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steinern

Verfasst: 06.01.2010, 16:39
von noel
manchmal ist denken
greifbar, sagst du
& legst deine stirne
in meinen schoß.
ich klaube
zwei steine aus deinen taschen
& lege sie
unters kopfkissen, um mich
daran zu erinnern
zu vergessen.

manchmal ist schweigen
schmerzhaft, sagst du
& stiehlst mir bitter
salz aus den winkeln.

manchmal singt
die kälte
& bringt mit ihren
versen mir das laufen bei,
denke ich & fühle
mich verwirkt.

Verfasst: 06.01.2010, 17:43
von aram
liebe noel,

die mittelstrophe finde ich großartig, tut unmittelbar weh. hilflosigkeit als ausgelöster grundzustand, einer will sie in ihr überspielen oder durchdringen, was die wunde nur_mehrt
es gibt kein warum, nur phänomen, vermischung, konsequenz

ende ist sehr hart, sich 'verwirkt' fühlen ist kopfig-gefühlt (bzw. ausgedrückt)

text für mich dennoch insgesamt perfekt - die bewegung sehr klar -

s1 steht schon als text für sich_ s2 der schmerz wird genannt und trotz sinnlichkeit (eingetieft)
s3 die härte und zugleich das laufen

Verfasst: 07.01.2010, 16:06
von Xanthippe
liebe noel,

ich mag das sehr dieses gedicht. schön dieser rhythmus und der wiederholte anfang. einzig "um mich daran zu erinnern zu vergessen" finde ich ein ganz klein wenig unglücklich formuliert in der ersten strophe, das doppelte "zu" stört mich, aber vielleicht ist das auch ein ganz blödes rein subjektives stilempfinden.

die zweite strophe finde ich perfekt. schmerzhaft, wie aram schreibt, trifft es sehr gut.

in der dritten strophe irritiert mich, die inversion (heißt doch so, oder?, also "... mir das laufen bei", irgendwie bricht das für mein empfinden mit dem übrigen stil.

aber das sind nur kleinigkeiten, insgesamt mag ich es, wie gesagt, sehr.

Verfasst: 07.01.2010, 16:14
von noel
ciao,

das 2 x zu ließe sich nur durch einen längeren & gestelzteren
satz "beheben".
aber wenn du wohlklingende lösungen hast, nur her damit :)

jepp in der 3 str ist ein bruch
aber absichtlich, denn hier ist es nicht mehr das gegenüberdu
sondern die "sachliche" kälte, die mit den versen die fersen in bewegung bringt

Verfasst: 07.01.2010, 19:23
von Lydie
Liebe Noel,

Ich find's beeindruckend gut. Tolles Gedicht. Beanstanden würde ich, wenn überhaupt, ebenfalls das "daran zu erinnern/zu vergessen".

Dir einen guten Start in's Neue Jahr!

Lydie

Verfasst: 07.01.2010, 19:40
von noel
ciao
wie xanthippe
die frage sei & wäre dann
wie anders lösen

Verfasst: 07.01.2010, 19:58
von Lydie
Meinst du es genau, wie es dasteht? Ich will mich daran erinnern lassen zu vergessen? Ich will das Vergessen nicht vergessen?

Verfasst: 07.01.2010, 20:17
von noel
??????????????
"Ich will mich daran erinnern lassen zu vergessen? Ich will das Vergessen nicht vergessen?"

wenn ich daran erinnern lassen wil ZU VERGESSEN
will ich doch vergessen??????????????

Verfasst: 07.01.2010, 20:18
von noel
jaaaaaa
ich willl nicht vergessen
zu vergessen

Verfasst: 07.01.2010, 20:23
von Lydie
Dann würde ich sagen, ist es genau gut so, wie es ist.

Sweet Dreams! In den Armen Morpheus.

Lydie

Verfasst: 07.01.2010, 20:26
von noel
küszchen