Ich habe solche Angst vor dem Niewieder
denn an der Klippe geh´n wir auf und nieder
wie auf einem schmalen Säulenkapitell…
Doch manchmal färbt die Nacht sich weiß
als ob Dein Atem an mein Fenster schleicht
wird alles in mir plötzlich hell und leicht...
Und Deine Stimme streichelt mein Gesicht
bis ich beschließe mit den Morgigen zu
ziehn, denn im Halbschlaf trag´ich Dir
das Licht in meinen Hosentaschen mit -
und bring´es hin ins Einmalwieder,
so lange bis der Tag in meine Träume tritt…
Denn als ich aufstand sah ich das Niewieder
und am Abgrund geh´n wir auf und nieder
die Welt ein schmales Säulenkapitell…
Alte Version:
Ich habe solche Angst vor unserem Niewieder
denn an der Klippe geh´n wir auf und nieder
wie auf einem schmalen Säulenkapitell…
Doch manchmal färbt die Nacht sich weiß
als ob Dein Atem an mein Fenster schleicht
wird alles in mir plötzlich hell und leicht...
Denn sacht sagst Du zu mir: Du musst mich
nicht schon jetzt verlieren und es ist ja
nicht mehr weit: Das Einmalwieder…
Und Deine Stimme streichelt mein Gesicht
bis ich beschließe mit den Morgigen zu
ziehn, denn im Halbschlaf gibst Du mir
genügend Hoffnung und viel warmes Licht,
ich trag es jetzt in meinen Hosentaschen mit -
so lange bis der Tag in meine Träume tritt…
Denn als ich aufstand sah ich das Niewieder
und am Abgrund geh´n wir auf und nieder
die Welt ein schmales Säulenkapitell…
Änderungen:
(dank Monsieur Niko steht hier nicht mehr:)
1. Z 7: "Denn Du sagst so sacht zu mir...."
2. Z 13: "...soviel warmes...."
3. Z. "solange bis der Morgen in die Träume..."
4. letzte Z: "die Welt unter uns..."
5. Z 1: "vor dem Niewieder"
6. letzte Strophe Z 1: "Denn als ich aufstand..."
7. zweite Strophe zuvor: "Doch manchmal ist die Nacht geweißt/ als ob Dein Atem durch die Fenster fällt/wird alles plötzlich in mir aufgehellt...
8. Dieselbe Strophe: "...als ob Dein Atem durch die Fenster streicht" und dann "als ob Dein Atem in das Zimmer schleicht"
Das Niewieder
-
moshe.c
Liebe Louisa,
Ich stolpere über das 'geweißt' und über die letzten beiden Zeilen.
Zum Inhalt werden dir vermutlich nicht viele was sagen können, denn du sprichst hier die Erkenntnis einer alten Seele, die berührt, aber nicht zu verstehen ist.
Denn sie selbst zweifelt an sich noch, an ihrer Identität, an ihren Möglichkeiten und Sichtweisen.
Schön dich auf diesem Wege zu sehen
moshe.c
Ich stolpere über das 'geweißt' und über die letzten beiden Zeilen.
Zum Inhalt werden dir vermutlich nicht viele was sagen können, denn du sprichst hier die Erkenntnis einer alten Seele, die berührt, aber nicht zu verstehen ist.
Denn sie selbst zweifelt an sich noch, an ihrer Identität, an ihren Möglichkeiten und Sichtweisen.
Schön dich auf diesem Wege zu sehen
moshe.c
-
Louisa
Hallo Herr Zitrone!
Was genau stört Dich am "geweißt"? Ist es so, das man denkt: Jetzt kommt bestimmt "hell", aber dann ist die Nacht weiß ? Raffiniert, was
? (Aber wenn alle hier meinen es müsste ein anderes Wort her, nehme ich es dankend an!)
-Eine alte Seele? Meine Seele? Ja, ich bin schon sehr alt! Sie ist nicht zu verstehen? Ja, das Gefühl hat sie auch sehr oft und es ist manchmal ziemlich deprimierend-
So geht es aber jedem Menschen oder?
