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[Eigentlich bist du keine Insel]

Verfasst: 08.03.2010, 20:04
von FawzZalum
Eigentlich bist du keine Insel

Du schminkst dich
Verführst
So wie die Lichter mich verführen,
Die warm sind
Hier, und auf Mitternachtsasphalt
Und mitternächtens auf der Haut
Der Frauen, und in Gräsern
Kenn ich dich nicht einmal, so glaube ich
Und doch ist es Verwirrung

Warum kommst du nur
Zu spät
Immer, mir zu entfliehen
Mich der Einsamkeit der Straßen zu überlassen
Ihren Erinnerungen
Ihrem zerreißend schönen Dialekt

-

VFM

Verfasst: 13.03.2010, 18:44
von Max
Liebe Zafar,

der Titel dieses Gedichtshat mich schon seit längerem angezogen, weil er in seiner Schwierigkeit etwas zu bedeuten so selbstverständlich daher kommt. Diese Selbstverständlichkeit bleibt dem Text erhalten, während die Verständlichkeit für mich wächst. Das gefällt mir - mehr noch gefällt mir allerdings der beinahe intime Ton dieses Textes, der mir beinahe beschwörend im Ohr bleibt.
Sehr schön
Max

Verfasst: 13.03.2010, 19:02
von Elsa
Liebe Zafar,

das ist wunderschön in seiner stillen Art, mir klingt es wie Liebesmurmeln, Respekt!

Liebe Grüße
ELsa

Verfasst: 13.03.2010, 22:08
von Lydie
Liebe Zafar,

Ich kann mich Elsa und Max nur anschliessen. Dein Gedicht rührt mich warm an.

"So wie die Lichter mich verführen,
Die warm sind"

"Mich der Einsamkeit der Straßen zu überlassen
Ihren Erinnerungen
Ihrem zerreißend schönen Dialekt"

Die von Max aufgebrachten Stichworte "intim" und "selbstverständlich" finde ich treffend.
Ebenso was Elsa sagt zur "stillen Art".

Es ist "unspektakulär" -ich weiss nicht, ob es das richtig trifft- und gerade darin ganz nah, lebendig, warm und auf jeden Fall sehr schön geschrieben.

Liebe Grüße an dich,

Lydie