Seite 1 von 1
doch niemand weiß ...
Verfasst: 03.02.2010, 10:05
von Elsa
.
doch niemand weiß ...
und ich sag es auch nicht
welch borstigkeit
oft wühlt in meinem fleische
steigt sie empor dem phönix
gleich erschlag ich und zertrete
sie zu asche – spucke drauf
und ach! was kann ich
lächeln mit dem kirschrotmund
derweil sich dieser widerborst
zusammenfegt
mit leisem feuerknistern
.
Verfasst: 03.02.2010, 19:28
von Rosebud
.
Verfasst: 03.02.2010, 23:01
von Elsa
Liebe Rosebud,
Danke für deinen Kommentar. Freut mich, dass du dieses Teil auch in dir trägst
.gif)
Und ganz so übel ist es ja auch nicht, manchmal hilft es, wehrhaft zu sein.
Liebe Grüße
ELsa
Verfasst: 04.02.2010, 00:14
von Herby
Liebe Elsa,
Frauen mit Borsten finde ich ebenso interessant wie sympathisch...
Hübsch auch der Anfang mit der Versicherung, etwas nicht zu sagen, um es dann im gleichen Atemzug doch zu tun, auf dass es im Widerspruch zum Titel dann doch jeder weiß.
Gut gefällt mir auch die Ambivalenz des LyrIch zur eigenen Borstigkeit, mit der es leicht augenzwinkernd kokettiert.
Herzlichst
Herby
Verfasst: 04.02.2010, 09:36
von Elsa
Lieber Herby,
*g* Ja, du hast es richtig gelesen, fein! So ein inneres Hin und Her, gepaart mit Selbstironie wollte ich ausdrücken.
>Frauen mit Borsten finde ich ebenso interessant wie sympathisch> Aber du meinst schon eher innere Borsten, gell?
.gif)
Liebe Grüße und danke,
ELsa
Verfasst: 04.02.2010, 11:34
von leonie
Liebe Elsa,
mir gefällt Dein widerborstiges Gedicht auch. Vor allem diese Spiel mit dem Verbergen und doch (z.T. indirekt) Zeigen mag ich sehr. Denn vermutlich hört ja auch der Betrachter des kirschroten Lächelns das Knistern noch im Hintergrund...
Liebe Grüße
leonie
Verfasst: 04.02.2010, 20:07
von Ylvi
Hallo Elsa,
das gefällt mir mit dem selbstironischen Augenzwinkern.
Ich möchte nur an diesen Stellen immer anders lesen, aber bei dir hört sich das eh anders an (liest du es?)

und ich
sag's auch nicht
welch borstigkeit
oft wühlt in meinem fleisch
esteigt sie empor dem phönix gleich
erschlag und zertret
e ich sie
zu asche - spucke drauf
Liebe Grüße
Flora
Verfasst: 05.02.2010, 00:01
von Elsa
Liebe leonie und Flora,
Danke schön, hätte nicht gedacht, dass ich damit so leicht durchkomme
.gif)
Flora, also wenn ich es lese, brauche ich unbedingt diese Form, in der es ist.
Liebe Grüße
ELsa
Verfasst: 05.02.2010, 08:36
von Ylvi
Hallo Elsa,
Flora, also wenn ich es lese, brauche ich unbedingt diese Form, in der es ist.

dachte ich mir schon... also ich würde es gerne hören.
Liebe Grüße
Flora
Verfasst: 06.02.2010, 18:55
von Max
Liebe Elsa,
wie meine Vorkommentatoren mag ich dieses Gedicht über die Widerborstogkeit.
Nicht nur, dass auch ich die widerborstigen Momente und das Wegdrücken des Gefühls kenne, mir gefällt in dem Text auch das Sprachliche. Die bewegung beispielsweise, die das Spprichwort vom "Phönix aus der Asche" gerade umkehrt
und ihn gewissermaßen mit dem "Feuerknistern" in der letzten zeile wieder auferstehen lässt.
Liebe Grüße
Max
Verfasst: 08.02.2010, 11:29
von Lisa
Liebe Elsa,
ja, das gefällt mir auch, das kommt so frei rüber, wie das ich da von seinem (auch mir gut bekanntem) widerborst erzählt - ich könnte mir das ganze zwar auch ohne den phönix noch eigener/schlichter vorstellen, insbesondere solche starken formulierungen wie "borstigkeit" würden dann noch mehr treffergefühl und sprachschönheit zeigen können, aber auch so finde ich es schon rund.
Danke, dass du das Augenmerk für diese Innerlichkeit, die viel Auswirkung hat und produzierst hast.
liebe Grüße,
Lisa
Verfasst: 08.02.2010, 13:10
von Elsa
Lieber Max, herzlichen Dank. Schön, dass die sowohl Widerborst mit seinen Borsten was sagt und auch der Phoenix, der eben so schön ist, als Hinweis, man darf das in sich tragen, das Teil.
Liebe Lisa, danke, freut mich, dass du es leiden kannst, den Phoenix, nun, ich brauch ihn da einfach, siehe Max.
Liebe Grüße euch,
ELsa