-Es ist doch eigentlich eine wichtige Sache an der Identität zu zweifeln...denn was ist das denn? (Wenn man Homo Faber liest, fängt wohl jeder an zu zweifeln...)
An sich selbst: ja. An den Möglichkeiten: Noch viel mehr, aber sie versucht alle auszuschöpfen. An der Sichtweise: Da muss man versuchen sich viele verschiedene anzueignen oder? Sonst wird man selbstherrlich.
Es ist auch für mich schön Dich auf diesem Wege zu sehen und ich erwarte Vorschläge und ANtwort!
Liebe Apfelgrüße (sie sind reif!)
l.
Was genau stört Dich am "geweißt"? Ist es so, das man denkt: Jetzt kommt bestimmt "hell", aber dann ist die Nacht weiß ? Raffiniert, was
? (Aber wenn alle hier meinen es müsste ein anderes Wort her, nehme ich es dankend an!)-Eine alte Seele? Meine Seele? Ja, ich bin schon sehr alt! Sie ist nicht zu verstehen? Ja, das Gefühl hat sie auch sehr oft und es ist manchmal ziemlich deprimierend-
So geht es aber jedem Menschen oder?
-Es ist doch eigentlich eine wichtige Sache an der Identität zu zweifeln...denn was ist das denn? (Wenn man Homo Faber liest, fängt wohl jeder an zu zweifeln...)
An sich selbst: ja. An den Möglichkeiten: Noch viel mehr, aber sie versucht alle auszuschöpfen. An der Sichtweise: Da muss man versuchen sich viele verschiedene anzueignen oder? Sonst wird man selbstherrlich.
Es ist auch für mich schön Dich auf diesem Wege zu sehen und ich erwarte Vorschläge und ANtwort!
Liebe Apfelgrüße (sie sind reif!)
l.
Zuletzt geändert von Louisa am 11.03.2014, 21:44, insgesamt 1-mal geändert.
-
moshe.c
Liebe Louisa,
mit 'geweißt' verbinden ich gekalkt: Man weißte die Wände.
Das ist ist eine billige Art mit Kalk die Wände von Räumlichkeiten zu streichen. Kalk wiederum ist aseptisch.
Man begrub Menschen früher, wenn sie keinen Sarg hatten, mit Kalk, Branntkalk, damit keine Seuchen oder Ähnliches entstehen konnten. Es wurde bei anonymen und Massengräbern benutzt.
Diesen Bezug sehe ich in deinem Gedicht nicht, es sei denn ich täusche mich.
Bei den letzten beiden Zeilen fehlt mir der Bezug untereinander.
Zweifel an der Identität sind die beste Voraussetzung eine solche zu erlangen, und so geht es nicht jedem Menschen.
Vorschläge mache ich sehr sehr ungern, und an an dieser Stelle sehe ich noch keine Notwendigkeit der Dichterin damit zu kommen.
Hast du schon einen Schnupfen?, wegen der heißen Zitrone, oder friert dich nur einfach so?
Die Herbstzitronen sind bald reif und haben natürlich mehr Sonne in sich, als die vom Winter.
moshe.z, der auch Zimt mag.
mit 'geweißt' verbinden ich gekalkt: Man weißte die Wände.
Das ist ist eine billige Art mit Kalk die Wände von Räumlichkeiten zu streichen. Kalk wiederum ist aseptisch.
Man begrub Menschen früher, wenn sie keinen Sarg hatten, mit Kalk, Branntkalk, damit keine Seuchen oder Ähnliches entstehen konnten. Es wurde bei anonymen und Massengräbern benutzt.
Diesen Bezug sehe ich in deinem Gedicht nicht, es sei denn ich täusche mich.
Bei den letzten beiden Zeilen fehlt mir der Bezug untereinander.
Zweifel an der Identität sind die beste Voraussetzung eine solche zu erlangen, und so geht es nicht jedem Menschen.
Vorschläge mache ich sehr sehr ungern, und an an dieser Stelle sehe ich noch keine Notwendigkeit der Dichterin damit zu kommen.
