicht übermächtig, trotz dreifacher Adjektivierung (
). Es wäre doch viel überladener, hätte ich das alles noch mal als Relativsätze ausformuliert, oder?
Meine Fingerspitzen, die...
Ich mag diese Adjektive hier, die zwar eigenartig, aber genau treffend sind.
Und zu den durchwimmerten Fingerspitzen: Ich muss zugeben, meine Adjektiv-Substantiv-Kombinationstätigkeit ist gerade in neue Sphären aufgestiegen. Das ist wohl alles sehr gewöhnungsbedürftig...
Ich dachte schon irgendwie anfänglich an etwas wie durchzechte Nächte, die ja auch gewisse Spuren hinterlassen. Ich denk mir, das hier dir Finger auch Spuren tragen, nämlich vom häufigen Wimmern. Was das Wimmern - vielleicht ein typischerweise herausgegriffener Begriff, der eigentlich umfassenderes meint - nun bewirkt...nun das kann Diverses sein, etwa eine erhöhte Schreibtätigkeit. Aha...und warum das Wimmern? Naja, das wäre jetzt zu sehr ausklamüsert...
Aber ja, psychotischer Blick...
Nun, man muss ja bedenken, dass es das LI ist, welches das Gezwinkere des LD als schon fast irrsinnig auffasst. Das hat dann nichts damit zu tun, wie ich meine, dass der Blick auf irgendeine Weise geistig gestört anmutet. Nein, es ist, was das Zwinkern beim LI bewirkt, etwas fast Wahnsinniges, etwas, was die (Liebes)Situation irrsinnig erscheinen lässt. Denn mit dem Zwinkern ist es ja wie mit Zeichensprache, oder? Also, ich weiß nicht, aber, man sagt doch auch "einen Wink geben", will sagen "ein Zeichen geben" - mit den Wimpern, mit Gezwinker. Jetzt bin ich verwirrt, sorry. Vielleicht kannst du aus diesem seltsamen Kommentar entschlüsseln, was ich meine, und vielleicht nen Wink geben, wie ich das besser ausdrücken könnte...
Ist glaub ich auch skurril für das LI.
Und wieso denkst du an einen schallenden Tonfall? Für mich ist blitzend eher etwas Visuelles...
Ja, und du hast wieder Recht. Es ist eigentlich auch gar kein schauerliches Fragen, obwohl mir das gefällt. Ich schrieb: und diese Frage durchschauerte mich [bzw. Mark und Bein wäre wohl die treffendste Übertragung, welche ich im Deutschen aber nie wählen würde
]
Also ich fands ganz anregend
Ich mag übrigens keinen Süßstoff, wenn Süßen, dann lieber mit Honig. Sagt das jetzt etwas über meinen Schreibstil aus?
Herzlichst
Zafar
ich musste ja reichlich schmunzeln beim Lesen deines Kommentars
Das "Zerpflücken" macht mir hier gar nichts...denn es ist im Prinzip eine Nachdichtung - oder der Versuch dazu - eines Gedichtes, das ich im Original auf Arabisch schrieb. Das ist immer etwas heikel...
Mal zu den Anmerkungen
Louisa hat geschrieben:Nur: Wie riechen denn erste Feigen? Ich kann es kaum glauben, aber ich fordere hier das erste Mal ein Adjektiv!
Naja, mh, ja, also...weiß auch nicht, wie der Leser den Duft erster Feigen empfinden würde
Für mich ist es vielleicht auch gar nicht so sehr etwas Riechbares. Mir fällt da der Gedanke "erste Kirschen" ein, und wie man als Kind darauf wartet, welche vom Nachbarn zu klauen. Is glaub ich eher ein ideeller Duft, oder so. Ich weiß nicht, ob ich das direkt erwähnen sollte."bei dir zu sein
vom Unbekannten zu schreiben"
*Grummel* *Grübel* *Rätsel* *Muffel*
Versteh ich nicht...
"wie dein Wellenhaar so gleich
abendsonnlichen Abschiedstüchlein"
Hier ist mir das Adjektiv wieder zuviel! DAs wirkt ein bisschen übertrieben - "abendsonnliche Abschiedstüchlein" - Holter die Polter! Soll das so übertrieben klingen? Das klingt wie: "Apfelbäckchenglattes Händeschütteln"
Apfelbäckchenglattes Händeschütteln...herrlich
Ja, du hast sicher Recht...es ist auch etwas mächtig, also das Wort von der Länge her und so. Naja, jedenfalls dient abendsonnlich schon als Zeitindikator, obwohl ich tatsächlich im Arab. einfach in der Sonne des Abends schrieb....tzzzzzzzzzzzzzzzz
"deinem Nacken weht, und wehen
meine begierigen Fingerspitzen
meine durchwimmerten
meine durchwüsteten..."
