lisa
cafe carina, wien, im mai
zuerst
saß da dieses arschloch
der hocker mit der jacke
sei besetzt sagte er
und ich ging
woanders hin
dann kam sie
sagte drrrei neunzisch
und die nacht war
blass und samtbraun
berühre ihr kleines muttermal
über der oberlippe
atme ihren flaum
ahne ihre brust
schenke ihr
19 oder 21 weiße lilien
und knie nieder vor ihr
um mein geld vom boden aufzuheben
sie lacht mich an und aus
ich grinse blöd
und bestell
direkt noch eins
dann ist
der hocker mit dem arschloch
plötzlich frei
für mich
die band spielt
völligen mist zusammen
aber sie
sie lächelt
lisa
- Thomas Milser
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Menschheit, Du hattest von Anfang an nicht das Zeug dazu... (Charles Bukowski)
leonie hat geschrieben:Mucki, geniale Idee, diese Zusammenstellung, ich lache mich gerade schlapp...
Ich warte ab, ob noch weitere "Hocker-Kommentare" dieser Art kommen, dann wandert dat in die ... genau, in die Bon Mots-Sammlung, weil's sowas von komisch ist.
Saludos
Mucki, die immer noch lacht

- Thomas Milser
- Beiträge: 6069
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Na herrlich!
Flora:
Mensch Flora, nu sieh doch mal, dass es ein leerer Text ist ohne viele Bilder. Hat das vielleicht was mit der Leere des Autors zu tun, dass er sich in eine tochteralte Kellnerin verglotzt, dass das Verstrichensein der besten (Mannes-)Zeit thematisiert ist, der Protag gar einsam sein könnte (z.B. in einer fremden Stadt), ihm alles auf den Sack geht?
Ja, vielleicht.
Ich hatte da erst 'an einen Tisch' stehen, wo jetzt 'woanders' steht, und noch viele andere Beschreibungen, und die habe ich nach und nach rausgeschmissen, weil es mir zuviel Möblierung war. Ist mir jetzt noch zuviel eigentlich.
Klara: Angetrunken in eine Kneipe? Ich geh doch auch nicht mit Socken in die Wanne. Deine Interpretation ist mir zu klarisch und zu spröde und zu vorgefertigt und zu abwertend und schubladisierend demgegenüber, was ich Flora gerade schrieb. Nix für ungut.
Gabriella: Na immerhin macht der Faden Spaß! :o) (Und mir die Tatsache, dass es wohl doch lesbar ist)
Leo: Über solche Feinheiten denke ich gerne nochmal nach, da ist sicherlich noch was zu machen. Ich brauch aber mal ne Pause, Ihr wilden Jecken!
Hapüü....
:o)
Flora:
Mensch Flora, nu sieh doch mal, dass es ein leerer Text ist ohne viele Bilder. Hat das vielleicht was mit der Leere des Autors zu tun, dass er sich in eine tochteralte Kellnerin verglotzt, dass das Verstrichensein der besten (Mannes-)Zeit thematisiert ist, der Protag gar einsam sein könnte (z.B. in einer fremden Stadt), ihm alles auf den Sack geht?
Ja, vielleicht.
Ich hatte da erst 'an einen Tisch' stehen, wo jetzt 'woanders' steht, und noch viele andere Beschreibungen, und die habe ich nach und nach rausgeschmissen, weil es mir zuviel Möblierung war. Ist mir jetzt noch zuviel eigentlich.
Klara: Angetrunken in eine Kneipe? Ich geh doch auch nicht mit Socken in die Wanne. Deine Interpretation ist mir zu klarisch und zu spröde und zu vorgefertigt und zu abwertend und schubladisierend demgegenüber, was ich Flora gerade schrieb. Nix für ungut.
Gabriella: Na immerhin macht der Faden Spaß! :o) (Und mir die Tatsache, dass es wohl doch lesbar ist)
Leo: Über solche Feinheiten denke ich gerne nochmal nach, da ist sicherlich noch was zu machen. Ich brauch aber mal ne Pause, Ihr wilden Jecken!