Hast du schon einen Schnupfen?, wegen der heißen Zitrone, oder friert dich nur einfach so?
Die Herbstzitronen sind bald reif und haben natürlich mehr Sonne in sich, als die vom Winter.
moshe.z, der auch Zimt mag.
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Louisa
Hallo Monsieur Zitronen-Zimt!
Also bei "geweißt" warte ich mal noch weitere Stimmen ab (ich finde eine "weiß gestrichene Nacht" eigentlich ganz angenehm...soll ich es so schreiben? -Es hat auch nichst mit Beisetzungs-Ritualen zu tun).
Die letzten zwei Zeilen:
Ich fürchte mich vor dem Niewieder. Das Niewieder kann man als ein "sich-nie-wieder-begegnen" sehen oder vielleicht auch in Verbindung zum Sterben.
-Nun kommt wieder so eine Lebensmetapher (falls Du "die Insel" gelesen hast, es ist fast dasselbe wie mit dem "dünnen Zelt").
-Man fühlt sich zwar lebendig, aber geht doch eigentlich die ganze Zeit ganz dicht am Abgrund entlang. Als ob der Boden unter uns nur so eng verläuft wie ein "Säulenkapitell" (also der Kopf der Säule)... rechts, links, vorn und hinten ist überall ein dunkler Abgrund und man muss fürchten bei jedem weiteren Schritt zu fallen (ein wohl typisches Angst-Bild).
Kannst Du sie nun in Verbindung zueinander sehen?
(Ja, nur noch einen Schnupfen...das Fieber, was zu solchen Fantasien führte ist abgeklommen...)
-Das Du Zimt magst ist mir durch das Kompott sehr deutlich geworden
.
Liebe Grüße, l.
Also bei "geweißt" warte ich mal noch weitere Stimmen ab (ich finde eine "weiß gestrichene Nacht" eigentlich ganz angenehm...soll ich es so schreiben? -Es hat auch nichst mit Beisetzungs-Ritualen zu tun).
Die letzten zwei Zeilen:
Ich fürchte mich vor dem Niewieder. Das Niewieder kann man als ein "sich-nie-wieder-begegnen" sehen oder vielleicht auch in Verbindung zum Sterben.
-Nun kommt wieder so eine Lebensmetapher (falls Du "die Insel" gelesen hast, es ist fast dasselbe wie mit dem "dünnen Zelt").
-Man fühlt sich zwar lebendig, aber geht doch eigentlich die ganze Zeit ganz dicht am Abgrund entlang. Als ob der Boden unter uns nur so eng verläuft wie ein "Säulenkapitell" (also der Kopf der Säule)... rechts, links, vorn und hinten ist überall ein dunkler Abgrund und man muss fürchten bei jedem weiteren Schritt zu fallen (ein wohl typisches Angst-Bild).
Kannst Du sie nun in Verbindung zueinander sehen?
(Ja, nur noch einen Schnupfen...das Fieber, was zu solchen Fantasien führte ist abgeklommen...)
-Das Du Zimt magst ist mir durch das Kompott sehr deutlich geworden
.Liebe Grüße, l.
Zuletzt geändert von Louisa am 11.03.2014, 21:45, insgesamt 1-mal geändert.
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moshe.c
Sorry,
nach dem du so gut die Zweifel der Seele beschrieben hast, zu sich selbst zu finden, verstehe ich den Abgund nicht, die schmale Welt auch nicht, denn es geht doch darum zu sich selbst zu finden. Ich weiß nicht wohin man denn bei deinem Gedicht abstürzen soll?
Eine alte Seele hat doch gar keinen Abgrund und die schmale Welt ist lächerlich, vielleicht fraglich in jungen Jahren, aber kein Abgrund.
Ich empfehle dir H.v.H., seine frühe Lyrik, ggf. nochmal zu lesen.
moshe.c
Ein wenig Eucalyptos zu inhalieren wird zur Genesung bestimmt beitragen.
nach dem du so gut die Zweifel der Seele beschrieben hast, zu sich selbst zu finden, verstehe ich den Abgund nicht, die schmale Welt auch nicht, denn es geht doch darum zu sich selbst zu finden. Ich weiß nicht wohin man denn bei deinem Gedicht abstürzen soll?
