Elke erzählt

Bereich für Texte mit lyrischem Charakter: z.B. Liebeslyrik, Erzählgedichte, Kurzgedichte, Formgedichte, Experimentelle Lyrik sowie satirische, humorvolle und natürlich auch kritische Gedichte
Estragon

Beitragvon Estragon » 13.07.2013, 18:40

einen brief hielt er fest

stand sprachlos zwischen den brücken

seine blicke auf den brief

den er nicht in der hand hielt

der am tisch lag und darauf wartete von ihm geschrieben zu werden


wie sprachlos worte sein können

wir werfen sie weit von uns

es ist kalt dort

es ist ungewiss dort

man weiß nichts dort



ich sagte

schau nur ein fluß

zwei brücken ohne menschen

man könnte länger hinsehen

man könnte auch uns sehen

wie wir den fluß begleiten
Zuletzt geändert von Estragon am 29.07.2013, 05:44, insgesamt 18-mal geändert.

pjesma

Beitragvon pjesma » 14.07.2013, 13:31

sich auf das fremde einlassen, nehm ich an. nicht nur auf das ähnliche und "verwandte"...

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 14.07.2013, 13:56

scarlett hat geschrieben:ich werde angegangen, amanita wird angegangen und derjenige, der das ganze ausgelöst hat???
Niemand wird angegangen und die Frage wer nun hier Auslöser für was war, ist eben zumindest aus meiner Sicht nicht so einfach zu beantworten und nützt oder ändert aber letztlich auch nichts.

Dass das Löschen von Texten, oder das Austauschen, weder zum Zeitpunkt der Diskussion, noch im Nachhinein im Sinne des Forums sein kann und Kommentierende wie Leser frustrieren und ärgern kann, ist denke ich allen ausreichend klar und wurde auch von unserer Seite schon mehrfach betont. Verhindern können wir es nicht, nur immer wieder darauf hinweisen, und wenn der Fall eingetreten ist, darum bitten, den Text wieder einzusetzen.

Amanita hat geschrieben:Das Gedicht war weg, und meine Reaktion wurde damit sinnlos (hingestellt). Wie oft soll ich das noch sagen?
Vermutlich hatte Estragon deine Reaktion zum Zeitpunkt seiner Änderung auch nicht gesehen, falls du seine Löschung als eine Reaktion auf dein Posting ansiehst? Ich verstehe deinen Ärger und auch, dass man mal ungehalten reagieren kann. Aber für die Zukunft wäre es dann eben eine Lösung, statt den eigenen Kommentar zu löschen und sich zu ärgern, das Ursprungsposting des Autors, oder die betreffenden Textstellen zu zitieren, und so den Zusammenhang und den "Sinn", wieder herzustellen. Und es wurde auch nichts geschluckt, aber nicht jeder Hinweis muss auch öffentlich geschehen.
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

Estragon

Beitragvon Estragon » 29.07.2013, 05:07

stimmt schon, ganz großer mist das Gedicht..auch nach 17ten mal editieren...ich trete zurück und werde gebirgsurinverschlepper

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 29.07.2013, 08:54

Schade, heute morgen hatte ich mich schon gefreut, als der alte Titel wieder da war.

Ich kann verstehen, dass du an deinen Gedichten arbeitest und dann die jeweils neue Fassung zeigen möchtest. Im Forum wäre es aber eben wichtig, die Veränderungen und unterschiedlichen Versionen im Kopfposting sehen zu können, damit der Faden und die Kommentare nicht den Zusammenhang verlieren ... aber ich wiederhole mich. .-)

Um hier mal einen Schnitt zu machen, stelle ich deine aktuelle Version 18 hier ein. Falls jemand dazu etwas schreiben möchte.

Liebe Grüße
Flora

Elke erzählt


einen brief hielt er fest

stand sprachlos zwischen den brücken

seine blicke auf den brief

den er nicht in der hand hielt

der am tisch lag und darauf wartete von ihm geschrieben zu werden


wie sprachlos worte sein können

wir werfen sie weit von uns

es ist kalt dort

es ist ungewiss dort

man weiß nichts dort



ich sagte

schau nur ein fluß

zwei brücken ohne menschen

man könnte länger hinsehen

man könnte auch uns sehen

wie wir den fluß begleiten



Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

Klimperer

Beitragvon Klimperer » 29.07.2013, 10:03

Hallo Estragon,

spontan schreibe ich dir, ich hoffe, meine Ansichten können zum Guten beitragen.