Hapüü....
:o)
Menschheit, Du hattest von Anfang an nicht das Zeug dazu... (Charles Bukowski)
Ich werd gleich zum Ranitzki und fang Fingerfuchteln an.
Klara liest als Frau! Aha! Und der "allgemeine" weibliche Geist sieht in dieser romantischen liebevollen Kneipen-Situation sofort Alkoholismus. So also ist die Fantasie der Frauen.
Zudem zeigt sie an, zweimal Arschloch ergebe noch keinen Text, als ob da nur zwei Wörter stünden, sie unterschlägt alle anderen dreihundert Wörter, fokusiert nur anales.
Und Flora, obzwar sich selbst nicht zur gemeinen Frau zählend, sagt individuell, Niederknien sei abgelutscht. Ja wie? Jetzt darf man nicht mal mehr hinknien!? Um sein Geld aufzulesen? -- Abgelutscht? In einer Umgebung von sechshundert gutgeheißten Herbstgedichten?
Ihr kalte Weiber.
P.
Und es gab keine Streicheleien. Ich habe extra nicht dergestaltig kommentiert.
Klara liest als Frau! Aha! Und der "allgemeine" weibliche Geist sieht in dieser romantischen liebevollen Kneipen-Situation sofort Alkoholismus. So also ist die Fantasie der Frauen.
Zudem zeigt sie an, zweimal Arschloch ergebe noch keinen Text, als ob da nur zwei Wörter stünden, sie unterschlägt alle anderen dreihundert Wörter, fokusiert nur anales.
Und Flora, obzwar sich selbst nicht zur gemeinen Frau zählend, sagt individuell, Niederknien sei abgelutscht. Ja wie? Jetzt darf man nicht mal mehr hinknien!? Um sein Geld aufzulesen? -- Abgelutscht? In einer Umgebung von sechshundert gutgeheißten Herbstgedichten?
Ihr kalte Weiber.
P.
Und es gab keine Streicheleien. Ich habe extra nicht dergestaltig kommentiert.
Thomas Milser hat geschrieben:Leo: Über solche Feinheiten denke ich gerne nochmal nach, da ist sicherlich noch was zu machen. Ich brauch aber mal ne Pause, Ihr wilden Jecken!
Naja, Du sollst Dich da auf Deiner Insel am Arsch(sic!) der Welt auch nicht ich ein Loch(sic!) aus Langeweile fallen
! Da haben wir doch eine gewisse Fürsorgepflicht
Pjotr hat geschrieben:So also ist die Fantasie der Frauen.
Mooooooment! Mrs. Ranitzki! Sonst werd ich zum Radetzki-Marsch!
Liebe Grüße
leo
"Woanders" ist das richtige Wort. Das ist der typische erste Gedanke: "Dann gehe ich eben woanders hin". Jetzt beginnt erst das Umherblicken nach einem freien Platz. Erst dann, wenn überhaupt wichtig, denkt das Hirn: "Ich gehe an diesen Tisch dort". Normalerweise denkt das Hirn das nicht buchstäblich. Wenn das dennoch ins Gedicht käme, klönge es unauthentisch.
-
Trixie
*gg ihr seid ja lustig - ich will auch mitmachen!
also - ich habs verstanden.
vielleicht weil ich tom kenne.
vielleicht weil ich auch gerne in kneipen gehe.
vielleicht, weil ich kneipenarschlöcher kenne.
keine ahnung.
für mich ergibt das alles einen wunderbar zusammenhängenden sinn, ohne wenn und aber.