Eine alte Seele hat doch gar keinen Abgrund und die schmale Welt ist lächerlich, vielleicht fraglich in jungen Jahren, aber kein Abgrund.
Ich empfehle dir H.v.H., seine frühe Lyrik, ggf. nochmal zu lesen.
moshe.c
Ein wenig Eucalyptos zu inhalieren wird zur Genesung bestimmt beitragen.
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Louisa
Hallo Moshe,
Du fragst wo man abstürtzen kann? Es geht nicht nur um mich, deshalb ja auch das "wir". Es geht natürlich um die Menschen, die mir wichtig sind, aber doch eigentlich um jeden Menschen. Auch um Dich wenn Du so willst-
Vielleicht verstehe ich Dich auch falsch, aber Du musst nicht von meiner Seele auf die Welt an sich schließen- Wieso überhaupt "alt" ?
Ich weiß nicht, was Dein Problem ist. Wahrscheinlich haben wir einfach verschiedene Ansichten, was das Leben anbelangt, aber ich will Dir einige Beispiel nennen:
Neulich fahre ich im Bus und es ist grün für die Fußgänger. Es ist ein heißer Tag und der Fahrer sieht die junge Frau nicht, die ihr Fahrrad gerade über die Straße schiebt, also drückt er einfach aufs Gaspedal. Es gab einen lauten Knall und als ich nach draußen trat war die ganze Straße voller Blut und die Frau lag mit dem gesicht auf dem Asphalt. Ich weiß nicht was jetzt mit ihr ist, denn man muss ja auch noch mal zur Schule kommen-
Zweites Beispiel: Zwei Personen, die mir in meinem Leben wichtig sind (zur einen ist die Bindung vielleicht fester und vertrauter) liefen vor einem Jahr noch beschwingt durch die Welt und fällten Bäume (metaphorisch gesprochen). Es brauchte dann plötzlich nur einen Tag und sie kämpften um ihr Leben.
So kommt es auch, dass ich Menschen (nicht zuletzt sehr viele in meinem Alter) im Krankenhaus sterben sehe. Man weiß nun mal, dass da keine Medizin mehr hilft (jemand hat zum Besipiel zwei Krebssorten, zieht einen rauschenden Kunstherz-Wagen hinter sich her und wartet auf ein neues Herz und eine neue Lunge, aber jeder weiß das solche Organe rar sind und man wird sie zunächst dringlicheren Patienten geben-
Aber auch dieser Herr war doch vor einiger Zeit noch so lebendig und stand so fest auf der Erde, dass es mir einfach unbegreiflich erscheint wie schnell und wie unvorhergesehen sich alles wandeln kann. Da sehe ich wirklich Mädchen, die neben mir im Unterricht sitzen müssten, aber die hängen an der Blutwäsche-
Also ich wollte nicht so viel schreiben, aber es regt mich ein bisschen auf, wenn erstens gedacht wird ich beziehe etwas auf mich, wenn von "wir" die Rede ist und ich glaube einfach nicht, dass das Leben eine sichere Institution und das der Boden auf dem "wir" gehen nicht jeden Moment in sich zusammen fallen könnte- (bzw. wir abstürtzen)
Das war alles viel zu persönlich jetzt, aber ich wusste mir nicht anders zu helfen.
(Nimm es aber nicht böse...jeder hat ja seine Meinung und will das sie ganz vorne mitläuft-)
Liebe Grüße, l.
Du fragst wo man abstürtzen kann? Es geht nicht nur um mich, deshalb ja auch das "wir". Es geht natürlich um die Menschen, die mir wichtig sind, aber doch eigentlich um jeden Menschen. Auch um Dich wenn Du so willst-
Vielleicht verstehe ich Dich auch falsch, aber Du musst nicht von meiner Seele auf die Welt an sich schließen- Wieso überhaupt "alt" ?