Ich habe das Gefühl, dass du ein sehr junger Mensch bist. Mein hohes Alter gibt mir kein Recht, dir Ratschläge zu geben, zumal ungebeten, ich will nur sagen, ich kann verstehen, dass du um jeden Preis dieses Gedicht perfekt machen willst.

Ich habe es schon ein paar mal erwähnt, und ich schreibe es nochmal: Laut Gottfried Benn, kann ein Dichter in seinem Leben nicht viel mehr als sieben wirklich gute Gedichte hervorbringen. "Nur drei Dinge" heißt eines seiner besten Gedichten. Es ist ein kleines Gedicht.
Es gibt nur sehr wenige, wirklich geniale Dichter, die mit Mozart zu vergleichen sind, der schon als Kind komponierte.
Arthur Rimbaud schuf seine gesamte lyrische Produktion bevor er volljährig wurde.

Vielleicht hilft dir zu wissen, wie ich selbst dazu stehe: erst in den lezten Jahren habe ich angefangen, zu akzeptieren, dass es andere Dichter als ich selbst gibt ...

Manchmal steht das Gedicht, das man sucht, doch da, versteckt vor uns selbst ...

schau
nur ein fluss
zwei brücken ohne menschen
man könnte länger hinsehen
man könnte auch uns sehen
wie wir den fluss begleiten

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 29.07.2013, 12:37

Vielleicht könntet Ihr eine neue Rubrik einrichten, in der man so wild herumkritzeln darf wie man möchte - 18 Änderungen ;) ;)

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Beitragvon Ylvi » 29.07.2013, 13:56

Herumkritzeln klingt für mich sehr abwertend, auch wenn das sicher auch ein kreativer Prozess sein kann.

Eine Möglichkeit, in der der Autor freier und kreativer mit seinen Texten agieren und dies auch im Kopfposting für die Leser, Kommentatoren vorab klarstellen könnte, damit es nicht zu solchen Konflikten und unterschiedlichen Erwartungshaltungen und gegenseitigem Frust wie hier kommt, haben wir denke ich schon im Rahmen des Lit|Blog.
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

Estragon

Beitragvon Estragon » 29.07.2013, 17:05

herumkritzeln, mist......ja klar :-) ich schreib halt nicht so gut wie ihr, was kann man
da machen

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Ylvi
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Beitragvon Ylvi » 29.07.2013, 17:28

Estragon hat geschrieben: ich schreib halt nicht so gut wie ihr, was kann man
da machen
Och Mann, Ironie hin oder her ... wer ist denn nun schon wieder dieses ominöse "ihr"? Vielleicht hilft es, wenn du mir eine Scheibe davon abschneidest. ;-)

Und um mal zum Text zurückzukommen ... wie er jetzt dasteht, gefällt er mir offensichtlich wesentlich besser, als dem Autor selbst. :-) Begründung kommt vielleicht noch.
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)

Estragon

Beitragvon Estragon » 29.07.2013, 17:48

Viel anders ist das Gedicht nicht und ich hab nicht verstanden
was man dagegen sagen konnte...Geschwätzig sind manche
Elke erzählts tatsächlich und die mag ich auch nicht, aber darum
ging es ja nicht, gell, es ging überhaupt nicht um den Text, sondern
um mich und vielleicht noch nicht mal um mich, sondern einfach
darum, irgendein Gewäsch loszuwerden

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Amanita
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Beitragvon Amanita » 30.07.2013, 10:09

Ich kritzel' IMMER, wenn ich Gedichte schreibe - durchstreichen, umstellen, neu anfangen. Aber nicht hier.

Estragon

Beitragvon Estragon » 30.07.2013, 16:20

dass das andere Gründe hatte, das ist Dir natürlich entgangen gell? Das hier ein Mensch
nichts besseres zu tun hatte als mich zu beleidigen zum Beispiel, aber egal


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