poesiealbum
die zeitfäden
haha
die spanne ich jetzt
fest wie spinnenseide
knete aus
trockenem mösenschleim
tonmännchen
unter die decke
und hänge led-strahler dran
in warmweiß
und beleuchte
geschichtspfützen
hisse die juistflagge
spucke ins poesiealbum
sinke in
speichelkissen
und halte ab jetzt
die fresse
poesiealbum
- Thomas Milser
- Beiträge: 6069
- Registriert: 14.05.2006
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Menschheit, Du hattest von Anfang an nicht das Zeug dazu... (Charles Bukowski)
Um den Text!!!!!!Tom hat geschrieben:Und um wen gehts denn eigentlich beim Schreiben? Um den Autor? Oder etwa um den fuckin' Leser?
Dammich ...
Dass du Spaß daran hast, freut mich für dich... so ganz abseits des Textes. .-)
Liebe Grüße
Flora
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
- Thomas Milser
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Menschheit, Du hattest von Anfang an nicht das Zeug dazu... (Charles Bukowski)
Es geht auch nicht um Geschmack, sondern um die Berechtigung und vermeintlicher Nicht-Qualität von 'In-einem-Rutsch'-Texten ...
Wer's glaubt...
dass irgendein Autor einfach so irgendwas schreibt...
wird auch nicht selig ;)
Schreibenden sollte man ohnehin NIX glauben - außer das, was man in den Buchstaben lesen kann -
In einem Rutsch?
Das halte ich für Mythen, und im Grunde ist sogar egal, was davon wahr ist. Man sollte nur weder irgendwelchen Mythen nacheifern noch Heldenverehrung betreiben, wenn es um Handwerk geht. Find ich.
Am Ende zählt eben nur der Text.
Und um SPAß - geht es überhaupt nicht. Find ich. Das kann passieren, sollte sogar, dass Schreiben Spaß macht - aber das ist nicht das Ziel. Find ich. Manchmal, oft macht es auch überhaupt keinen Spaß. Und trotzdem Sinn (hofft man). (Ich find oft das Feilen viel erfüllender und in gewisser Weise emotional viel weniger anstrengend als das erste Notieren. Allerdings kostet es Disziplinkraft. Die man leichter erzwingen kann als "Inspiration", an die ich allerdings auch nur bedingt glaube.)
Max Frisch' Tagebücher zum Beispiel - sind Kunstwerke. Weil es eben keine "Tagebücher" sind, die man eben mal bei einer Flasche Whisky verfasst. (Auch dieser Autor war, nach eigener Angabe, übrigens alkoholabhängig). Sondern ausgefeilte, intensiv bearbeitete, am Ende durchlektorierte Werke
"Qualität" ist erstmal nur ein hohles Wort. "Kommunikationsfähigkeit" wäre schon eher ein Hinweis (und sei es nur mit sich selbst): Spricht der Text? Zu wem? Was sagt er? Kann man zuhören? Hört man überhaupt was? Glaubt man das?
Und es geht, dammit, durchaus um den Leser. In erster Linie sogar. Der erste Leser (und hoffentlich auch der kritischste) ist der Autor. Und wenn es niemand lesen soll - dann lässt er es in der Schublade.
Verdammt. :)
PS Schweigen mag heroisch sein, charakterstark, konsequent - nur hört einem dabei dummerweise selten jemand zu. Jedenfalls nicht für lange. Und künstlerisch wertvoll - ist es auch nur in Ausnahmefällen ;)
ot ot je
Finde ich auch. Auch wenn ich inhaltlich manchmal denke: "was für ein abstruser Mist!", so kommt doch aber auch immer jede Menge geballte Leidenschaft und verbale Kraftstrotzigkeit rüber, die einfach erbaulich ist.
LG
Nifl
- manchmal (u. immer wieder) ist es wirklich schön, deine kommentare zu lesen
Finde ich auch. Auch wenn ich inhaltlich manchmal denke: "was für ein abstruser Mist!", so kommt doch aber auch immer jede Menge geballte Leidenschaft und verbale Kraftstrotzigkeit rüber, die einfach erbaulich ist.
LG
Nifl
"Das bin ich. Ich bin Polygonum Polymorphum" (Wolfgang Oehme)
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