Ich weiß nicht, was Dein Problem ist. Wahrscheinlich haben wir einfach verschiedene Ansichten, was das Leben anbelangt, aber ich will Dir einige Beispiel nennen:
Neulich fahre ich im Bus und es ist grün für die Fußgänger. Es ist ein heißer Tag und der Fahrer sieht die junge Frau nicht, die ihr Fahrrad gerade über die Straße schiebt, also drückt er einfach aufs Gaspedal. Es gab einen lauten Knall und als ich nach draußen trat war die ganze Straße voller Blut und die Frau lag mit dem gesicht auf dem Asphalt. Ich weiß nicht was jetzt mit ihr ist, denn man muss ja auch noch mal zur Schule kommen-
Zweites Beispiel: Zwei Personen, die mir in meinem Leben wichtig sind (zur einen ist die Bindung vielleicht fester und vertrauter) liefen vor einem Jahr noch beschwingt durch die Welt und fällten Bäume (metaphorisch gesprochen). Es brauchte dann plötzlich nur einen Tag und sie kämpften um ihr Leben.
So kommt es auch, dass ich Menschen (nicht zuletzt sehr viele in meinem Alter) im Krankenhaus sterben sehe. Man weiß nun mal, dass da keine Medizin mehr hilft (jemand hat zum Besipiel zwei Krebssorten, zieht einen rauschenden Kunstherz-Wagen hinter sich her und wartet auf ein neues Herz und eine neue Lunge, aber jeder weiß das solche Organe rar sind und man wird sie zunächst dringlicheren Patienten geben-
Aber auch dieser Herr war doch vor einiger Zeit noch so lebendig und stand so fest auf der Erde, dass es mir einfach unbegreiflich erscheint wie schnell und wie unvorhergesehen sich alles wandeln kann. Da sehe ich wirklich Mädchen, die neben mir im Unterricht sitzen müssten, aber die hängen an der Blutwäsche-
Also ich wollte nicht so viel schreiben, aber es regt mich ein bisschen auf, wenn erstens gedacht wird ich beziehe etwas auf mich, wenn von "wir" die Rede ist und ich glaube einfach nicht, dass das Leben eine sichere Institution und das der Boden auf dem "wir" gehen nicht jeden Moment in sich zusammen fallen könnte- (bzw. wir abstürtzen)
Das war alles viel zu persönlich jetzt, aber ich wusste mir nicht anders zu helfen.
(Nimm es aber nicht böse...jeder hat ja seine Meinung und will das sie ganz vorne mitläuft-)
Liebe Grüße, l.
Liebe Louisa,
ich finde man liest all diesen Schmerz aus diesem Gedicht heraus und ich finde nicht, dass man in erster Linie denkt, in dem text ginge es um den Blick eins lyr. ichs auf seine Seele. Es geht ganz deutlich um die Sorge um das Wir und das daraus erfolgte hadern mit der Welt, weil einfach der Schmerz und das Unverständnis so groß sind.
Vielleicht könnte man ja am Ende und am Anfang damit arbeiten:
Ich habe solche Angst vor unserem Niewieder
denn an der Klippe geh´n wir auf und nieder
wie auf einem schmalen Säulenkapitell…
Beim weiß kann ich moshes handwerkliche Assoziationen etwas nachvollziehen, vielleicht aber auch erst NACH seinem Einwand (vorher war es dann ok), allerdings kann ich die Assoziationen des Sterilen nicht folgen, ich denke an Bauernhäuser, raue farbe...mir gefällt auch das Ausmalen, einzig geweißt durch Atem passt dann nicht so ganz...andersherum wieder ist das ein typisches Louisaweltbild...eventuell vielleicht:
Doch manchmal ist die Nacht ganz weiß
oder:
Doch manchmal scheint die Nacht ganz weiß
oder man bleibt im Bild des "Streichens":
Doch manchmal ist die Nacht geweißt
als ob Dein Atem durch(erste variabte passtd as durch nicht so) die Fenster streicht/schleicht
wird alles plötzlich in mir leicht
aber das ist sprachlich sicher deutlich schwächer ...vielleicht fällt dir da noch was ein?