Da geht es auch wieder etwas mit dir durch, habe ich den Eindruck. Wobei dieses: "Meine Fingerspitzen wehen deinem Nacken entgegen" - das könnte ich ja gerade noch gelten lassen, wobei es nicht sehr originel klingt, fürchte ich. Durchwimmerte Fingerspitzen? Aha... damit kann ich (noch) wenig anfangen.
Also, ob da Fingerspitzen dem Nacken entgegenwehen, ist ja gar nicht gesagt, in meinen Augen.
Nee, ich denke, für mich, ist hier alles in Ordnung, und finde es auch nicht übermächtig, trotz dreifacher Adjektivierung (
). Es wäre doch viel überladener, hätte ich das alles noch mal als Relativsätze ausformuliert, oder?Meine Fingerspitzen, die...
Ich mag diese Adjektive hier, die zwar eigenartig, aber genau treffend sind.
Und zu den durchwimmerten Fingerspitzen: Ich muss zugeben, meine Adjektiv-Substantiv-Kombinationstätigkeit ist gerade in neue Sphären aufgestiegen. Das ist wohl alles sehr gewöhnungsbedürftig...
Ich dachte schon irgendwie anfänglich an etwas wie durchzechte Nächte, die ja auch gewisse Spuren hinterlassen. Ich denk mir, das hier dir Finger auch Spuren tragen, nämlich vom häufigen Wimmern. Was das Wimmern - vielleicht ein typischerweise herausgegriffener Begriff, der eigentlich umfassenderes meint - nun bewirkt...nun das kann Diverses sein, etwa eine erhöhte Schreibtätigkeit. Aha...und warum das Wimmern? Naja, das wäre jetzt zu sehr ausklamüsert...
Dann wird es wieder schön, finde ich:
"ach, dann lachst du
so trauerlich aus deinem irrsinnnahen Zwinkern"
"Zwinkern" hätte mir gereicht - so stellt man sich einen leicht psychotischen Blick vor.
Aber ja, psychotischer Blick...Nun, man muss ja bedenken, dass es das LI ist, welches das Gezwinkere des LD als schon fast irrsinnig auffasst. Das hat dann nichts damit zu tun, wie ich meine, dass der Blick auf irgendeine Weise geistig gestört anmutet. Nein, es ist, was das Zwinkern beim LI bewirkt, etwas fast Wahnsinniges, etwas, was die (Liebes)Situation irrsinnig erscheinen lässt. Denn mit dem Zwinkern ist es ja wie mit Zeichensprache, oder? Also, ich weiß nicht, aber, man sagt doch auch "einen Wink geben", will sagen "ein Zeichen geben" - mit den Wimpern, mit Gezwinker. Jetzt bin ich verwirrt, sorry. Vielleicht kannst du aus diesem seltsamen Kommentar entschlüsseln, was ich meine, und vielleicht nen Wink geben, wie ich das besser ausdrücken könnte...
"blitzmündig
fragst ganz schauerlich
nach einem Stück Zucker für den Tee"
Na, das muss aber ein Tonfall gewesen sein! Sehr skurril wirkt das im Vergleich zum Anfangston des Gedichtes auf mich - und hier wird mir wieder zu sehr ein Gefühl (schauerlich) benannt, als das es in ein Bild verpackt erzeugt wird. Vielleicht eher:
"Du fragst nach einem Stück Zucker für den Tee
und ich erschaudere."
Oder so?
Ist glaub ich auch skurril für das LI.
Und wieso denkst du an einen schallenden Tonfall? Für mich ist blitzend eher etwas Visuelles...
Ja, und du hast wieder Recht. Es ist eigentlich auch gar kein schauerliches Fragen, obwohl mir das gefällt. Ich schrieb: und diese Frage durchschauerte mich [bzw. Mark und Bein wäre wohl die treffendste Übertragung, welche ich im Deutschen aber nie wählen würde
]Meine Ratschläge waren auch schon einmal besser.
Kein guter Tag! Morgen vielleicht bessere Ratschläge!
Viel Glück und: Süßstoff ist ein feiner Zuckerersatz!
Also ich fands ganz anregend
Ich mag übrigens keinen Süßstoff, wenn Süßen, dann lieber mit Honig. Sagt das jetzt etwas über meinen Schreibstil aus?
Herzlichst
Zafar
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