ich lese/sehe:
mann kommt in kneipe, will an theke, da aber einzig freier platz besetzt von arschloch's jacke, natürlich dann mann sich nich da hin setzen will, weil da is ja n arschloch, wer will schon neben nem arschloch sitzen
mann sucht sich andern platz, kriegt n bier gebracht, will bezahlen, geld fällt runter, weil anscheinend abgelenkt, weil kellnerin so toll is, aus dem augenwinkel sieht mann noch, wie arschloch weg is, aber eigentlich is jetz eh alles egal, weil nur noch sie und er existieren und alles andere is voll wurscht, musik egal, hocker egal, nö?
ich finde es niedlich.
banal, aber nett.
und die schreibe passt dazu. nich mehr und nich weniger.
wird nich mein text des monats ,-) aber es erinnert mich an etwas, also erreicht es mich, und das is gut.
grüßle
trix
also - ich habs verstanden.
vielleicht weil ich tom kenne.
vielleicht weil ich auch gerne in kneipen gehe.
vielleicht, weil ich kneipenarschlöcher kenne.
keine ahnung.
für mich ergibt das alles einen wunderbar zusammenhängenden sinn, ohne wenn und aber.
ich lese/sehe:
mann kommt in kneipe, will an theke, da aber einzig freier platz besetzt von arschloch's jacke, natürlich dann mann sich nich da hin setzen will, weil da is ja n arschloch, wer will schon neben nem arschloch sitzen
mann sucht sich andern platz, kriegt n bier gebracht, will bezahlen, geld fällt runter, weil anscheinend abgelenkt, weil kellnerin so toll is, aus dem augenwinkel sieht mann noch, wie arschloch weg is, aber eigentlich is jetz eh alles egal, weil nur noch sie und er existieren und alles andere is voll wurscht, musik egal, hocker egal, nö?
ich finde es niedlich.
banal, aber nett.
und die schreibe passt dazu. nich mehr und nich weniger.
wird nich mein text des monats ,-) aber es erinnert mich an etwas, also erreicht es mich, und das is gut.
grüßle
trix
Ja, nur steht das Gedicht nicht im Präsens. Da klöngt für mich überhaupt kein authentisches Denken.Pjotr hat geschrieben:"Woanders" ist das richtige Wort. Das ist der typische erste Gedanke: "Dann gehe ich eben woanders hin". Jetzt beginnt erst das Umherblicken nach einem freien Platz. Erst dann, wenn überhaupt wichtig, denkt das Hirn: "Ich gehe an diesen Tisch dort". Normalerweise denkt das Hirn das nicht buchstäblich. Wenn das dennoch ins Gedicht käme, klönge es unauthentisch.
.gif)
Das ist das Schöne an der Sprache, dass ein Wort schöner und wahrer sein kann als das, was es beschreibt. (Meir Shalev)
Hallo Tom!
Ich würde den Text so lassen, wie er ist. Ein Mann darf sich hinknieen, von Alkoholismus ist der Text erst mal frei; und das es ihm an Beschreibung magelt, sehe ich nicht.
(Die braune Nacht ist schon länger in der deutschen Dichtung vertreten, ich glaube, über das Italienische - da hatte sie wohl negative Anklänge?! Im Deutschen aber weniger... Mein Liebling Wieland: Und ihren Mohnsaft goss die braune Nacht herab)
nichtkneipengeherischer Ferdigruß
Ich würde den Text so lassen, wie er ist. Ein Mann darf sich hinknieen, von Alkoholismus ist der Text erst mal frei; und das es ihm an Beschreibung magelt, sehe ich nicht.
(Die braune Nacht ist schon länger in der deutschen Dichtung vertreten, ich glaube, über das Italienische - da hatte sie wohl negative Anklänge?! Im Deutschen aber weniger... Mein Liebling Wieland: Und ihren Mohnsaft goss die braune Nacht herab)
nichtkneipengeherischer Ferdigruß

Schäumend enthüpfte die Woge den schöngeglätteten Tannen. (Homer/Voß)
- Thomas Milser
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... und ich mag (schwarz-)braune Haare ... manchmal ist es so einfach :o)
Menschheit, Du hattest von Anfang an nicht das Zeug dazu... (Charles Bukowski)
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