Ich möchte aber wirklich betonen, dass für mich der Schmerz in dem Gedicht seh deutlich wird und ich seine Berechtigung (die er soweiso hat) fühle. Worte wie nie wieder tragen das für mich in sich..daher liebe ich Gedichte um solche Worte herum...
Liebe Grüße,
Lisa
ich finde man liest all diesen Schmerz aus diesem Gedicht heraus und ich finde nicht, dass man in erster Linie denkt, in dem text ginge es um den Blick eins lyr. ichs auf seine Seele. Es geht ganz deutlich um die Sorge um das Wir und das daraus erfolgte hadern mit der Welt, weil einfach der Schmerz und das Unverständnis so groß sind.
Vielleicht könnte man ja am Ende und am Anfang damit arbeiten:
Ich habe solche Angst vor unserem Niewieder
denn an der Klippe geh´n wir auf und nieder
wie auf einem schmalen Säulenkapitell…
Beim weiß kann ich moshes handwerkliche Assoziationen etwas nachvollziehen, vielleicht aber auch erst NACH seinem Einwand (vorher war es dann ok), allerdings kann ich die Assoziationen des Sterilen nicht folgen, ich denke an Bauernhäuser, raue farbe...mir gefällt auch das Ausmalen, einzig geweißt durch Atem passt dann nicht so ganz...andersherum wieder ist das ein typisches Louisaweltbild...eventuell vielleicht:
Doch manchmal ist die Nacht ganz weiß
oder:
Doch manchmal scheint die Nacht ganz weiß
oder man bleibt im Bild des "Streichens":
Doch manchmal ist die Nacht geweißt
als ob Dein Atem durch(erste variabte passtd as durch nicht so) die Fenster streicht/schleicht
wird alles plötzlich in mir leicht
aber das ist sprachlich sicher deutlich schwächer ...vielleicht fällt dir da noch was ein?
Ich möchte aber wirklich betonen, dass für mich der Schmerz in dem Gedicht seh deutlich wird und ich seine Berechtigung (die er soweiso hat) fühle. Worte wie nie wieder tragen das für mich in sich..daher liebe ich Gedichte um solche Worte herum...
Liebe Grüße,
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
-
Louisa
Guten Tag Lisa!
Vielen Dank! -Ich kann wieder aufatmen! -Ich hoffe Du hast all diese Emotionen und diesen Blickwinkel auch aus dem Gedicht lesen können, auch ohne, dass ich hier diverse Leiden schildere-
Aber ich bin wieder sehr beruhigt, dass es verstanden wurde. Das mit dem "unseren" gefällt mir sehr, sehr gut! (Ich werde es gleich ändern)...
Bei der genannten Strophe denke ich den Tag über nach
(Endlich eine Aufgabe!) und hoffe es dann verbessern zu können...
(Obwohl ich mir einfach vorgestellt habe wie der Atem eines gewissen Herren aus der Ferne durch mein Fenster fällt (eigentlich kann die Luft ja nicht durch Glas oder?)...und dann wurde alles hell und weiß! Weiß ist eine positive, hoffnungsvolle Farbe für mich).
-Aber ich sehe ein, dass es geändert werden muss
.
Vielen Dank Madame Lisa! (Sonst hätte der böse Geist sicherlich die ganze Woche auf mich eingeredet...)
Grüßlein, l.
Vielen Dank! -Ich kann wieder aufatmen! -Ich hoffe Du hast all diese Emotionen und diesen Blickwinkel auch aus dem Gedicht lesen können, auch ohne, dass ich hier diverse Leiden schildere-
Aber ich bin wieder sehr beruhigt, dass es verstanden wurde. Das mit dem "unseren" gefällt mir sehr, sehr gut! (Ich werde es gleich ändern)...
