Unbequemes
An allem soll man zweifeln, weiß ich doch.
Und wer’s nicht tut, hat seinen festen Glauben.
Ich würde so gern glauben, noch und noch.
Bloß - der Verstand, der müsste es erlauben.
Ich schriebe nur von Liebe, Frühlingswetter,
von grünen Auen und von Blumenwiesen.
Das freut den Leser, liest sich einfach netter,
ich weiß, er sehnt sich nach den Paradiesen.
Doch ewig steht der Zweifel mir im Wege.
Das ganze Liebesseufzen lässt mich kalt,
mir kommt das Nachher schon mal ins Gehege.
Ich kann nichts tun, reine Naturgewalt.
Ach ja, mit Glauben lebte es sich besser.
Ich könnte neidisch werden auf die Leute,
wohl keiner schimpft sie böse Menschenfresser.
Bloß immer mich, des Zweifels dumme Beute!
Unbequemes
-
Rita
Niko, das sehe ich etwas anders. Auch innerhalb der freien Rhythmen gab es im Laufe der Zeit unendlich viele Stilarten, und die meine ich, wenn ich von "Moden" spreche. Nichts gegen freie Rhythmen an sich. Jeder Autor drückt sich sowieso immer nur so aus, wie er kann. Wobei man eines nicht übersehen sollte: Ein Reimgedicht schreibt sich entschieden anders als eines in freien Rhythmen, es ist mehr oder weniger eine Umstellung beim Autor. Sowieso, für mich ist das einfach kein Thema - Reimgedicht oder freie Rhythmen. Für mich sind beide Genres Gedichte, der Unterschied liegt nur in der Machart.
Lieben Gruß, Rita
Lieben Gruß, Rita
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