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maskenworte

Verfasst: 14.02.2010, 18:05
von Mucki

Endfassung:

maskenworte

damals sagte ich
papa und meinte
vater

damals sagte ich
mutti und meinte
mama

heute sage ich mamita
und meine
mutter



2. Fassung

maskenworte

damals
sagte ich papa
und meinte vater
sagte ich mutti
und meinte mama

heute
sage ich mamita
und meine mutter





1. Fassung

maskenworte

papa sagte ich
und meinte vater
mutti sagte ich
und meinte mama

damals

mamita sage ich
und meine mutter

heute




Titel von sprechende maskennamen geändert auf maskenworte


02/2010

Verfasst: 14.02.2010, 20:41
von Renée Lomris
Hallo,

ich habe diese Worte gern gelesen. Die Dichte, das Nichtgesagte und doch Erfahrene wird für mich spürbar. Am dichtesten das Nacheinander, Nebeneinander von mutti-mama und mamita-meine mutter ... der eigentliche Bruch, am Ende.
für mich ist der Text so stimmig ... bis vielleicht auf den Titel "Maskennamen" ... zwar glaube ich etwas von dem, was hinzu kommt, zu ahnen, aber irgendwie ist es entweder zuviel oder zuwenig

liebe Grüße
Renée

Verfasst: 14.02.2010, 22:10
von Mucki
Liebe Renée,

danke dir für deinen Kommentar. Ja, das Nicht-Gesagte ist hier wohl wichtig. Auch, dass im 2. Teil nichts über den Vater mehr gesagt wird.

Zum Titel: Da bin ich mir auch noch uneins: Ich hatte überlegt, ob auch n ~ a ~ m ~ e ~ n als Titel ginge. Das drückt evtl. dieses Gefühlschaos, das Maskenhafte aus.
Saludos
Mucki

Verfasst: 15.02.2010, 00:19
von Herby
Hi Mucki,

diese Zeilen berühren mich auf sehr unterschiedliche Weise und aus sehr unterschiedlichen Gründen. Den Titel finde ich allerdings zu "üppig", hier stimme ich dir zu, wenn du meinst, dass "Namen" alleine es auch täte. Obwohl: sind es in deinem Text wirklich "Namen", von denen wir reden?

Lieben Gruß
Herby

Verfasst: 15.02.2010, 01:14
von Mucki
Hi Herby,

Herby hat geschrieben:Den Titel finde ich allerdings zu "üppig", hier stimme ich dir zu, wenn du meinst, dass "Namen" alleine es auch täte. Obwohl: sind es in deinem Text wirklich "Namen", von denen wir reden?

nein, eigentlich sind es ja keine Namen. Wie nennt man das denn, wie Kinder ihre Eltern anreden? *grübel*
Ich glaube, ich muss hier einen ganz anderen Titel finden. Warum ist das bloß mit den Titeln immer so schwierig. Der Text war sofort klar, der schrieb sich von alleine sozusagen, aber immer diese Titel! :12: ;-)
Hat jemand eine Idee?

Saludos
Mucki

Verfasst: 15.02.2010, 01:42
von Herby
Gabriella hat geschrieben:Wie nennt man das denn, wie Kinder ihre Eltern anreden? *grübel*


Das sind wohl Kosewörter, doch das hilft dir im Hinblick auf den Titel auch nicht weiter. Die Schwierigkeiten, einen Titel zu finden, der weder zu viel offenlegt noch zu kryptisch ist, kenne ich auch, ja. Wenn ich bei deinem Text auf der Suche mal vorsichtig weiter gehe, dann ist doch im aktuellen Fall das Wort "Masken" ein Kernbegriff, wenn ich es richtig verstehe. Hinter dem gesagten Wort verbirgt sich das Gemeinte. Masken? Wortmasken? Verborgenes?

Nachtgrüße
Herby

Verfasst: 15.02.2010, 13:20
von Mucki
Huhu Herby,

ja, Masken ist das Stichwort. Ich ändere den Titel in "Maskenworte". Das passt viel besser.
Danke dir für den Anstupser.

Saludos
Mucki

Verfasst: 15.02.2010, 14:17
von noel
ab dem "damals" steige ich nicht durch,
bzw. kann ich mit dem finalen "heute" so gar nicht korrespondieren...
ich bekomme einfach den bogen nicht

Verfasst: 15.02.2010, 14:40
von Nicole
Hi Mucki,

ich verstehe, was Du sagen möchtest, denke ich. Wobei "und meine Mutter" für mich beim ersten/zweiten Lesen unangenehm zweideutig war. Im Sinne von mein(deine, unsere) Mutter und meinen...

Unabhängig davon überläßt der Text meines Erachtens zu viel dem Leser. Du gibts keine Richtung, die andeuten würde, warum im heute der Vater nicht mehr erwähnt wird...
- ist er tot?
- hat er die Tochter verlassen?
- gab es Streit und die beiden ignorieren sich?
- gibt die Tochter dem Vater nur noch unaussprechliche Schimpfworte, die hier nicht erwähnt sind?
oder, als "böse" Interpretation, hat die Autorin einfach einen Teil des Textes vergessen?

Für mich fehlt hier etwas, das ist mir zu beliebig.

Liebe Gruß,

Nicole

Verfasst: 15.02.2010, 14:50
von Mucki
Hola noel,

noel hat geschrieben:ab dem "damals" steige ich nicht durch,
bzw. kann ich mit dem finalen "heute" so gar nicht korrespondieren...
ich bekomme einfach den bogen nicht


vielleicht sollte ich anders setzen, so:

maskenworte

damals
sagte ich papa
und meinte vater
sagte ich mutti
und meinte mama

heute
sage ich mamita
und meine mutter


So ist es klar, oder?

Hallo Nicole,

ja, das mit dem "meine" ist mir klar, denke aber, dass aus dem Kontext hervorgeht, welches "meine" hier gedacht ist. Ich mag ungern ein "aber" oder sowas ähnliches vor "mutter" setzen.
Dass der Vater im zweiten Teil völlig fehlt, ist Absicht. Auch, dass ich für den Leser ganz offen lasse, was er sich hier denken kann. Das komplette Weglassen soll quasi für sich sprechen.

Saludos
Mucki

Verfasst: 15.02.2010, 15:13
von noel
jepp
so habe ich eine geschichte vor mir

Verfasst: 15.02.2010, 15:16
von Mucki
ok, dann setze ich die andere, deutlichere Formatierung oben als 2. Version ein

Verfasst: 15.02.2010, 18:06
von aram
Gabriella hat geschrieben:

2. Fassung

maskenworte

damals
sagte ich papa
und meinte vater
sagte ich mutti
und meinte mama

heute
sage ich mamita
und meine mutter




1. Fassung

maskenworte

papa sagte ich
und meinte vater
mutti sagte ich
und meinte mama

damals

mamita sage ich
und meine mutter

heute



Titel von sprechende maskennamen geändert auf maskenworte


02/2010

liebe mucki,

an diesem text ist mir manches verstehbar, und manches nicht -

sagte ich mutti
und meinte mama


- was ist der unterschied?

liebe grüße!

Verfasst: 15.02.2010, 18:16
von noel
mutti ist nett aber sachlicher & unpersönlicher
an mama steckt viel mehr kind, viel mehr brauchen