Bei der genannten Strophe denke ich den Tag über nach
(Endlich eine Aufgabe!) und hoffe es dann verbessern zu können...(Obwohl ich mir einfach vorgestellt habe wie der Atem eines gewissen Herren aus der Ferne durch mein Fenster fällt (eigentlich kann die Luft ja nicht durch Glas oder?)...und dann wurde alles hell und weiß! Weiß ist eine positive, hoffnungsvolle Farbe für mich).
-Aber ich sehe ein, dass es geändert werden muss
.Vielen Dank Madame Lisa! (Sonst hätte der böse Geist sicherlich die ganze Woche auf mich eingeredet...)
Grüßlein, l.
Zuletzt geändert von Louisa am 11.03.2014, 21:47, insgesamt 1-mal geändert.
-
Louisa
(Oh, eigentlich soll man wohl nicht auf sich selbst antworten...aber:)
hallo Lisa und alle andern!
Ist die zweite Strophe so besser und logischer oder habe ich es verhunzt?
Ich freue mich auf eure Antworten!
Liebe Grüße, l
hallo Lisa und alle andern!
Ist die zweite Strophe so besser und logischer oder habe ich es verhunzt?
Ich freue mich auf eure Antworten!
Liebe Grüße, l
Zuletzt geändert von Louisa am 11.03.2014, 21:48, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Louisa,
ja, es ist wunderschön! Nur meinen eigenen Vorschlag (das durch die fenster streichen) muss ich nochmal verbessern...weil etwas durchs fesnter nciht sreichen kann, wäre ich für:
als ob Dein Atem durchs geöffnete Fenster streicht
oder:
als ob Dein Atem durch weite Fenster streicht
oder so etwas?
Die sich selbst korrigierende Lisa,
PS. Wenn du noch einmal IRGENDWO schreibst, das deine Gedichte (auch nur potentiell, siehe gewissen thread) in die Mülltonne gehören, dann .....dann....lösche ich erwin!!!!! ich will so etwas nie wieder hören :058:
ja, es ist wunderschön! Nur meinen eigenen Vorschlag (das durch die fenster streichen) muss ich nochmal verbessern...weil etwas durchs fesnter nciht sreichen kann, wäre ich für:
als ob Dein Atem durchs geöffnete Fenster streicht
oder:
als ob Dein Atem durch weite Fenster streicht
oder so etwas?
Die sich selbst korrigierende Lisa,
PS. Wenn du noch einmal IRGENDWO schreibst, das deine Gedichte (auch nur potentiell, siehe gewissen thread) in die Mülltonne gehören, dann .....dann....lösche ich erwin!!!!! ich will so etwas nie wieder hören :058:
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
-
Louisa
Hallo Lisa!
Mmm...ja, der Atem kann nicht durchs Fenster streichen...
(aber zu dieser aufgeregten, frühen Stunde bin ich nicht in der Lage über die Alternativen nachzudenken
...aber Morgen füge ich einen Nachtrag mit Lösungsvorschlag ein , ja?)
-Das mit dem geöffnten Fenster...ich meine der Rhythmus geht da ein bisschen verloren oder?
Aber Danke für die Hilfe, Madame Lisa!
PS: Oh nein, bloß nicht Erwin! Was kann er denn dafür? Nichts hat er getan außer ständig seine Sträußchen gereicht!
Mmm...ja, der Atem kann nicht durchs Fenster streichen...
(aber zu dieser aufgeregten, frühen Stunde bin ich nicht in der Lage über die Alternativen nachzudenken
...aber Morgen füge ich einen Nachtrag mit Lösungsvorschlag ein , ja?)-Das mit dem geöffnten Fenster...ich meine der Rhythmus geht da ein bisschen verloren oder?
Aber Danke für die Hilfe, Madame Lisa!
PS: Oh nein, bloß nicht Erwin! Was kann er denn dafür? Nichts hat er getan außer ständig seine Sträußchen gereicht!
Zuletzt geändert von Louisa am 11.03.2014, 21:49, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Louisa,
nun hast du gewandelt:
In welches Zimmer? Meinst du, also ob der Atem des lyr. Du das lyr. Ich in seinem Zimmer besucht..wie ein Vogel am Fensterbrett zum Beispiel, und Hoffnung spendet?
dann vielleicht:
als ob Dein Atem in mein Zimmer schleicht ?
Mir hat das vorher aber besser gefallen, dass der Atem aus dem Fenster in die nach strömt (so war meine Vorstellung), denn in dem Zimmer wird ja Licht sein, aber dass der Atem die Nacht direkt "weißt", also weiß macht fand ich als Bild stärker...
Achso, jetzt lese ich gerade, dass ich es auch falsch gelesen hatte - für mich strömte der Atem AUS dem fenster IN die nacht...
Warum dann nicht so:
? Mir kommt die Idee gerade jetzt ganz gut vor...(bi ich wieder merke, dass ich etwas nicht verstanden habe )
Liebe grüße,
Lisa
nun hast du gewandelt:
als ob Dein Atem in das Zimmer schleicht
In welches Zimmer? Meinst du, also ob der Atem des lyr. Du das lyr. Ich in seinem Zimmer besucht..wie ein Vogel am Fensterbrett zum Beispiel, und Hoffnung spendet?
dann vielleicht:
als ob Dein Atem in mein Zimmer schleicht ?
Mir hat das vorher aber besser gefallen, dass der Atem aus dem Fenster in die nach strömt (so war meine Vorstellung), denn in dem Zimmer wird ja Licht sein, aber dass der Atem die Nacht direkt "weißt", also weiß macht fand ich als Bild stärker...
Achso, jetzt lese ich gerade, dass ich es auch falsch gelesen hatte - für mich strömte der Atem AUS dem fenster IN die nacht...
Obwohl ich mir einfach vorgestellt habe wie der Atem eines gewissen Herren aus der Ferne durch mein Fenster fällt (eigentlich kann die Luft ja nicht durch Glas oder?)...und dann wurde alles hell und weiß!
Warum dann nicht so:
Doch manchmal färbt die Nacht sich weiß
als ob Dein Atem an mein Fenster schleicht
wird alles in mir plötzlich hell und leicht...
? Mir kommt die Idee gerade jetzt ganz gut vor...(bi ich wieder merke, dass ich etwas nicht verstanden habe )
Liebe grüße,
Lisa
Vermag man eine Geschichte zu erzählen, die noch nicht geschehen ist?
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
Es verhält sich damit wohl wie mit unserer Angst. Fürchten wir uns doch gerade vor dem mit aller Macht, was gar nicht mehr geschehen kann, eben weil es schon längst geschehen ist.
-
Louisa
Hallo Lisa
Vielen, vielen Dank für die Reaktion
!
(Können wir es dann in der Anthologie auch ändern?)
Aaaalso: Ja, Du hast recht! Das mit dem Zimmer ist "schwächer". Deine Idee hingegen "an mein Fenster" ist perfekt! Das stelle ich mir vor wie so ein wandelndes Licht und dann scheint der weit gereiste Atem wie ein abgestürtzter Mond durch mein Fenster!!! Toll
!
Also ich ändere es sofort. Findest Du das auch nicht schlechter als die erste Variante? (-ich nicht
.)
Ich freue mich wirklich sehr über die große Hilfe! Soviel habe ich wohl noch nie geändert an einem Text- Man wird auch immer perfektionistischer mit der Zeit
...
Liebste Grüße!
l.
Vielen, vielen Dank für die Reaktion
! (Können wir es dann in der Anthologie auch ändern?)
Aaaalso: Ja, Du hast recht! Das mit dem Zimmer ist "schwächer". Deine Idee hingegen "an mein Fenster" ist perfekt! Das stelle ich mir vor wie so ein wandelndes Licht und dann scheint der weit gereiste Atem wie ein abgestürtzter Mond durch mein Fenster!!! Toll
!Also ich ändere es sofort. Findest Du das auch nicht schlechter als die erste Variante? (-ich nicht
.)Ich freue mich wirklich sehr über die große Hilfe! Soviel habe ich wohl noch nie geändert an einem Text- Man wird auch immer perfektionistischer mit der Zeit
...Liebste Grüße!
l.
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